Jungle+ Artikel 19.02.2026
In München demonstrierten 250.000 Menschen gegen die Islamische Republik

Weltweit gegen das Regime

Eine riesige Demonstration gegen das Mullah-Regime in München hat den Anspruch des Schah-Sohns Reza Pahlavi auf Führung der iranischen Opposition bekräftigt. Umstritten ist jedoch, wie viel Unterstützung er tatsächlich genießt.

Eine derart große und zugleich fried­liche Versammlung habe er noch nicht erlebt, sagte ein Polizeisprecher der Abendzeitung. Nicht nur er wirkte überrascht. »Wo kommen die auf einmal alle her?« fragte eine linke Iranerin im Gespräch mit der Jungle World. Nach Angaben der Polizei versammelten sich am Sonntag in München auf der Theresienwiese rund 250.000 Menschen. So viele Menschen hatten in Deutschland vermutlich noch nie gemeinsam gegen das iranische Regime demonstriert.

Demonstrationen zur Solidarität mit den Protesten im Iran hat es auch schon früher gegeben, doch selten folgten ­ihnen mehr als einige Tausend. Im Herbst 2022 gingen zur Unterstützung der Bewegung »Jin, Jiyan, Azadi« in Berlin rund 80.000 Menschen auf die Straße, doch war dieser Protest auch von einem solidarischen Berliner Publikum unterstützt worden. In München hingegen demonstrierte erkennbar fast ausschließlich die Diaspora selbst. Menschen reisten aus ganz Deutschland, aus Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Benelux-Staaten an. Busse trafen im Konvoi ein, organisiert über lokale Initiativen und soziale Medien.

Nach Angaben der Polizei versammelten sich am Sonntag in München auf der Theresienwiese rund 250.000 Menschen. So viele Menschen hatten in Deutschland vermutlich noch nie gemeinsam gegen das iranische Regime demonstriert.

Am selben Tag fanden zudem Demonstrationen in London, Los Angeles und Toronto statt. Auch dort nahmen jeweils mehrere Hunderttausend Menschen teil. Zusammengenommen sprechen einige Berichte von weltweit über einer Million Menschen, die an diesem Aktionstag gegen die Islamische Republik auf die Straße gingen.

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