Am 13. Januar setzte ein 32jähriger vor der Beith-Jaakov-Synagoge in Gießen einen Papiercontainer in Brand und zeigte mit dem linken Arm den Hitlergruß. Laut Polizeibericht ist am Rollladen und am Eingangstor ein Sachschaden entstanden. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Gießen, Dov Aviv, sprach gegenüber dem Gießener Anzeiger vor allem von Beschädigungen an der Elektrik und dem Putz. Verletzt wurde zwar niemand, aber im Gebäude leben die Hausmeisterin und ihr Mann, die zum Tatzeitpunkt zu Hause waren. Auch mehrere Studenten wohnen in dem Gebäude. In der Nacht zum 15. Januar kam es zu einem Brandanschlag auf das Kulturzentrum »Am Schloßberg« in Saalfeld. Zusätzlich wurden laut MDR an verschiedenen Orten in der Stadt Hakenkreuze geschmiert. Die Tatverdächtigen sind der Polizei zufolge im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. In der Nacht vom 17. Januar griff eine vermummte Person den schwulen Fetisch-Club »Böse Buben« in Berlin-Schöneberg an. Der Verein berichtete in einer Pressemitteilung, eine vermummte Person habe gegen 23.15 Uhr einen Stein durch die Glasscheibe des Notausgangs geworfen. Das zeige die Aufzeichnung der Kamera. Im Raum dahinter hätten sich zu dem Zeitpunkt Gäste aufgehalten, niemand aber direkt am Fenster, weshalb es keine Verletzten gegeben habe. Zudem habe der Angreifer eine Glasflasche in die Lüftung des Vereinslokals geschoben. Wäre die Flasche im Ventilator zerplatzt, hätten Glasscherben im gesamten Raum umherfliegen und Personen verletzen können. In Bremen-Walle wurden am 17. und am 18. Januar insgesamt vier Häuser mit Lackfarbe beworfen. Die Taz berichtete, dass an jedem ein Plakat gegen Rechtsextremismus an Haustür oder Fenster angebracht gewesen sei. Laut der Linkspartei sind ein Hausprojekt, ein »engagierter Bürger« und drei Parteimitglieder betroffen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hätten Unbekannte zudem die Scheiben eines Restaurants im Bremer Stadtteil Huchting eingeschlagen und die Außenwände mit Hakenkreuzen, dem faschistischen Code 88 und einem rassistischen Spruch beschmiert. pb