Am 22. Februar 1925, vor 100 Jahren, wurde Johannes Agnoli geboren. Sein 1967 erschienenes Buch »Die Transformation der Demokratie« gilt als eine der bedeutendsten parlamentarismuskritischen Schriften der Nachkriegszeit. »Keine Freiheit für den, der von ihr Gebrauch macht«, fasste der Publizist Sebastian Haffner 1967 Agnolis Analyse der Herrschaftstechniken gegenüber »Subversiven« in einer Rezension zusammen. Die Verfassung der Bundesrepublik interpretierte Agnoli als Klassenkompromiss, der hauptsächlich dazu gedacht war, die Massen von der Macht fernzuhalten. In seiner biographischen Miniatur »Johannes Agnoli oder Subversion als Wissenschaft«, erschienen im Berliner Dietz-Verlag, gibt Michael Hewener Einblick in Agnolis Leben und Denken. Ein Auszug.