„Regengebete in der Wüste“ und „Dürre als Strafe für unverschleierte Frauen“ – das iranische Regime versinkt im religiösen Wahn statt in Umweltpolitik
Ausgetrockneter Stausee
Teherans Stauseen sind leer, Millionen Menschen ohne Zugang zu Wasser. Das Regime verweigert Lösungen und gibt unverschleierten Frauen die Schuld.
Während Irans Stauseen austrocknen, Felder verdorren und Millionen Menschen in Städten wie Teheran, Maschhad, Täbris, Karadsch, Isfahan und in nationalen Minderheiten bewohnten Gebiete, Belutschistan, Kurdistan und Chuzestan kein Wasser mehr haben, flüchten die Verantwortlichen des Regimes in abergläubische Beschwörungen und religiöse Rechtfertigungen.
Mehdi Chamran, Vorsitzender des Teheraner Stadtrats, erklärte ernsthaft, der Ausweg aus der Wasserkrise liege in der „Abhaltung von Regengebeten in der Wüste“, 9.11.2025.
Mohsen Araki, Mitglied der sogenannten Expertenversammlung, ging noch weiter: Dürre und Wassermangel seien eine „göttliche Strafe für die Sünden und die Unverschleiertheit der Frauen auf den Straßen“, 9.11.2025.
Solche Aussagen sind keine harmlosen Randnotizen, sondern entlarven das ganze Ausmaß geistiger Finsternis und politischer Dekadenz eines Regimes, das seit Jahrzehnten Wissenschaft, Vernunft und Verantwortung systematisch verdrängt – und die natürlichen Lebensgrundlagen des Landes zerstört und ausplündert.
Während die Bevölkerung unter extremer Hitze, Luftverschmutzung, Trinkwassermangel und Hunger und zunehmende Umweltkrankheiten leidet, während Frauen unter Zwangsverschleierung und die Gesellschaft unter Terror, Willkür und Hinrichtungen ächzt, verordnet das Regime Gebete statt Maßnahmen und auch noch mehr Unterdrückung der Frauen.
Dieser Zynismus zeigt die absolute Entfremdung der Machthaber von der Realität – und den religiösen Wahn einer Elite, die ihren Machtanspruch und zerstörerische Umwelt- und Wassermanagementpolitik durch Aberglauben rechtfertigt.
Die Ursachen der Wasserkrise liegen nicht im Himmel, sondern im System selbst: in jahrzehntelanger Misswirtschaft, Korruption und ideologischer Terror- und vernichtungsantisemitische und Atomraketen Politik.
Anstatt die Milliarden-Einnahmen des Landes in Wasseraufbereitung, nachhaltige Landwirtschaft und Infrastruktur zu investieren, leitet das Regime sie in Kriegspropaganda und Terrorfinanzierung.
Nach jüngsten Angaben eines US-Regierungsvertreters hat das Regime allein in diesem Jahr über eine Milliarde Dollar an die Hisbollah überwiesen – und noch größere Summen an die Hamas und die Huthi. Geld, das buchstäblich aus den trockenen Brunnen Flüssen und Staudämmen Irans und dem durstigen Hals seiner Bevölkerung gepumpt wurde.
Die sogenannten „Regengebete“ sind nichts anderes als ein Symbol totaler Ratlosigkeit – das Gebet eines Regimes, das seine eigene Wüste anbetet.
Die trockenen Staudämme, die dauerhaften Wasserabschaltungen und die verlogenen Rationierungsprogramme stehen längst für mehr als eine ökologische Katastrophe: Sie sind Ausdruck einer tiefen politischen und moralischen Dürre.
Die herrschende Kaste hat Flüsse, Wälder, Böden und Luft zugrunde gerichtet – und nennt die Verwüstung Gottes Prüfung und Bestrafung der Frauen.
In Wahrheit ist sie das Ergebnis einer 47-jährigen theokratischen Terrorherrschaft, die lieber betet, als Verantwortung zu übernehmen – oder endlich zu verschwinden.
Ein System, das seine Schuld der „Sünde von Frauen und anderen“ zuschreibt, ist am Ende. Es hat nicht nur das Wasser des Landes, sondern auch schon längst seine letzte Legitimität verloren.
Siehe auch: https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2025/11/teheran-geht-das-wasser-aus