Artikel von Monir Ghaedi

31.08.2017
dschungel Eine Frauenkooperative im iranischen Isfahan

Der Himmel von Isfahan

Die offizielle Position des iranischen Regimes ist klar: Männer stehen in der Öffentlichkeit, Frauen unter der Fuchtel und am Herd. Doch die Wirklichkeit in einem Land mit chronisch kriselnder Ökonomie und hoher Inflation ist eine andere: Viele Frauen müssen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Oft gründen sie Kooperativen – nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern vor allem weil Frauen auf dem regulären Arbeitsmarkt systematisch benachteiligt werden. Gleichwohl bieten sie den Beteiligten Freiräume, die sie ansonsten nicht genießen. Auch in Isfahan: In der kunsthandwerklichen Produktion für den großen Basar der einstigen Hauptstadt Persiens wurden von jeher Frauen beschäftigt. Mittlerweile beginnen sie, sich einen eigenständigen Marktzugang zu verschaffen.