Dem algerischen Bürgerkrieg, der in den neunziger Jahren zwischen Islamisten und Regierungskräften tobte, setzt der Schriftsteller Kamel Daoud mit seinem Roman »Huris« ein Denkmal. Die Geschichte seiner Protagonistin Aube ist kein Heldenmythos, sondern eine zarte Erzählung über die Macht der Sprache und der Erinnerung in einem Land, das diejenigen verfolgt, die über den totgeschwiegenen Krieg reden wollen.