Nolympia ahoi
»Das Votum ist für den Senat verbindlich«, Hamburg werde deshalb seine Olympia-Bewerbung zurückziehen. Das sagte sichtlich betreten Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Morgen nach dem Bürgerschaftsreferendum zur Olympia-Bewerbung der Hansestadt. »Ich bedaure das Votum sehr«, setzte er noch hinzu.
Die prunkvolle Ausstattung des Kaisersaals, die Handelskapital, Hafen und Honoratioren feiert, stand im Kontrast zum Eingeständnis der Niederlage der regierenden rot-grünen Koalition, der CDU, der in Hamburg so mächtigen Handelskammer und allerlei politischer Prominenz wie unter anderem dem früheren Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Die Pro-Olympia-Kampagne war trotz eines enormen Werbeaufwands gescheitert. Ende Mai hatten in einer Volksbefragung 54,9 Prozent der Teilnehmenden gegen die Olympia-Pläne des Senats gestimmt.
Je höher das Durchschnittseinkommen eines Stadtteils, desto höher fiel der Anteil der Stimmen für eine Olympia-Bewerbung aus.
Hamburg scheidet damit aus dem Rennen deutscher Bewerber um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 aus. 2015 haben sich die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt schon einmal gegen eine Bewerbung entscheiden.
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