Jungle+ Artikel 20.08.2026
Bürgerkrieg und Militärregime in Myanmar

Auf der Suche nach Anerkennung

Myanmars Putschistenregime versucht, seine internationale Isolation zu überwinden, und veröffentlichte dafür ein Lebenszeichen der ­abgesetzten und inhaftierten Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Dabei kontrolliert das Regime nur ein Viertel des Landes; der Bürgerkrieg geht unvermindert weiter.

Das Putschregime kehrt auf die internationale Bühne zurück. Zwei Tage verbrachte Präsident Min Aung Hlaing, der vormalige Oberbefehlshaber des myanmarischen Militärs, am 6. und 7. August in Bangkok. Es war nicht sein erster Auftritt in der thailändischen Hauptstadt, in der unter anderem sein Sohn, seine Tochter und seine Schwiegertochter Immobilienbesitz haben sollen. Es war aber sein erster Staatsbesuch als Zivilist. Am 1. Februar 2021 hatte der damalige Armeechef Myanmars demokratische Regierung unter Staatsrätin Aung San Suu Kyi mit einem ­Militärputsch gestürzt und seither, zunächst im neu geschaffenen Amt des Vorsitzendes des Staatsverwaltungsrats, die Macht im Land ausgeübt. Zum Jahreswechsel 2025/2026 ließ das Regime Scheinwahlen unter Ausschluss der meisten demokratischen Parteien abhalten. Danach trat Min Aung Hlaing als Armeechef zurück und ließ sich vom Parlament, das Militärs und die von vormaligen Offizieren dominierte Partei für Einheit, Solidarität und Entwicklung (USDP) kontrollieren, zum Präsidenten wählen.

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