03.09.2026
Fanatische Loyalistin

Trumps größter Fan

Donald Trumps persönlicher Assistentin wird eine unangemessene Nähe zu ihrem Chef nachgesagt.

Je stärker die Regierung von US-Präsident Donald Trump die mediale Aufmerksamkeit von seiner persönlichen Assistentin Natalie Harp weglenken will, desto größer wird sie. Auslöser war eine Äußerung des demokratischen US-Senators John Ossoff, Trump wolle »seinen Ballsaal bauen und gemeinsam mit Natalie reisen«. Ossoff spielte damit darauf an, dass Harp eine der wenigen gewesen war, die mit Trump einige Wochen zuvor in Ankara aus Sicherheitsbedenken heimlich das Flugzeug gewechselt hatten.

Mehrere aufsehenerregende Posts stammen Medienberichten zufolge von ihr, darunter ein rassistisches Video, das den ehemaligen Präsidenten Barack Obama und seine Frau Michelle als Affen zeigt.

Die 35jährige ist dem mächtigsten Mann der Welt treu ergeben und könnte großen Einfluss auf ihn haben. Neben ihrer Rolle als persönlicher Assistentin Trumps verwaltet sie unter anderem dessen Account auf seinem eigenen sozialen Medium Truth Social. Mehrere aufsehenerregende Posts stammen Medienberichten zufolge von ihr, darunter ein rassistisches Video, das den ehemaligen Präsidenten Barack Obama und seine Frau Michelle als Affen zeigt, und ein mit KI ­erstellter Post, in dem Trump als Jesus gezeigt wird.

Bekanntheit erlangte Harp erstmals 2019, als sie in einem Interview mit dem rechten Fernsehsender Fox News irrigerweise die Heilung ihrer Knochenkrebs-Erkrankung in Verbindung mit einem erst danach verabschiedeten Gesetz Trumps brachte, das experimentelle Behandlungen erlaubt: »Dank Präsident Trump kann ich mit Krebs leben.« Ab 2020 arbeitete sie als Moderatorin beim rechtspopulistischen Fernsehsender One America News Network und leugnete dort die Wahlniederlage Trumps. Am 6. Januar 2021, als An­hän­ger:in­nen Trumps deswegen gewaltsam das Kapitol in Washington, D.C., stürmten, schrieb sie auf dem Microblogging-Dienst X mehr als 150 Beiträge und rief auf: »KÄMPFT FÜR TRUMP!« Diese starke Loyalität belohnte Trump nach seinem erneuten Amtsantritt im ­Januar 2025 und berief Harp als persönliche Assistentin.

»Sie ist ständig in der Nähe«, sagte eine Quelle aus dem Weißen Haus dem britischen öffentlich-rechtlichen Sender BBC. »Buchstäblich ständig.« In ­öffentlich gewordenen Briefen schrieb sie Trump unter anderem: »Du bist alles, was mir wichtig ist«, und: »Ich will dir niemals etwas anderes als Freude bringen.«