Fünf Ringe, sie zu knechten
Man traute seinen Augen und Ohren kaum: Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) behauptet in seinem Mitte März vorgestellten Finanzkonzept zur möglichen Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044, dass die Stadt mit der Organisation und Durchführung der Spiele einen wirtschaftlichen Gewinn von rund 100 Millionen Euro erzielen könnte. Im sogenannten Durchführungsbudget beziffert der Senat die Ausgaben auf 4,8 Milliarden Euro und stellt ihnen »Einnahmepotenziale« in Höhe von 4,9 Milliarden Euro unter anderem aus Ticketverkäufen und Sponsoring gegenüber.
Die Ausgaben im Durchführungsbudget berücksichtigen unter anderem den Betrieb der Wettkampfstätten, Technik, Personal und olympische Zeremonien. Nicht enthalten sind hingegen die Kosten für die Errichtung von Sportstätten oder des olympischen Dorfs, den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel oder die Straßen, Geh- und Radwege, denn diese seien, schreibt der Senat, »Zukunftsinvestitionen, die einen langfristigen Mehrwert für alle Hamburgerinnen und Hamburger schaffen«. Das Investitionsbudget, das laut dem Senat »vom Durchführungsbudget klar zu unterscheiden ist«, wird im Finanzkonzept auf 1,34 Milliarden Euro beziffert.
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