Jungle+ Artikel 19.02.2026
Der Hype um die Serie »Heated Rivalry«

Ein triviales Paar

Die Serie »Heated Rivalry« über zwei Eishockey­spieler, die ihre schwule Beziehung geheimhalten, hat in den vergangenen Monaten einen regelrechten Hype ausgelöst. Dass die Serie so beliebt ist, hat nicht nur mit weiblicher Schaulust, sondern auch mit dem Phänomen der grassierenden Einsamkeit zu tun.

Die Reaktionen sind aufgeheizt, geradezu verschwitzt: Seit November vorigen Jahres rollt eine Welle der ­Begeisterung über die Serie »Heated Rivalry« durch die nordamerikanische Medienöffentlichkeit. Die kanadische Produktion, die von den Streaming-Diensten Crave und HBO Max vertrieben wird (und nun auch in Deutschland erschienen ist) hat sich zum weltweiten Serienhit entwickelt. Sonderlich komplex ist die in der Romanze erzählte Geschichte, die auf der softpornographischen Buchreiche »Game Changers« der kanadischen Autorin Rachel Reid basiert, nicht: Shane Hollander (Hudson Williams) aus Kanada und Ilya Rozanov (Connor Storrie) aus Russland sind auf dem Spielfeld der nordamerikanischen Eishockeyliga Rivalen – und führen währenddessen über acht Jahre hinweg eine heimliche Affäre.

Was als unbeholfene und neckische Annäherung zweier Jugendlicher beginnt, entwickelt sich über sechs Folgen hinweg zu einer ernsten Liebesbeziehung. Zwar haben die beiden Hauptfiguren alle Qualitäten, die unter Marktbedingungen mit Erfolg assoziiert werden: Sie sind unheimlich attraktiv, körperlich extrem leistungsfähig, sexuell potent, medial gefeierte Sportstars, gerngesehene Werbepartner globaler Luxusketten und sportlich angesehene Captains ihrer Teams. Einen Strich durch diese Rechnung machen allerdings die heftige Antihomosexualität des Profisports und die Angst vor Gesichtsverlust und Karriereknick.

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