Vollautomatisiertes Töten
Vor rund zwei Jahren wurde in der Ukraine ein neues, dystopisches Kapitel drohnengestützter Kriegführung aufgeschlagen. Nach Informationen der Zeitschrift The New Scientist haben die Streitkräfte der Ukraine bei einem experimentellen Angriff erstmals vollautonome Angriffsdrohnen gegen die russischen Invasionstruppen eingesetzt, die hierbei tatsächlich Verluste an Mensch und Material erlitten haben sollen.
Der Leiter des ukrainischen Drohnenproduzenten Aero Center, Alexander Kokhanovskyy, teilte dem britischen Wissenschaftsblatt mit, 2024 zehn Quadkopter-Drohnen mit KI-Modellen ausgestattet zu haben. Diese Drohnen sollten einen Frontabschnitt von »drei bis fünf Kilometer« abdecken. Dort würden sie in einen »Terminator-Modus« versetzt, bei dem sie vollautomatisch Ziele erfassen und angreifen sollten. Der »experimentelle« Angriff soll partiell erfolgreich gewesen sein: Russische Truppen und Fahrzeuge seien getroffen worden. Ende 2025 publizierte die New York Times einen Hintergrundbericht über die Entwicklung der Drohnentechnik im Ukraine-Krieg, der zu der Schlussfolgerung gelangte, dass inzwischen nahezu alle Angriffsphasen automatisiert werden können.
Die Drohne könnte der große militärische Gleichmacher in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts sein, der es ermöglicht, weit überlegene Gegner in Schach zu halten.
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