»Talk to Me: Stars im Gespräch«
Iggy Pop
Über Hunde, Houellebecq und Bossa Nova
Über die Jahre kamen immer wieder Hundemetaphern in Ihren Songs vor. »I’m living like a Dog«, bellten Sie in »I’m Bored«, davor wollten Sie in »I Wanna Be Your Dog« gar selbst zum Hund werden. Und nun sind Sie der »King of the Dogs«. Woher rührt diese Affinität zum Hund?
Sie haben den Song »Dog Food« vergessen. Hunde geben als Subjekte eines Rocksongs einiges her. Wie Michel Houellebecq in seinem Roman »Die Möglichkeit einer Insel« ausführt, ist ihr Ego angenehm klein. Das macht es leicht, sie zufriedenzustellen. Das ist eine sehr passende Sache für einen Songwriter. Als solcher ist man immer wieder froh, wenn man es einmal nicht mit den Abgründen der menschlichen Psyche zu tun hat.
Houellebecq schreibt davon, dass es das beschränkte Ego des Hundes vereinfacht, ihn nicht nur zufriedenzustellen, sondern ihn sogar glücklich zu machen …
Ganz genau. So ein Hundeleben birgt im Vergleich zur menschlichen Existenz viele Vorteile. Davon erzählt der Song »King of the Dogs«.
Ist Glück etwas, das Sie in Ihrem Leben bewusst angestrebt haben?
Meine Maxime ist, dass ich es zumindest ein Mal am Tag versuche. Ich brauche auf jeden Fall ein paar Reize aus der Außenwelt, die mich zerstreuen. Eine schöne Frau etwa oder ein Strand. Für ein ausbalanciertes Innenleben benötige ich zudem positive Gefühle, die aus meiner Arbeit rühren.
Ihren neuen Song »King of the Dogs« ziert ein herzerwärmendes Jazzarrangement. War das Ihre Idee?
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