Jungle+ Artikel 02.04.2026
Mehr Show als Hilfe

VIP-Flotte für Arme

Bei der Kuba-Solidaritätsflottille waren prominente Politiker, antisemitische Rapper und bekannte Protagonisten der Gaza-Flottille aus dem vergangenen Jahr dabei. Den Menschen auf Kuba hilft die PR-Aktion wenig.

Dutzende Hilfswillige begaben sich vorvergangene Woche unter dem Motto »Let Cuba Live« auf eine Expedition, um Solidarität mit dem karibischen Inselstaat zu demonstrieren. Das erklärte Ziel dieser Initiative war es, humanitäre Hilfe nach Kuba zu bringen, das aufgrund der verhängten Ölblockade der Vereinigten Staaten seit Monaten unter extremer Energieknappheit leidet.

Die Expedition zu Wasser und auch zu Luft hatten Progressive International, die feministische Friedensorganisation Code Pink und einige der Aktivisten organisiert, die schon bei der Global Sumud Flotilla von Barcelona aus Richtung Gaza-Streifen dabei waren – allesamt in der Vergangenheit durch mangelnde Distanzierung von oder gar Nähe zu den iranischen Mullahs aufgefallen.

Interessant an der ganzen Angelegenheit ist vor allem, dass der Besuch offenbar vollständig vom kubanischen Regime gesteuert wurde

Etliche bekannte Persönlichkeiten verliehen der Unternehmung zudem durch ihre Teilnahme fraglichen Glanz: die LFI-Europaabgeordnete Emma Fourreau, die italienische Europaabgeordnete Ilaria Salis und der belgische Europaabgeordnete Marc Botenga, die alle drei der Fraktion der Linken angehören, der ehemalige spanische Podemos-Politiker Pablo Iglesias, der sich selbst als antiisraelisch und antizionistisch bezeichnende US-amerikanische Influencer Hasan Piker, der US-Gewerkschafter und Teilnehmer der Gaza-Flottille, Chris Smalls, der britische BDS-Unterstützer Jeremy Corbyn (der in Israel hergestelltes medizinisches Material mitbrachte) sowie die irische Rap-Gruppe Kneecap, die auf einem Konzert in London 2024 mit Hizbollah-Flagge und »Up Hamas, up Hizbollah«-Rufen aufgetreten waren, und ihr Manager Daniel Lambert, der behauptet: »Israel begeht in zahlreichen Ländern jede Woche einen 7. Oktober.«

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