Freitag, 28.08.2026 / 22:33 Uhr

Harte Sanktionen ohne Sturz: Das Mullah-Regime unter US-ökonomischem Druck

Gastbeitrag von Kazem Moussavi
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Bild:
David K. Simmons, Usn, US National Archives (Bildquelle)

Was bewirken Sanktionen, wenn sie das Regime wirtschaftlich schwächen, aber seine politischen und wirtschaftlichen Machtzentren unangetastet lassen?

Sanktionen gegen das Regime sind durchaus berechtigt und können es wirtschaftlich schwächen. Doch solange die Iranpolitik der USA vor allem auf Verhaltensänderung und nicht auf Regimewechsel zielt, führt wirtschaftliche Isolation nicht automatisch zum Sturz des Regimes. Ohne ein demokratisches Oppositionsbündnis und ohne Unterstützung der iranischen Freiheitsbewegung im Land bleibt der Effekt begrenzt. Gleichzeitig kann die Mullah-Wirtschaft gerade aus der Isolation neue Einnahme- und Machtmöglichkeiten gewinnen.

Die undurchsichtige „Mullah-Wirtschaft"

Das Regime hat in 48 Jahren eine eigene, intern schwer durchschaubare Ökonomie aufgebaut – die „Mullah-Wirtschaft“: religiöse Fonds, Stiftungen, Kapitaltöpfe und die Aneignung von Irans Reichtum. Diese Strukturen laufen am regulären Bankensystem vorbei und sind im Iran steuerlich kaum greifbar. Dazu kommt ein weltweites Geflecht aus Tarnfirmen und Umgehungswegen im Ausland.

Im Zentrum stehen die Revolutionsgarden. Ihre wirtschaftlichen Netzwerke reichen von Energie und Bau über Transport bis hin zu Handel und Beschaffung. Sie verfügen über Devisen, Schmuggelrouten, privilegierte Importkanäle und politische Rückendeckung — gestützt durch jahrzehntelanges Appeasement des Westens.

Wenn Sanktionen die regulären Wirtschaftswege blockieren, gewinnen genau diese privilegierten Strukturen an Gewicht. Aus jeder neuen Sanktionsrunde zieht die Islamische Republik am Ende sogar noch Vorteile aus Verknappung und Isolation.

Was wollen die USA mit „Operation Economic Outcast“ tatsächlich erreichen?

Die entscheidende strategische Frage bei „Operation Economic Outcast“ lautet, woran Washington den Erfolg seiner Politik misst. Zielt sie auf eine Verhaltensänderung, mit der die Atom- und Raketenprojekte sowie die Unterstützung der Terrorkräfte in der Region unterbunden werden sollen, ist das ideologisch begründet und, wie die Erfahrung zeigt, unrealistisch: Das Regime hat solche Zugeständnisse selbst bei der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus bislang nie geliefert. Zielt sie hingegen auf einen Regimewechsel, reicht die Schwächung der Wirtschaft allein nicht aus – dann braucht es konsequente Unterstützung für die Proteste im Iran und die demokratische Opposition in der Diaspora. Damit stellt sich die Frage, welche organisierte Kraft die entstehende Krise im Land auffangen soll. Eine geschwächte Wirtschaft ist noch keine politische Alternative.

Wirtschaftlicher D-Day“ – Operation Economic Outcast

Die Verhandlungen scheiterten, die Luftschläge blieben begrenzt. Auch der Tod von Religionsführer Ali Khamenei brachte das Regime nicht zu Fall und nicht zu Zugeständnissen. Seine Strukturen wurden weiter revolutionsgardisiert, Hinrichtungen und Unterdrückung im Iran nahmen zu. Nun setzen die USA auf verschärfte, umfassende Sanktionen.

Finanzminister Scott Bessent spricht von einem „wirtschaftlichen D-Day“ gegen Teheran. Die neue Kampagne trägt den Namen „Operation Economic Outcast“; ihr Ziel ist es, das Regime durch maximale wirtschaftliche Isolation politisch in die Knie zu zwingen.

Deutschland: Die unbenannte Lücke

Am deutlichsten zeigt sich diese Frage nicht in Dubai oder Peking, sondern in Berlin. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass Deutschland 2025 Waren im Wert von 961,6 Millionen Euro in den Iran exportierte – ein Rückgang von 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  (Lebensmittelpraxis) Die Importe aus dem Iran stiegen dagegen leicht um 1,7 Prozent auf 234,5 Millionen Euro.  (Lebensmittelpraxis) Der Handel schrumpft seit Jahren, bleibt aber ein signifikanter dreistelliger Millionenbetrag: 2024 lieferte die Bundesrepublik unter anderem Maschinen und mechanische Komponenten im Wert von fast 400 Millionen Euro an den Iran.  (statista)

Die offizielle Handelsstatistik zeigt dabei nur einen Teil des Bildes. Deutschland stand in der Vergangenheit wiederholt in der Kritik, weil Teile für Schwerwasserreaktoren oder Dual-Use-Güter an das iranische Atomprogramm geliefert wurden – meist verschleiert über Drittstaaten, weshalb diese Lieferungen in der bilateralen Handelsstatistik gar nicht erst auftauchen. (statista) Seit dem Snap-back der UN-Nuklearsanktionen im September 2025 ist der Export von Dual-Use-Gütern in den Iran zwar formal verboten. Doch genau diese Konstruktion – legales Verbot, historisch dokumentierte Umgehung über Drittländer – zeigt, wie wenig Handelsbilanzen allein über die tatsächliche wirtschaftliche Verflechtung aussagen.

In den veröffentlichten Sanktionslisten und Erklärungen zu „Operation Economic Outcast" taucht Deutschland trotzdem nicht auf. Die USA benennen explizit Firmen und Netzwerke in der Schweiz, Frankreich, Griechenland und Großbritannien – Berlin bleibt unerwähnt. Diese Lücke ist kein Randdetail. Wenn ein Sanktionsregime, das sich selbst als lückenlos und global inszeniert, einen der wirtschaftlich bedeutendsten Iran-Partner in Kontinentaleuropa ausspart, drängt sich die Frage auf, ob politische Rücksichtnahme gegenüber Berlin schwerer wiegt als die eigene Logik der Kampagne. Eine Sanktionsstrategie, die selektiv bleibt, wo sie universell sein müsste, verliert an Glaubwürdigkeit – und öffnet genau jene Umgehungsräume, die sie zu schließen vorgibt.

Die offizielle Begründung: Atomprogramm, Cyberangriffe, Ölschmuggel

Die US-Regierung bündelt mehrere Gründe. Teheran setze sein Atom- und Raketenprogramm trotz internationaler Bemühungen fort und baue es aus. Iranische Einheiten führten Cyberoperationen gegen US-Infrastruktur und andere Ziele durch. Das Regime nutze systematisch Ölschmuggel und Umgehungsnetzwerke, um Sanktionen zu unterlaufen und Devisen für sich – vor allem für die Revolutionsgarden – zu generieren. Da diplomatische Fortschritte ausblieben, sollen Sanktionen nun erzwingen, was militärisch und diplomatisch nicht gelang.

Bessents Formulierung ist programmatisch: Jede wirtschaftliche Lebensader, die dieses tyrannische Regime am Leben halte, müsse durchtrennt werden, bis Teheran allein dastehe: „Every economic lifeline that sustains this tyrannical regime“ müsse durchtrennt werden, bis „Tehran stands alone“.

Das Instrumentarium: Primärsanktionen, Sekundärsanktionen, Lizenzentzüge

Die neuen Maßnahmen kombinieren klassische Primärsanktionen gegen iranische Akteure mit deutlich ausgeweiteten Sekundärsanktionen gegen Drittstaaten und Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen.

Das US-Finanzministerium hat fast 60 Einzelpersonen, Unternehmen und Schiffe auf die SDN-Liste gesetzt – Vermögen wird eingefroren, Transaktionen im US-System sind verboten. Betroffen sind Netzwerke der Nuklear- und Raketenbeschaffung mit Verbindungen zum iranischen Verteidigungsministerium, Cyber-Einheiten, die laut Washington Angriffe auf US-Infrastruktur durchführen, sowie Akteure im Ölhandel, in der Schifffahrt und im Finanzsektor, die Einnahmen an die Revolutionsgarden und andere Regimestrukturen leiten.

Parallel definiert Washington fünf Schwerpunkte für Sekundärsanktionen: digitale Vermögenswerte; Technologie, insbesondere dual-use-Güter mit Bezug zum Waffen- und Atomprogramm; Gold als Devisen- und Wertaufbewahrungsmittel; Luftfahrt, einschließlich Flugzeugen und Wartungsnetzwerken; sowie Schifffahrt, mit der sogenannten Schattenflotte aus Öltankern, Maklern, Bunker-Dienstleistern und Versicherern.

Mehrere bisherige Ausnahmegenehmigungen entfallen, darunter bestimmte Überweisungen in den Iran sowie Genehmigungen für kulturellen und akademischen Austausch. Bestehende Aktivitäten müssen bis Anfang September 2026 abgewickelt sein. Zudem kündigten die USA an, anderen Ländern Fristen zu setzen, ihre Wirtschaftsaktivitäten mit dem Iran zu beenden – bei Nichtbefolgung droht vor allem der Verlust des Zugangs zum US-Finanzsystem.

Die Logik der Sekundärsanktionen: Compliance als Waffe

Die Wirkung entfaltet sich weniger über direkte Verbote als über die Angst vor Sekundärsanktionen. Selbst ein Geschäft, das nach lokalem Recht angeblich legal erklärt wird, riskiert den Zugang zum US-Dollar-System, sobald Banken oder Unternehmen mit sanktionierten iranischen Netzwerken verflochten sind. Wer Handel mit dem Iran treibe, werde die „Wucht der amerikanischen Macht" zu spüren bekommen, so Bessent.

Washington muss jetzt nicht mehr jedes Geschäft mit dem Iran selbst verhindern. Es genügt, Banken, Versicherer, Reedereien und Unternehmen aus eigenem wirtschaftlichem Interesse zur Meidung solcher Geschäfte zu bewegen. Drittstaatliche Unternehmen fragen und begründen nicht mehr nur, was ihr nationales Recht erlaubt, sondern kalkulieren, ob ein Iran-Geschäft ihren Zugang zum amerikanischen Finanzsystem gefährdet. Die USA exportieren damit ihre Sanktionspolitik in die Entscheidungen privater Unternehmen und fremder Regierungen. Deren eigene außenpolitische Haltung spielt dabei keine Rolle mehr. Dies ist eigentlich der wichtigste Aspekt des neuen Sanktionsregimes.

Die regionalen Drehscheiben: VAE, Irak, Golfstaaten, Türkei, Pakistan

Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den wichtigsten Drehscheiben für iranischen Ölhandel, Finanztransaktionen und Re-Exporte. Die USA nennen explizit ein Netzwerk aus Firmen und Schiffen in den VAE, das iranisches Rohöl transportiert und Einnahmen kanalisiert. Mehrere neue Sanktionen treffen dort Personen und Unternehmen, die als Makler, Bunker-Dienstleister oder Finanzintermediäre fungieren. Zu erwarten sind eine stärkere Zurückhaltung von Banken und Handelsfirmen in Dubai und anderen Emiraten, ein Rückgang direkter und indirekter Ölgeschäfte mit dem Iran sowie mögliche diplomatische Spannungen zwischen Washington und Abu Dhabi, sollten die VAE als Hauptumgehungsort wahrgenommen werden.

Der Irak ist traditionell stark mit dem Iran verflochten, insbesondere bei Strom, Gas und Güterhandel. Die verschärften Sanktionen und die Ausweitung auf Finanzkanäle erschweren den formellen Handel weiter; informelle und grenznahe Geschäfte bleiben wahrscheinlich, aber auf niedrigerem Niveau und mit höheren Risikoaufschlägen.

In den übrigen Golfstaaten werden Banken und Reedereien vorsichtiger agieren; einige dürften iranische Konten schließen oder Transaktionen streng prüfen.

Türkei und Pakistan haben historisch eine ambivalente Haltung zu US-Sanktionen. Die neue Drohung mit Sekundärsanktionen erhöht jedoch den Druck, besonders im Finanz- und Energiesektor. Langfristig dürfte dies den Iran im regionalen Handel weiter marginalisieren – auch wenn die politische Rhetorik anders klingt.

Die regionalen Umgehungswege sind damit kein Randproblem der Sanktionspolitik. Sie entscheiden darüber, wie viel von der wirtschaftlichen Isolation tatsächlich im Iran ankommt. Je schwieriger der direkte Handel wird, desto stärker verlagert er sich auf Zwischenhändler, undurchsichtige Eigentumsstrukturen, alternative Zahlungswege und informelle Netzwerke. Diese Geschäfte verschwinden nicht – sie werden teurer, riskanter und profitabler für jene, die über die nötigen Verbindungen verfügen.

China: Preissteigerung der Iran-Politik, kein Stopp

China ist der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls und ein zentraler Partner für Technologie- und Finanzfragen.

Die neuen Sanktionen zielen explizit auf chinesische Firmen, die dual-use-Technologie für iranische Nuklear- und Raketeneinrichtungen liefern, sowie auf sogenannte Teapot-Raffinerien, die iranisches Öl kaufen. Auch Schiffe und Netzwerke in Hongkong und China werden benannt – als Teil der Schattenflotte und der Finanzlogistik, über die iranisches Öl transportiert und Einnahmen kanalisiert werden.

Kurzfristig könnten manche chinesische Akteure Geschäfte reduzieren oder verschleiern, um US-Sekundärsanktionen zu vermeiden, besonders wenn sie selbst US-Marktzugang haben. Mittel- bis langfristig dürfte der Handel eher über komplexere, kostspieligere Umwege laufen – etwa Umladungen, Scheinfirmen und eine vermehrte Nutzung von Renminbi statt Dollar.

Eine vollständige Abkehr Chinas vom Iran ist dennoch unwahrscheinlich, solange geopolitische Interessen wie Energieversorgung und Einfluss im Nahen Osten bestehen – ebenso wie Teherans enge Beziehungen zu Russland und Nordkorea, die China strategisch nützen.

China ist deshalb der wichtigste Test für die amerikanische Strategie. Peking kann den Iran nicht vollständig vor den Folgen der Sanktionen schützen, aber verhindern, dass aus wirtschaftlichem Druck eine vollständige Isolation wird. Je stärker chinesische Abnehmer, Raffinerien, Banken und Handelsnetzwerke bereit sind, höhere Risiken und Kosten zu akzeptieren, desto größer wird die Lücke zwischen amerikanischem Sanktionsanspruch und tatsächlicher Wirkung.

Russland: Vertiefung der Sanktions-Ökonomie

Russland und der Iran haben ihre wirtschaftliche und militärische Kooperation in den letzten Jahren vertieft, insbesondere bei Drohnen, Raketentechnik und dem Bau des Kernkraftwerks Buschehr. Das Regime liefert Kampfdrohnen und Raketentechnik für Russlands Krieg gegen die Ukraine und erhält im Gegenzug Militär- und Rüstungstechnologie sowie wirtschaftliche Unterstützung. Diese Kooperation macht den Iran zu einem aktiven Kriegspartner Russlands – nicht bloß zu einem Nutznießer seiner Umgehungsstrukturen.

Genau an dieser Kooperation setzen die neuen Sanktionen an: Sie treffen auch Netzwerke, die den Iran bei der Beschaffung von Technologie für Raketen- und Atomprogramme unterstützen – hier gibt es direkte Überschneidungen mit russischen Lieferketten. Da Russland selbst stark sanktioniert ist, bleibt die direkte Gefahr zusätzlicher US-Sekundärsanktionen für viele russische Akteure begrenzt – sie haben ohnehin kaum Zugang zum US-Finanzsystem.

Zu erwarten ist eine weitere Vertiefung der bilateralen Umgehungsstrukturen, etwa über russische Banken, Firmen, Schifffahrt und Versicherungen. Der Iran könnte dabei noch stärker zum Junior-Partner einer von Russland und China dominierten Anti-Sanktions-Architektur werden – mit entsprechenden Abhängigkeiten.

Europa: Compliance-Vorsicht und politische Ambivalenz

Die USA nennen explizit Unternehmen und Netzwerke in europäischen Ländern – darunter Schweiz, Frankreich, Griechenland und Großbritannien – als Teil der Logistik- und Finanznetzwerke für iranisches Öl und Technologie. Deutschland fehlt in dieser Aufzählung, wie eingangs erwähnt. Eine französische Speiseöl-Raffinerie wurde in den Kontext der neuen Maßnahmen gestellt. Europäische Banken und Unternehmen werden ihre Compliance verschärfen; viele dürften iranische Geschäfte ganz meiden, um US-Sekundärsanktionen zu vermeiden. Zusätzlich schränkt die Aussetzung von Ausnahmegenehmigungen für akademischen Austausch und Überweisungen humanitäre und zivilgesellschaftliche Kanäle weiter ein – mit Folgen auch für europäische Universitäten und NGOs.

Für Europa entsteht damit ein eigenes Dilemma. Politisch beansprucht man eine eigenständige Iran-Politik, oft mit dem Argument, dies diene der Stabilität in der Region. Wirtschaftlich sitzt Europa im US-Finanzsystem fest und kann sich dessen Risiken nicht entziehen. Washingtons Sekundärsanktionen entscheiden am Ende mehr über europäisches Iran-Geschäft als jede Position aus Brüssel oder Berlin.

Gesamteinschätzung: Isolation als Strategie, Abhängigkeit als Ergebnis

Die neuen US-Sanktionen sind keine Überraschung, sondern eine massive Verschärfung des Bekannten. Sie zielen auf die Knotenpunkte, über die das Regime Öl verkauft, Technologie beschafft und Geld bewegt. Isoliert wird der Iran dadurch nicht. Er rückt näher an China und Russland heran, während der Rest der Welt sich zurückzieht. Öleinnahmen sinken, Kosten steigen, der Druck im Inneren wächst. Genau das will Washington.

Die iranische Gesellschaft: Wer trägt die Kosten der Isolation?

Internationale Finanz- und Handelsströme schwächen das Regime. Sofort macht es daraus einen amerikanischen „Wirtschaftskrieg". Proteste der Bevölkerung werden zu ausländischer Einmischung erklärt – so verschwinden die eigene Korruption und der Terror im Innern wie nach außen.

Wer Zugang zu staatlichen Devisen hat, zu Importkanälen, zu Schattenmärkten, kommt durch. Der Rest trägt die Willkür, die Gefängnisse, die Hinrichtungen. Der Rest zahlt mit Inflation, einem wertlosen Rial, teuren Importen, Arbeitslosigkeit, leeren Regalen.

Jetzt treffen die Sanktionen auch Überweisungen, kulturelle und akademische Kontakte. Für viele iranische Studierende war genau das der einzige Weg, dem Zugriff der Mullahs zu entkommen und in den Westen zu fliehen.

Im Zentrum müssen Sanktionen gegen Hinrichtungen und die Menschenrechtsverbrechen dieses Terrorsystems stehen. Die USA und der Westen müssen die Jin, Jiyan, Azadî-Bewegung im Land ausdrücklich und konsequent unterstützen – ebenso wie die demokratische, nicht autoritäre Opposition in der Diaspora. Das Ziel muss der Regimewechsel im Iran sein.



 

Quellen

U.S. Department of the Treasury: Treasury Launches Unprecedented Campaign Against Iranian Regime on Economic D-Day

https://home.treasury.gov/news/press-releases/sb0613 

The White House: Operation Economic Outcast: Total Isolation of the Iranian Regime

https://www.whitehouse.gov/releases/2026/08/operation-economic-outcast-total-isolation-of-the-iranian-regime/

OFAC Press Releases

https://ofac.treasury.gov/press-releases

Für den Deutschland-Abschnitt

Statistisches Bundesamt: Außenhandel

https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/_inhalt.html

GENESIS-Online, Statistisches Bundesamt

https://www-genesis.destatis.de/genesis/online