Ein Netzwerk aus Clustern und Kaskaden
Kurz nach dem Potsdamer Bundesparteitag der Linkspartei Ende Juni veröffentlichte die parteinahe Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Studie über eine vorgebliche Einflussnahme »Israel-naher« Lobbygruppen auf die deutsche Nahost-Politik. Im Mittelpunkt steht dabei titelgebend »Die Kampagne gegen das UNRWA und das palästinensische Rückkehrrecht in Deutschland« seitens »Israel-naher Akteur:innen«, deren »Narrative und ihre politische Resonanz« die Studie untersuchen will.
Verfasst hat sie Alon Sahar, ein deutsch-israelischer Filmemacher und Autor, der unter anderem für den Spiegel und die Taz schreibt. Da ihm ebenso wie den Auftraggeber:innen der Stiftung wohl bewusst ist, welche Verschwörungsmythen diese Themensetzung wachruft, versuchen sie, sich von »antisemitischen Deutungsmustern« streng abzugrenzen. Sahar bezeichnet seine Studie in einem äußerst einverständig geführten Interview mit der Taz sogar als »einen Beitrag gegen antisemitische Verschwörungserzählungen«.
Anfang April hatte ausgerechnet die EU-Abgeordnete Özlem Alev Demirel von der Linkspartei in sozialen Medien von einer »Epstein-Völkermord-Koalition« um den US-Präsidenten Donald Trump schwadroniert, was ihr in der Partei aber keineswegs schadete.
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