Freitag, 17.07.2026 / 11:50 Uhr

Zwölf Jahre nach dem Völkermord: Keine Perspektive für Jesidinnen und Jesiden im Irak

Jesidinnen

Jesidische Flüchtlinge in Dohuk im Herbst 2014

Bild:
Thomas v. der Osten-Sacken

Auch zwölf Jahre nach dem Völkermord durch den Islamischen Staat (IS) leben noch immer große Teile der jesidischen Bevölkerung im Irak in Camps.

Gestern hat mich das Schweizer Radio länger über die Lage von Jesidinnen und Jesiden im Irak interviewt. Das kann man hier nachhören.

Leider war es mir nicht möglich, anderes als schlechte Nachrichten zu verbreiten. Bei meinem letzten Besuch in Dohuk berichteten jesidische Kolleginnen von Wadi, dass, wenn sie in den Camp arbeiten, es eigentlich nur noch zwei Gesprächsthemen gäbe: Selbstmord und der wachsende Drogenmissbrauch.

We könnte Menschen, die seit zwölf Jahren in solchen Camps leben müssen, an anderes denken? Derweil wird aus Deutschland und anderen europäischen Ländern weiter abgeschoben.