Die Intifada-Linke
Mit Schlagstöcken
Ob Berlin, Erfurt oder Hamburg: Angriffe von Antizionisten auf andere Linke werden häufiger. Gewalt gehört in vielen Fällen zu einer Strategie der Raumnahme durch linke antizionistische Gruppen. Sie stören Veranstaltungen, bedrohen Personen oder rufen zu Boykotten auf, und schließlich versuchen sie, Projekte und Orte zu übernehmen.
So geschehen beispielsweise im Alternativen Jugendzentrum (AJZ) Berlin-Hellersdorf, zu dem auch ein Wohnprojekt und der Veranstaltungsort »La Casa« gehören. In den vergangenen zwei Jahren seien dort immer mehr antizionistische Personen hinzugekommen, die versuchten, durch eine schleichende Übernahme die politische Linie des AJZ zu ändern. So schildert es die Gruppe »Reclaim La Casa«, die sich dem Kampf gegen Antisemitismus verschrieben hat und die aus Personen besteht, die sich dem Haus seit vielen Jahren verbunden fühlen.
Am 4. Juli versuchte die Gruppe das AJZ zu besetzen, um die Übernahme zu verhindern. »Wenn Leute Hamas-Dreiecke und «Glory to the Resistance» im Haus hinsprühen, ist das Antisemitismus und eine klare Relativierung und Glorifizierung der Hamas, da gibt es für uns nichts zu diskutieren. Solche Positionen haben für uns nichts in linken Projekten zu suchen«, sagte später der Jungle World eine Person, die an der Besetzung beteiligt war.
Die Besetzer konnten das Haus nach mehreren Stunden nur unter Polizeischutz verlassen. Seitdem kontrolliert eine Gruppe mit dem Namen »New Casa« das Haus. Demonstrativ kündigte sie eine Vorführung des Dokumentarfilms »Red Army/PFLP: Declaration of World War« an.
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