Jungle+ Artikel 12.02.2026
Vom 12. bis 22. Februar findet in Berlin das weltgrößte Publikumsfilmfest statt

Diverse Familien

Schneematsch, Roter Teppich und die liebe Verwandtschaft: Die 76. Internationalen Filmfestspiele im unwirtlichen Berlin legen einen Schwerpunkt auf Generationenkonflikte und komplexe Familienstrukturen.

Die deutsche Hauptstadt empfängt ihre Gäste zum weltgrößten Publikumsfilmfestival immer dann, wenn das Pendeln zwischen den Kinos mit Bus, U- und S-Bahn eine besondere Herausforderung ist: im Fe­bruar bei Schmuddelwetter. Dazu kommen etliche Baustellen, ständiger Ersatzverkehr, immer neue Schadensereignisse, Zugausfälle und verschlammte Wege.

Pünktlich beginnt immerhin das Festival selbst. Vom 12. bis 22. Feb­ruar ist Berlinale-Zeit, für 250 Filme sind rund 320.000 Kinokarten zu je 15 Euro – im Berlinale-Palast für 20 Euro – im Verkauf. Für 18- bis 25jährige wurde für einige Filmvorführungen das »Cine 25 Ticket« zu sechs Euro eingeführt.

Wie sich internationale Regisseurinnen und Regisseure Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vorstellen, ist in den drei großen Sektionen Wettbewerb, Forum und Panorama zu sehen. Weitere Reihen sind die Generation für Kinder- und Jugendfilm, die Retrospektive und diverse Berlinale-Special- beziehungsweise Berlinale-Special-­Gala-Vorführungen.

Allzu oft sind die Berlinale-Vorführungen zwar der Publikumsrenner, schon eine Woche später aber ziehen die Filme beim regulären Start an der Kinokasse eher nicht.

Der diesjährige Eröffnungsfilm »No Good Men« der afghanischstämmigen Regisseurin Shahrbanoo Sadat ist eine internationale Koproduktion zwischen Deutschland, Frankreich, Norwegen, Dänemark und Afghanistan. Die Handlung spielt im Jahr 2021 kurz vor der Machtübernahme der Taliban. Im Zentrum steht die einzige Kamerafrau des Senders Kabul TV. Sie ist davon überzeugt, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt. Ein Kollege beim Sender scheint sie eines Besseren zu belehren. Sadat hat mit »Kabul Kinderheim« schon 2018 einen sehr schönen Film gedreht, über obdachlose Jugendliche in der afghanischen Hauptstadt. Hoffentlich gibt es für den neuen noch Karten!

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