Artikel von Tobias Obermeier

Sind im Internat zurückgeblieben (v.r.): Angus (Dominic Sessa), Paul (Paul Giamatti) und die Köchin Mary (Da’Vine Joy Randolph)
dschungel In Alexander Paynes neuem Film »The Holdovers« bleiben drei sehr unterschiedliche Menschen in einer einsamen Eliteschule zurück

Isoliert im Internat

Ein Internat in den Siebzigern, ein rebellischer Schüler, ein griesgrämiger Lehrer und eine vermittelnde Köchin – das sind die Hauptfiguren von Alexander Paynes Film »The Holdovers«, dessen Atmosphäre wohlig, aber nie schmalzig ist. Von mehr...
Mama Efe (Rita Edochie) regiert das Dorf Iyi
dschungel Der Film »Mami Wata« über ein westafrikanisches Dorf zwischen Tradition und Moderne

Phantasievolle Parabel

Im nigerianischen Film »Mami Wata« steht ein matriarchal regiertes Dorf vor einer Zerreißprobe. Lässt man die Tradition und den Glauben an Naturgötter für die Moderne sausen? Von mehr...
Als ein Schuss danebengeht, bekommt der Killer ordentliche Probleme
dschungel Im Film »The Killer« macht ein Auftragsmörder einen folgenschweren Fehler

Purer Perfektionismus

Der Plot von David Finchers »The Killer« ist banal – genau das aber macht den Film über den Rachefeldzug eines Serienmörders so interessant. Von mehr...
Zusammen, aber dennoch atomisiert. Menschenmenge in München
dschungel Das Buch »Hyperpolitik« von Anton Jäger untersucht die oberflächliche Politisierung durch soziale Medien

Ein schillernder Begriff

Der Historiker Anton Jäger versucht in seinem neuen Buch, die »Hyperpolitik« zu verstehen, nämlich die starke Politisierung junger Menschen durch soziale Medien, die aber nicht zu gesellschaftlichen Veränderungen führt. Jägers Analyse ist einleuchtend, seine Gegenvorschläge klingen allerdings wohlfeil. Von mehr...
Ellis French (Jeremy Pope) entpuppt sich als Sportskanone
dschungel Elegance Bratton erzählt von Drill und Homophobie bei den U. S. Marines, aber auch von Respekt und Zusammenhalt

Der schwarze schwule Rocky

Von der Straße ins Boot Camp der U.S. Marines: Der schwule afroamerikanische Regisseur und Autor Elegance Bratton erzählt in seinem ersten Spielfilm »The Inspection« seine persönliche Geschichte. Die handelt von Ausgrenzung, Drill und Schikane in der Grundausbildung der Ledernacken, aber auch davon, wie er sich als homosexueller Mann in der heroischen Gemeinschaft der Eliteeinheit zu behaupten lernt. Von mehr...
Szene aus »How to Blow Up a Pipeline«
dschungel Der Film »How to Blow Up a Pipeline« ist ein Thriller über Umweltaktivismus

Wenn der Film besser als das Buch ist

Das Sachbuch »How to Blow Up a Pipeline« des Klimaaktivisten Andreas Malm ist verfilmt worden – und zwar als Thriller. Während Malm wiederholt dadurch aufgefallen ist, Antisemitismus zu verharmlosen und gegen Israel zu hetzen, bleibt der Film von derlei Tiraden verschont. Von mehr...
Filmpalast in der Einöde
dschungel Esther Kinsky hat mit »Weiter Sehen« eine Hommage an das Kino geschrieben

Ohne Ausblick

Ein verfallenes Kino in einer Provinzstadt neu eröffnen – diesen Traum verfolgt die Hauptfigur ins Esther Kinskys Buch »Weiter Sehen«. Währenddessen macht sie sich auch über die theoretischen Fragen ­bezüglich des Kinoraums Gedanken. Von mehr...
Die Truppe um Sang-hyun (Song Kang-Ho, ganz rechts)
dschungel Der japanische Regisseur Hirokazu Koreeda hat seinen neuen Film »Broker« in Südkorea gedreht

Eine schrecklich ungewöhnliche Familie

In den Filmen von Hirokazu Koreeda dreht sich meist alles um die Familie – sein neuster mit dem Titel »Broker« ist keine Ausnahme. In dem Drama ist aber noch etwas darüber hinaus Thema, nämlich ungewollte Kinder und die in Südkorea immer noch tabuisierte Adoption. Von mehr...
Bret Easton Ellis
dschungel Bret Easton Ellis schreibt in seinem neuen Roman »The Shards« über sein Alter Ego

Abgestumpftheit als Prinzip

Im neuen Roman von Bret Easton Ellis, der im Los Angeles der frühen achtziger Jahre spielt, wird das Leben einiger gutsituierter Teenager von einer Mordserie überschattet. Einer von ihnen ist eine Art Alter Ego des Autors. Von mehr...
Filmszene aus Copenhagen Cowboy
dschungel Die Serie »Copenhagen Cowboy« ist eigentlich viel zu ästhetisch für Netflix

Dänische Unterwelt

»Copenhagen Cowboy«, die neue Serie des Regisseurs Nicolas Winding Refn, ist eine ästhetisch fulminante Angelegenheit, die eigentlich nur ein Nischenpublikum anspricht. Wieso also zeigt Netflix eine solche Show? Von mehr...