Beiträge von Tobias Prüwer

2014/50 dschungel Der Film »#Zeitgeist«

Menschen am Telefon

Nicht das Internet ist das Problem, sondern die Gesellschaft, die es nutzt: Jason Reitmans Film »#Zeitgeist« ist eine gelungene Satire über digitale Nähe und analoge Entfremdung.

2014/21 dschungel Kultur wird in Deutschland immer teurer

Wer soll das bezahlen?

Die Mieten steigen, die Lebensmittelpreise steigen und die Energiekosten steigen. Wenn zu Hause die Bude kalt war und der Kühlschrank leer, ging man früher in den Club oder ins Kino. Aber auch der Besuch von Theatern und Museen geht inzwischen ins Geld. Was man für die Teilnahme am Kulturleben in Städten wie Berlin, Leipzig, Hamburg, München und Köln mittlerweile bezahlen muss, finden unsere Autoren gar nicht mehr sexy. Und beim Vorzeigen des ALG-II-Bescheids für die Ermäßigung hört der Spaß dann endgültig auf.
2014/13 Thema Out ist das neue In. Jungle World-Autoren aus und über Berlin

Dickes B und nix dahinter?

Einst schallte es fröhlich aus unseren Musikboxen: »Everyone Is Moving to Berlin« und »Halleluja Berlin, alle wollen da hin«. Plötzlich sangen Kraftklub: »Auch wenn dort alle meine Freunde sind, ich will nicht nach Berlin!« Doch ach, mit diesem Lied gegen den Trend waren Kraftklub auf einmal ganz vorn beim neuesten Trend: beim Berlin doof Finden. Ist Berlin jetzt wirklich out? Oder ist Outsein schon wieder das neue Insein? Wir blicken da wirklich nicht mehr durch und haben uns daher bei Berlin-Experten umgehört.
2014/11 dschungel Ein Besuch im Deutschen Literaturinstitut Leipzig

Der Club der drögen Dichter

Für Absolventen wie Clemens Meyer und Juli Zeh wurde es gefeiert. Nun soll das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig eine Mitschuld am Erfolg braver Gegenwartsliteratur tragen. Tobias Prüwer hat sich in der Schreibschule umgesehen.

2013/35 dschungel Über den neuen Leipziger Club »Institut für Zukunft«

Rave im Kohlrabizirkus

Politik und Party im großen Stil: In einer ehemaligen Leipziger Großmarkthalle hat sich das Institut für Zukunft gegründet – als Club für elektronische Musik und Ort emanzipatorischer Politik. Das Kollektiv ist momentan noch mit Bauarbeiten beschäftigt.

2010/15 Interview Fernando Ramos Arenas erklärt im Gespräch die Bedeutung des Begriffs »Interpassivität«

»Man nimmt Filme auf, um sie nicht zu sehen«

Mehr Filmminuten auf der Festplatte als verfügbare Restlebenszeit? Egal, sagt sich der postmoderne Cinephile. Hauptsache, man hat sie alle, vom Klassiker bis zum allerspeziellsten Splatterfilm. Spielt nach der digitalen Revolution das Filme-Ansehen in der Cinephilie überhaupt noch eine Rolle? Der Medienwissenschaftler Fernando Ramos Arenas (28), der an der Univer­sität Leipzig zu Medientheorie und Medienkultur, Medienkritik und Filmtheorie forscht, sprach im Februar auf der Leipziger Tagung »Wir sind nie aktiv gewesen« über den Zusammenhang von »Interpassivität« und »Filmleidenschaft«.