Jungle+ Artikel 04.06.2026
Die AfD sympathisiert mit dem iranischen Regime

Freunde der Islamisten

Die AfD versucht gelegentlich, sich als Unterstützerin Israels zu verkaufen, dabei tritt sie seit Jahren als Apologetin des iranischen Regimes auf.

Viele Kom­men­ta­tor:in­nen zeigten sich überrascht, als sich die AfD in der jüngsten militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA sowie Israel und dem Iran von Anfang an klar an die Seite des islamistischen Regimes stellte. Er sei »maßlos enttäuscht von Donald Trump«, sagte zum Beispiel der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla, jetzt stünde man »an der Schwelle« zum »dritten Weltkrieg«.

Diese Überraschung war ein Beleg dafür, wie erfolgreich die Selbstinszenierung der Partei funktioniert. Sie stellt sich nämlich gerne als Unterstützerin Israels dar – wenn sie sich in sozialen Medien für ein Verbot antiisraelischer Demonstrationen ausspricht, ein Ende der Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk für Palästinenser im Nahen Osten, UNRWA, fordert, oder sich im Bundestag für eine Verurteilung der Boykottbewegung BDS einsetzt.

Tatsächlich betätigte sich die AfD allerdings schon seit Jahren als Lobbypartei des antisemitischen Mullah-Regimes. So forderte Chrupalla im Herbst 2022, noch während das iranische Regime die Proteste nach der Ermordung von Jina Mahsa Amini blutig niederschlug, die Bundesregierung zu Verhandlungen mit dem Iran über Gaslieferungen auf.

Die AfD  stellt sich gerne als Unterstützerin Israels dar. Tatsächlich betätigte sie sich allerdings schon seit Jahren als Lobbypartei des antisemitischen Mullah-Regimes.

»Wenn wir fehlendes russisches Gas kompensieren wollen, brauchen wir jeden Lieferanten«, sagte Chrupalla der Welt. Auf die menschenrechtliche Situation im Iran angesprochen, meinte er: »Mit welcher Regierung das iranische Volk leben will, ist seine Sache. Deutschland darf keinen regime change unterstützen.« Man dürfe sich »nicht in innere Angelegenheiten anderer Länder einmischen«, sondern müsse »gute Beziehungen zu allen Regierungen pflegen«.

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