Beiträge von Jonathan Weckerle

Thaw Zin
2021/10 Interview Im Gespräch mit dem Oppositionellen Thaw Zin über die Proteste gegen den Militärputsch in Myanmar

»Die Soldaten handeln wie Terroristen«

Die Machtübernahme der Generäle beendete am 1. Februar den Demokratisierungsprozess in Myanmar - vorläufig, denn trotz Dutzender Todesopfer gehen die Demonstrationen weiter. Zu den Aktivisten gehört Thaw Zin, Besitzer eines kleinen Restaurants und einer Beratungsagentur im Bildungsbereich.
Mustafa Qadri
2021/01 Interview Im Gespräch mit Mustafa Qadri, Menschenrechtsanwalt und -forscher, über die Folgen der Covid-19-Pandemie für Arbeitsmigranten in den Golfstaaten

»Viele Arbeiter hungerten in den Lagern«

Sie machen bis zu 90 Prozent der Bevölkerung aus, sind fast rechtlos und werden meist in Massenunterkünften untergebracht: Ausländische Arbeiter in den Golfmonarchien lebten bereits unter prekären Umstände, die Pandemie hat ihre Lage weiter verschlechtert.
 Bassem Eid
2018/08 Interview Bassem Eid, palästinensischer Menschenrechtler, über den Friedensprozess, die BDS-Bewegung und die Bedeutung der wirtschaftlichen Lage

»Lasst den Friedensprozess ruhen«

Mit der »Jungle World« sprach Bassem Eid er über die internationale Finanzierung des palästinensisch-israelischen Konfliktes, die Auswirkungen der BDS-Bewegung auf palästinensische Arbeiter und die Auseinandersetzungen über die Abschiebung afrikanischer Flüchtlinge aus Israel.
Sima Shine
2017/47 Interview Sima Shine, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim sicherheitspolitischen Institut INSS, im Gespräch über das iranische Hegemoniestreben

»Der Iran ist das echte Problem«

Die Sicherheitsexpertin Sima Shine über die Ausbreitung des iranischen Einflusses im Nahen Osten und wie dieser zurückgedrängt werden kann.
2016/49 Thema im Gespräch mit Mazen Darwish, Journalist und Menschrechtsaktivist

»Die Wahrheit in Syrien hat heute viele Gesichter«

Mazen Darwish gründete 2004 in Damaskus das regimekritische Syrian Center for Media and Freedom of Expression. Er saß dreieinhalb Jahre in einem syrischen Gefängnis, nachdem er 2012 mit weiteren Bloggerinnen und Bloggern in Damaskus festgenommen worden war. Er hatte öffentlich über die Proteste gegen das Assad-Regime berichtet sowie über Verhaftungen und Polizeigewalt während des »arabischen Frühlings«. Reporter ohne Grenzen ehrte Darwish 2012 für seinen Einsatz als Journalisten des Jahres.

2016/43 Interview Khaled Abu Toameh über die Situation in den palästinensischen Gebieten

»Das palästinensische Narrativ muss sich ändern«

Khaled Abu Toameh, geboren 1963, wuchs in Baqa ­al-Gharbiyye nahe Haifa auf. Er arbeitet seit 30 Jahren als Journalist und Dozent, produziert Dokumentar­filme für internationale Sender und schreibt unter anderem für die »Jerusalem Post« und das Gatestone Institute. Bekannt wurde er vor allem als profilierter Kritiker der palästinensischen Autonomiebehörde. Facebook sperrte 2013 nach der Veröffentlichung eines kritischen Artikels Abu Toamehs Account, dies wurde später zurückgenommen und als Fehler bezeichnet.

2016/29 Interview Im Gespräch mit Zunar, Karikaturist aus Malaysia

»Derzeit drohen mir 43 Jahre Gefängnis«

Zulkiflee Anwar Haque, Künstlername Zunar, ist ein Karikaturist aus Malaysia. Wegen regierungskritischer Äußerungen, unter anderem gegen Ministerpräsident Najib Razak, wird er immer wieder politisch verfolgt, ihm drohen hohe Haftstrafen. Auf Einladung von Reporter ohne Grenzen und der Friedrich-Naumann-Stiftung war er kürzlich für einige Veranstaltungen in Berlin.

2016/16 Thema Danilo Ballotta im Gespräch über die drogenpolitische Strategie der EU

»In Europa gab es nie einen echten War on Drugs«

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie gibt einen jährlichen Bericht über den Stand der Drogenproblematik in Europa heraus. Mit dem Politologen und Koordinator des Projektes Danilo Ballotta sprach die »Jungle World« über Legalisierung, Entkriminalisierung und das Recht auf Konsum.

2016/14 Thema Christoph Dreyer (Reporter ohne Grenzen) über Prozesse gegen Journalisten in der Türkei

»Erdogan will die Terrorismusdefinition ausweiten«

Der Prozess gegen zwei »Cumhuriyet«-Journalisten ist Teil der umfassenden Repression gegen regierungskritische Medien in der Türkei. Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die türkische Justiz auf, das Verfahren gegen die Journalisten Can Dündar und Erdem Gül einzustellen. Über die Pressefreiheit in der Türkei und die Rolle Erdoğans sprach die »Jungle World« mit dem Pressesprecher von ROG, Christoph Dreyer.