Iranische Kurden bereiten sich auf Sturz des Regimes in Teheran vor
Es ist der Teil Kurdistans, von dem man am wenigsten in den Medien hört und dabei doch der zweitgrößte: Im Iran leben geschätzt etwa zehn Millionen Kurdinnen und Kurden.
Ebenfalls seit Jahrzehnten Opfer systematischer, oft auch nationalistisch grundierter Unterdrückung ausgesetzt und in den letzten Jahren Zentrum der Proteste gegen das Mullahregime, hoffen viele nun, dass ein Ende der Diktatur nahe ist.
Vergangenes Jahr haben sich die, wie leider so typisch für kurdische Politik, untereinander zerstrittenen iranisch-kurdischen Parteien zu einem Bündnis zusammengeschlossen und bereiten sich nun auf einen möglichen Machtwechsel vor.
Denn sie unterhalten traditionell im benachbarten Irakisch-Kurdistan Stützpunkte und auch einige bewaffnete Kämpfer. Nun hoffen sie, sollten die USA den Iran wirklich massiv angreifen, schnell reagieren und Teile Iranisch-Kurdistans übernehmen zu können.Dabei schwebt ihnen vor, dort in etwa die Rolle zu übernehmen, die 1991 und 2003 die kurdischen Parteien im Irak inne hatten.
Alle kurdischen Parteien, die KDP-I gehört zu den ältesten überhaupt, treten für ein föderales System im Iran ein, in dem Kurden und andere Nationalitäten im Land weitgehende Autonomie und Selbstverwaltung erhalten sollen. Einen persisch-orientierten Zentralstaat, wie er unter dem Schah und später dem Mullahregime existierte, lehnen sie kategorisch ab.
Ben Wedemann hat einen KDP-I Stützpunkt für CNN im Nordirak besucht:
For some Kurds, the wave of protests that began late last month has raised hopes that perhaps, after 47 years of rule, the end of the Islamic Republic is in sight.
“The regime is weakening daily,” says Mustafa Hijri, the KDPI’s leader. “Its weakness provides more space for us and other freedom-loving parties to strengthen their fight against the regime.”
Hijri claims his party has more people inside Iran than any other, and was a key player supporting recent protests, particularly in the western provinces.
Nineteen-year-old Farina is one of the KDPI’s recruits. On her left shoulder, she carries a Soviet-era Dragunov sniper rifle with a new scope.
She fled Iran, she says, despairing of a life with no future.
“Even if you study you can never become anything unless you are a regime supporter,” she says. “We have no rights, especially as women. That’s why I became a peshmerga: to defend my rights as a Kurd, and as a woman.”
Her unit is made up of men and women – characteristic of many Kurdish factions in Turkey, Syria, Iraq and Iran – which make equal rights for women one of the pillars of their ideology. (….)
Generations of young Iranian Kurds have fled over these mountains and joined groups like the KDPI, hoping to change their homeland. Up here, It’s bitterly cold in winter, the conditions harsh.