Olympisches Freibad
Seit dem 1. Juni können Berlins Freizeit- und Vereinsschwimmer während der Sommermonate das Sommerbad am Olympiastadion wieder nutzen. Das Wettkampfbad war 1935 für die ein Jahr später stattfindenden Olympischen Spiele angelegt worden. Die Anlage besteht aus einem 50 mal 21 Meter großen Schwimmbecken, einem 20 mal 20 Meter großen Sprungbecken mit verschieden hohen Sprungtürmen sowie zwei Planschbecken für Nichtschwimmer und kleinen Liegewiesen.
Das 50-Meter-Wettkampfbecken, von denen es in Berlin derzeit 22 gibt, ist von steinernen Tribünen eingerahmt, die den Blick auf das monumentale Olympiastadion freigeben. Betrachtet man das gesamte riesige Olympiagelände – bis ins Jahr 1950 hieß es »Reichssportfeld« –, liegt das Olympische Schwimmstadion auf der nördlichen Seite im Schatten des brachialen, 32 Meter hohen Olympiastadions und wirkt winzig.
Die Bemühungen um die Olympischen Spiele und die ersten Planungen waren also kein Produkt der Nazis, sondern das ihrer demokratischen Vorgänger.
Im Berliner Stadtbild sind nicht eben wenige Zeugnisse des Nationalsozialismus zu finden. Das ehemalige »Reichssportfeld« mit dem Olympiastadion im Berlin-Charlottenburger Ortsteil Westend zählt zu den markantesten; das Gelände umfasst 132 Hektar.
Olympia in Berlin: schon früher geplant und mehrmals verschoben
Schon 1916 sollten am Ort des heutigen Olympiageländes Olympische Spiele stattfinden, die jedoch wegen des Ersten Weltkriegs ausfielen. Wo heute das Olympiastadion steht, befand sich damals eine Pferderennbahn. Neben ihr wurde ab 1926 das Deutsche Sportforum errichtet. Gegen Ende der 1920er Jahre gab es erneut Pläne für Olympische Spiele in Berlin sowie Ideen, die entsprechenden Bauvorhaben in Berlin-Westend umzusetzen. Wie so oft in der Berliner Geschichte machten leere Kassen die hochtrabenden Ideen allerdings zunächst zunichte.
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