23.07.2026
Antizionistischer Geldgeber sitzt wegen eines US-Haftbefehls in spanischer Haft

Tankie-Geldgeber in Nöten

Der Millionenerbe James Cox Chambers unterstützte mit seinem Geld antiisraelischen AKtivismus und einen tunesischen Fußballverein. Jetzt wurde er in Spanien festgenommen.

Einer der Erben des zehntgrößten Familienvermögens der USA, James Cox »Fergie« Chambers Jr., sitzt seit gut zwei Wochen in einem Gefängnis in der spanischen Hauptstadt Madrid. Grund dafür ist ein internationaler Haftbefehl aus den USA. Das dortige Justizministerium wirft ihm Medienberichten zufolge Geldwäsche und Finanzierung von Terrororganisationen vor.

Das Vermögen von Chambers Jr., der sich selbst als »Tankie« bezeichnet – eine englischsprachige Bezeichnung für autoritäre Kommunisten –, beläuft sich Berichten zufolge auf mehr als 250 Mio. US-Dollar. Aus diesen Mitteln unterstützte er seit 2014 verschiedene linke politische Projekte und Gruppen finanziell, darunter zwei später aufgelöste Kommunen.

Viele israelfeindliche Aktivist:innen und Politiker:innen haben sich längst darauf festgelegt, dass Chambers Jr. ein humanitärer Wohltäter und politischer Gefangener des US-Präsidenten Donald Trump sei,

2022 reiste er in die russisch besetzte Ostukraine und verteidigte Russlands Invasion als humanitäre Intervention, 2023 konvertierte er zum Islam. Spätestens seit dem 7. Oktober 2023 fällt Chambers vor allem mit offener Unterstützung der Hamas auf. Diese habe »nichts Falsches« gemacht, teilte er eine Woche nach dem Massaker vom 7. Oktober mit. In einem Interview mit dem linksliberalen Magazin Mother Jones sagte er, dieser Tag sei ein »Moment der Hoffnung und Inspiration« gewesen. Aussagen wie »Make Zionists Afraid« schmücken seine Accounts auf den sozialen Medien. Zudem beglich er Anwaltskosten und Kautionen israelfeindlicher Aktivist:innen, darunter Calla Walsh, die sich mittlerweile im iranischen Staatsfernsehen dem Regime andient.

Nachdem er sich an einer Protestaktion gegen eine US-Filiale des israelischen Rüstungsunternehmen Elbit Systems beteiligt hatte, setzte er sich 2023 nach Tunesien ab. Dort beglich er die Schulden des Club Africain Tunis, eines von drei Spitzenfußballclubs der tunesischen Hauptstadt, und inszenierte sich somit als Geschäftsmann und Freund des Fußballs. Viele israelfeindliche Aktivist:innen und Politiker:innen haben sich längst darauf festgelegt, dass Chambers Jr. ein humanitärer Wohltäter und politischer Gefangener des US-Präsidenten Donald Trump sei, darunter mehr als 20 spanische Abgeordnete, die in einem offenen Brief Chambers‘ Freilassung fordern. Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat nun 40 Tage Zeit, um zu entscheiden, ob er in die USA abgeschoben wird.