Freiheit in Hosen
Rauchschwaden ziehen über eine zerfurchte Ackerlandschaft, menschliche Schädel und Skelette liegen herum, im Wald ragen tote Bäume auf: Mit wenigen Einstellungen skizziert die Schwarzweißfotografie von Kameramann Gerald Kerkletz eine Welt am Rand der Katastrophe. Kostüme, Werkzeuge und Waffen bekunden den zeitlichen Kontext.
Die Ereignisse, von denen Markus Schleinzers Film »Rose« erzählt, tragen sich um die Mitte des 17. Jahrhunderts zu, in den Nachwirren des Dreißigjährigen Kriegs. Es geht um eine Frau, gespielt von Sandra Hüller, die inmitten einer patriarchalen Ordnung wie ein Mann lebt und dazu in eine Hose steigt. Unter falschem Namen und falschem Geschlecht versucht sie, den Wunsch nach Freiheit und sozialem Aufstieg zu verwirklichen.
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