Und dann lachte der Diktator
»Genossen! Nur drei Jahre sind vergangen seit unserem letzten Parteitag«, beginnt Josef Stalin gleich auf der ersten Seite der Graphic Novel eine wichtige Rede: Die Wirtschaft der kapitalistischen Länder sei durch Krisen geschrumpft, Kriegslüsternheit mache sich breit. »Und während der bürgerliche Pazifismus in den letzten Zügen liegt, wirkt die UdSSR für den Frieden, dank ihrem wirtschaftlichen Aufschwung und durch die Unterstützung seitens ihrer werktätigen Massen.«
In einem Regierungsgebäude im Zuckerbäckerstil findet der XVII. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion statt. Den Saal, in dem getagt wird, hat der Zeichner Fernando Proietti detailgenau dargestellt. Draußen schneit es, drinnen inszeniert sich Stalin als der große Vorsitzende. Der Ton der Original-Parteitagsrede ist gut getroffen. Kein Wunder: Die Graphic Novel ist Teil der im französischen Comicverlag Glénat erscheinenden Reihe »Ils ont fait l’histoire« (Sie machten Geschichte), deren Szenarien in Zusammenarbeit mit Historikern entwickelt werden. An »Stalin« hat der in Russland aufgewachsene französische Historiker Nicolas Werth mitgewirkt. Von ihm stammt auch das instruktive Nachwort. Auf Deutsch erscheint »Stalin« in der Reihe »Historische Persönlichkeiten« beim Bielefelder Splitter-Verlag.
Stalin an seine Tochter gewandt: »Diese Nacht habe ich eine Liste von 3 000 Namen unterzeichnet. Stell dir mal vor! Da staunst du, was? Hahaha!«
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