Freitag, 04.09.2026 / 22:48 Uhr

Hinter jeder Zahl steht ein Mensch: Das Massaker von 1988 und die Gewalt des Mullah-Regimes bis heute

Gastbeitrag von Kazem Moussavi
1988

Erinnerung an Opfer des Massakers von 1988

Bild:
1988 Massacre (Bildquelle)

In diesen Tagen gedenken die Familien der Opfer im Iran und politische Kräfte im Exil des 38. Jahrestages des Massakers an politischen Gefangenen im Sommer 1988. Das Gedenken fällt 2026 auf den siebten Monat nach der blutigen Niederschlagung der Proteste auf den Straßen des Iran im Januar 2026. Beide Ereignisse sind schwere Menschenrechtsverbrechen und Ausdruck derselben staatlichen Gewalt: Die Islamische Republik begegnet dem Freiheitswillen der Gesellschaft mit Repression, Gefängnis und Hinrichtungen.

In Großstädten auf der ganzen Welt, auch in Deutschland, fanden Versammlungen und Gedenkveranstaltungen statt. Internationale Organisationen und Menschenrechtsaktivist:innen forderten dort ein Ende der Straflosigkeit der Verantwortlichen für das Massaker von 1988 und einen sofortigen Stopp der aktuellen Hinrichtungswelle im Iran.

Die Erfahrungen von 1988 und 2026

Die Verbrechen des Massenmords an politischen Gefangenen im Sommer 1988 und die Ermordung tausender Demonstrant:innen sowie die Hinrichtung Inhaftierter im Jahr 2026 sind historisch und juristisch nicht identisch. Sie zeigen jedoch die Kontinuität staatlicher Gewalt, politischer Kriminalisierung und Straflosigkeit im Iran. 2026 richtet sich die Gewalt gegen eine neue Generation, die für dieselben politischen Grundwerte auf die Straße geht: Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung.

Das Regime beseitigte 1988 nicht nur Gefangene – es beseitigte politische Erfahrung. Mit ihnen wurden politische Netzwerke, Erfahrungen und eine Generation zerstört, die beim Aufbau einer demokratischen Zukunft eine entscheidende Rolle hätte spielen können. Dieser politische Verlust wirkt bis heute nach, durch das Fehlen eines starken organisierten demokratischen Oppositionsbündnisses.

Die Straflosigkeit der Täter machte den Bruch von 1988 nicht zu einem abgeschlossenen Kapitel. Sie signalisierte dem Regime, dass politische Morde und Hinrichtungen ohne ernsthafte Konsequenzen bleiben können. Die verantwortlichen Mörder von 1988 wurden im Mullah-System befördert und belohnt.

Genau darin liegt die Verbindung zu 2026. Die Todesurteile und Hinrichtungen zeigen, dass die politische Kultur der Straflosigkeit fortbesteht. Eine neue Generation wird mit derselben Logik zum politischen Feind erklärt und mit Gefängnis, Folter und Tod bekämpft. Heute sitzen erneut unzählige Menschen wegen ihres Widerstands in Todestrakten.

Massenhinrichtungen von 1988

Diese heimlichen Hinrichtungen im Sommer 1988 gingen mit weiteren Praktiken einher: der Bestattung der Hingerichteten in Massengräbern, dem Verschwindenlassen von Dokumenten und der späteren Zerstörung entdeckter Gräber. Leichen wurden nicht übergeben – Familien erfuhren oft nicht einmal, dass ihre Angehörigen tot waren. Das Regime wollte nicht nur die Menschen töten, sondern auch ihre Namen, ihre Gräber und ihre politische Geschichte aus dem öffentlichen Gedächtnis löschen.

Zu den bislang entdeckten Gräbern zählen Khavaran und Behesht-e Zahra in Teheran sowie einige vom Regime bezeichnete sogenannte „Lanatabad"-Friedhöfe in kurdischen Gebieten. Der Begriff „Lanat" bedeutet im islamischen Kontext Verfluchung, Verdammnis oder den Ausschluss von Gottes Barmherzigkeit.

Den Angehörigen ist es untersagt, diese Gräber zu besuchen oder Gedenkfeiern abzuhalten; wer nach seinen Angehörigen fragte oder an die Opfer erinnerte, geriet selbst ins Visier des Staates. Das ist dem Regime dennoch nicht gelungen: Der Friedhof Khavaran bei Teheran wurde zum Symbol des Kampfes um Erinnerung und Wahrheit.

Am Freitag, dem 18. September 2026, gingen Angehörige der Opfer des Massakers von 1988 zum Friedhof Khavaran, um ihrer Angehörigen zu gedenken. Wie schon in den Vorjahren riegelten Sicherheitskräfte und Polizisten den Friedhof ab und hinderten die Familien daran, die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen. Hinter den verschlossenen Toren stellten sie Bilder der Ermordeten auf, legten Blumen nieder und hielten ihr Andenken mit Gesängen wach. Selbst 38 Jahre nach dem Massaker versucht das Regime weiterhin, den Angehörigen das Recht auf Trauer und Erinnerung zu nehmen.

Von der ersten Hinrichtungswelle in iranischem Kurdistan zum Massenmord von 1988

Die Massenhinrichtungen in Kurdistan ab 1979 waren die Blaupause für das Massaker an politischen Gefangenen im Sommer 1988. Dieser Massenmord war vom Regime längst geplant; das Eindringen der Mudjahedin im Juli 1988 aus den Grenzgebieten Iraks in den Iran diente das Regime nur als Vorwand. In seiner Fatwa befahl Khomeini schließlich die sofortige Vernichtung aller Feinde des Islams und die Exekution der unnachgiebigen Gefangenen. Er erklärte sie zu „Kriegstreibern gegen Gott" und verbot jedes Mitleid mit den Ungläubigen. Damit griff die Staatsmacht auf genau jene brutale Strategie zurück, die sie Jahre zuvor in den kurdischen Gebieten gegen ihren Wunsch nach Autonomie und Demokratie erprobt hatte.

Ein Todesurteil gegen eine Generation

Im Sommer 1988 ließ die Islamische Republik Iran Tausende politische Gefangene innerhalb weniger Wochen und im Eilverfahren in ihren Gefängnissen systematisch hinrichten. Die genaue Zahl der Opfer ist bis heute nicht bekannt. 

Menschenrechtsorganisationen gehen von mindestens 5.000 Toten aus; iranische Oppositionsquellen nennen teilweise bis zu 30.000 Opfer. Die genaue Zahl bleibt wegen systematischer Geheimhaltung und Vernichtung von Dokumenten bis heute ungeklärt. Die Hingerichteten wurden nicht wegen neuer Straftaten in regulären Verfahren verurteilt. Viele waren seit Jahren inhaftiert, einige hatten ihre Haftstrafe nahezu verbüßt oder warteten auf ihre Entlassung. 

Die erste Hinrichtungswelle richtete sich vor allem gegen Anhänger:innen der Volksmudjahedin. Danach wurden linke politische Gefangene zum Ziel. Für viele genügte die Weigerung, ihre politische Überzeugung zu widerrufen. Andere wurden wegen ihrer religiösen Haltung zum Tode verurteilt.

Keine Gerichte, sondern Todeskommissionen

Der Justizapparat wurde zum Instrument des politischen Mordes. In den Gefängnissen wurden nach Anordnung von Khomeini Todeskommissionen eingesetzt. Sie stellten den Gefangenen wenige Fragen über ihre politische Zugehörigkeit und Loyalität zur Organisation, ihre Bereitschaft zur »Reue« und bei linken Gefangenen über ihre religiöse Haltung. Aus diesen kurzen Verhören wurden Todesurteile erlassen. Die Gefangenen hatten keine unabhängige Verteidigung, keine Beweisaufnahme und keine Möglichkeit, gegen die Entscheidungen Rechtsmittel einzulegen. Über Leben und Tod wurde in wenigen Minuten entschieden.

Zum Teheraner Todeskomitee gehörten der bereits verstorbene Richter Hossein-Ali Nayyeri und der Teheraner Revolutionsstaatsanwalt Morteza Eshraqi, dessen Stellvertreter Ebrahim Raisi sowie Mostafa Pour-Mohammadi, der Vertreter des Geheimdienstministeriums im Evin-Gefängnis. Die Zusammensetzung und das Vorgehen des Komitees wurden später unter anderem durch einen Tonmitschnitt deren Gesprächs mit dem damaligen designierten Nachfolger Khomeinis, Ayatollah Hossein-Ali Montazeri, bekannt. Montazeri verurteilte die Hinrichtungen und warnte die Verantwortlichen, dass ihre Namen wegen dieses Verbrechens in die Geschichte eingehen würden.

Die Täter machten Karriere    

Die Geschichte des Massakers ist eine Geschichte der Straflosigkeit. Da dasselbe Regime an der Macht blieb, wurden die Mitglieder des Teheraner Todeskomitees nie zur Rechenschaft gezogen. Sie machten Karriere und wurden Teil der Staatsführung.

Hossein-Ali Nayyeri wurde stellvertretender Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs und später Leiter des Disziplinargerichts für Richter. Morteza Eshraqi setzte seine Karriere im Justizapparat fort. Mostafa Pour-Mohammadi wurde Innenminister und später Justizminister. Ebrahim Raisi wurde Generalstaatsanwalt von Teheran, stellvertretender Leiter der Justiz, Justizchef und schließlich 2021 Präsident der Islamischen Republik. Viele sahen in ihm einen potenziellen Nachfolger Khameneis als Oberster Führer – bis er am 19. Mai 2024 bei einem Hubschrauberabsturz in der Provinz Ost-Aserbaidschan im Nordwesten Irans starb.

Ausbleibende internationale Verfolgung

Westliche Regierungen hielten ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Mullah-Regime aufrecht und behandelten dessen Vertreter als normale staatliche Gesprächspartner. Die Täter konnten daraus die Gewissheit gewinnen, dass politische Morde und Hinrichtungen für sie außerhalb Irans keine ernsthaften Konsequenzen haben würden.

Dies bestärkte das Regime: Die Täter blieben ungestraft, ihre Menschenrechtsverletzungen wurden intensiviert – international folgten keine Konsequenzen.

Der Verlust einer politischen Generation

Viele der Ermordeten hatten bereits vor und nach der Revolution von 1979 politische Organisationen aufgebaut und Oppositionserfahrung gesammelt; manche hatten bereits jahrelange Haft in den Gefängnissen des Schah-Regimes überstanden. Diese Erfahrung wäre beim Aufbau demokratischer und säkularer Oppositionsstrukturen von unschätzbarem Wert gewesen. Mit jedem hingerichteten politischen Gefangenen verlor der Widerstand einen Menschen, der später eine unermessliche Rolle im Kampf für Freiheit hätte spielen können. So zerschlug das Massaker nicht nur Netzwerke, sondern riss eine ganze Generation aus der politischen Kontinuität des Landes – jener Strukturen, die dem Iran bis heute fehlen.

Hamid Nouri: Das Verbrechen vor einem schwedischen Gericht

Jahrzehntelang erhofften die Verantwortlichen, dass das Massaker wegen der Appeasementpolitik auch außerhalb Irans geheim und straflos bleiben würde. Das änderte sich mit dem Verfahren gegen Hamid Nouri in Schweden. Nouri war 1988 unter dem Decknamen Hamid Abbasi als Funktionär im Gohardasht-Gefängnis bei Karaj tätig. Während einer Reise nach Schweden wurde er inhaftiert. Das Stockholmer Bezirksgericht verurteilte ihn 2022 zu lebenslanger Haft. Das Gericht stellte seine Beteiligung an den Hinrichtungen politischer Gefangener fest und wertete die Taten als Mord und schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht.

2023 bestätigte das Berufungsgericht Svea hovrätt das Urteil in wesentlichen Teilen. Damit wurde die Beteiligung eines iranischen Gefängnisfunktionärs an den Hinrichtungen von 1988 von einem westlichen, unabhängigen Gericht strafrechtlich festgestellt. Nouri wurde 2024 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zwischen Schweden und dem Mullah-System freigelassen. 

Der Widerspruch bleibt: Während ein Gefängnisfunktionär in Schweden verurteilt wurde, blieben die Hauptverantwortlichen in Teheran ungestraft und werden im Rahmen von Geiseldiplomatie weiterhin als staatliche Gesprächspartner behandelt.

Zeitleiste der Repression

Zwischen 1988 und 2026 liegen keine Jahre ohne staatliche Repression.

Zuvor gab es die Großdemonstration der Frauen am internationalen Frauentag, dem 8. März 1979, und den Protest am 20. Juni 1981.

1999 protestierten Student:innen gegen die Schließung der Zeitung Salam. Sicherheitskräfte und regimetreue Schläger griffen das Studentenwohnheim in Teheran an. Studenten wurden getötet und Hunderte festgenommen.

2009 gingen Millionen gegen die umstrittene Präsidentschaftswahl und den vermuteten Wahlbetrug auf die Straße. Neda Agha-Soltan wurde erschossen. Die Bilder ihres Todes gingen um die Welt. Die Antwort des Staates waren Massenverhaftungen, Folter, Schauprozesse und erzwungene Geständnisse.

2019 löste die Erhöhung der Benzinpreise landesweite Proteste aus. Sicherheitskräfte schossen auf Demonstrierende. Amnesty International dokumentierte Hunderte Tote; Reuters berichtete später unter Berufung auf Quellen im iranischen Innenministerium von rund 1.500 Getöteten. Das Internet wurde nahezu vollständig abgeschaltet.

2022 fand die staatliche Ermordung der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini nach ihrer Festnahme wegen des Vorwurfs eines Verstoßes gegen die Kopftuchpflicht durch die Sittenpolizei statt. »Frau, Leben, Freiheit« wurde zum Ruf einer neuen Generation. Die Antwort waren Erschießungen, Massenverhaftungen, Folter und Todesurteile. Unter anderem wurden Mohsen Shekari und Majidreza Rahnavard im Dezember 2022 als erste bekannte Demonstrierende der Jina-Bewegung hingerichtet.

2026: Vom Gefängnis auf die Straße – und zurück ins Gefängnis

Was 1988 in den Gefängnissen begann, zeigte sich im Januar 2026 zunächst auf den Straßen. Am 8. und 9. Januar 2026 ging die Islamische Republik in Teheran und zahlreichen anderen Städten mit tödlicher Gewalt gegen die friedlichen Protestierenden vor. Das Regime kappte das Internet. Im Iran wurden die Demonstranten unter der Informationsblockade und Zensur durch Revolutionsgarde, Sicherheitskräfte und Basij-Milizen gezielt in Kopf und Augen geschossen. Tausende Menschen wurden getötet oder verletzt, Zehntausende festgenommen. Unter den berichteten Opfern soll sich auch ein zweijähriges Kind namens „Bahar“ in der Stadt Neishapour befinden.

Wegen der Internetsperren, der staatlichen Informationskontrolle und der fehlenden unabhängigen Untersuchung kann die reale Zahl derzeit nicht zuverlässig festgestellt werden. Menschenrechtsorganisationen dokumentierten Tausende Tote - Schätzungen reichen von mehreren Tausend bis zu 30.000 Toten.

Die Gewalt endete nicht auf der Straße. Auf die Erschießungen folgten Massenverhaftungen, Folter, erzwungene Geständnisse und Todesurteile. Die Anklagepunkte haben sich kaum verändert: „Kriegsführung gegen Gott“ (Moharebeh), „Spionage für Israel und feindliche Staaten“, „Versammlung und Absprache zur Störung der öffentlichen Ordnung“, „Propaganda gegen das System“. 

Dieselben Revolutionsgerichte, dieselben Paragraphen, dieselbe Logik der politischen Kriminalisierung – nur zusätzlich während des Iran-Krieges zwischen den USA, Israel und dem Mullah-System 2025 und 2026 der Vorwurf der Zusammenarbeit mit dem ‚zionistischen Regime' – Israel und den USA – stärker als Verhaftungsgrund und Grundlage für Todesurteile eingesetzt.

Isfahan: Die Todesurteile von 2026

Wie weit diese Repression reicht, zeigt besonders Isfahan, die seit dem 27. Oktober 2000 deutsche Partnerstadt von Freiburg ist. Dort haben die Freiburger Verantwortlichen ihre Augen und Ohren gegenüber den Hinrichtungen in Isfahan verschlossen. 

Iran Human Rights berichtet von mehr als 70 Menschen in Isfahan, die im Zusammenhang mit den Januarprotesten zum Tode verurteilt worden seien. 26 von ihnen sollen bereits in Einzelhaft beziehungsweise in Haftbereiche zur Vorbereitung der Hinrichtung verlegt worden sein. 

Im sogenannten Shohada-Platz-Prozess hat die erste Abteilung des Isfahaner Revolutionsgerichts gegen 16 Angeklagte, die im Zusammenhang mit den Protesten seit Ende Dezember 2025 festgenommen worden waren, erste Urteile ausgesprochen. Zehn wurden zum Tode verurteilt: Taraneh Rahimi, Navid Elyasi, Mehrdad Boeri, Abolfazl Dadgostar, Armin Gholami, Mehdi Mansouri, Ahmadreza Saeedi, Mohammadmehdi Asadi, Parsa Jafari und Mehdi Jafari. Die übrigen sechs Angeklagten erhielten Haftstrafen von fünf bis 25 Jahren.

Daneben steht der Alikhani-Platz-Fall. Dort wurden mehrere Angeklagte wegen ihrer Beteiligung an den Januarprotesten zum Tode verurteilt. Amirhossein Safari und Abolfazl Sepahi Badjani wurden am 28. Juli öffentlich in Isfahan hingerichtet. Ghaem Hosseini wurde am 20. August im Gefängnis Dastgerd ebenfalls hingerichtet. Damit stieg die Zahl der in diesem Fall Hingerichteten auf fünf.

Menschenrechtsorganisationen und UN-Expert:innen verurteilten die Verfahren als unfair; sie beruhten auf unter Folter erzwungenen Geständnissen und verletzten internationale Justizstandards.

Gedenken und Rechenschaft

Doch Menschenrechte sind keine Statistik. Hinter jedem Opfer stehen ein Name, eine Familie, Freundschaftskreise und ein ausgelöschtes Leben. Das Massaker von 1988 nahm dem iranischen Widerstand eine ganze Generation.

Die Namen der Opfer von 1988 dürfen nicht vergessen werden. Die Gefangenen von heute dürfen nicht zu den Vergessenen von morgen werden. Die Verbrechen müssen dokumentiert und ihre Verantwortlichen vor einem internationalen Gericht zur Rechenschaft gezogen werden.

Hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Hinter jedem Namen steht ein Leben.

 

Quellen:

1988 – Massaker, Todeskommissionen, Fatwa

[1] Iran Human Rights Documentation Center: Deadly Fatwa: Iran’s 1988 Prison Massacre http://iranhrdc.org/deadly-fatwa-irans-1988-prison-massacre/

[2] Iran Human Rights Documentation Center: Deadly Fatwa: Iran’s 1988 Prison Massacre – vollständiger Bericht als PDF https://iranhrdc.org/wp-content/uploads/reports_en/Deadly_Fatwa___Iran_s_1988_Prison_Massacre_868709741.pdf

[3] Abdorrahman Boroumand Center: Geoffrey Robertson, The Massacre of Political Prisoners in Iran, 1988 – Report of an Inquiry https://www.iranrights.org/library/document/4535

[4] Amnesty International: Report on Human Rights Violations in Iran, 1987 to 1990 https://www.iranrights.org/library/document/349

1979 – Hinrichtungen in Kurdistan

[5] Iran Human Rights Documentation Center: Haunted Memories: The Islamic Republic’s Executions of Kurds in 1979 https://iranhrdc.org/wp-content/uploads/reports_en/Haunted_Memories_266599093.pdf

Hamid Nouri – strafrechtliche Aufarbeitung

[6] Abdorrahman Boroumand Center: Indictment of Hamid Nouri https://www.iranrights.org/library/document/3902

[7] Amnesty International: Iran/Sweden: Staggering blow to justice for 1988 prison massacres in Iran https://www.amnesty.org/en/documents/mde13/8181/2024/en/

2009 – Neda Agha-Soltan

[8] Amnesty International: Iran: Neda’s killer must be brought to justice https://www.amnesty.org/en/latest/press-release/2010/06/iran-nedae28099s-killer-must-be-brought-justice/

2019 – Proteste

[9] Reuters: Special Report: Iran’s leader ordered crackdown on unrest – ‘Do whatever it takes to end it’ – 23. Dezember 2019 https://www.reuters.com/article/world/special-report-irans-leader-ordered-crackdown-on-unrest-do-whatever-it-take-idUSKBN1YR0QO/

2026 – Januarproteste, Repression und Todesurteile

[10] Amnesty International: What happened at the protests in Iran? – 26. Januar 2026 https://www.amnesty.org/en/latest/campaigns/2026/01/what-happened-at-the-protests-in-iran/

[11] Amnesty International: Iran: Lack of international justice six months after January protest massacres risks further atrocity crimes – 8. Juli 2026 https://www.amnesty.org/en/latest
ews/2026/07/iran-lack-of-international-justice-six-months-after-january-protest-massacres-risks-further-atrocity-crimes/

[12] Vereinte Nationen / OHCHR: UN experts urge Iran to quash death sentences of 12 protesters from single hearing and halt executions – 27. Juli 2026 https://www.ohchr.org/en/press-releases/2026/07/un-experts-urge-iran-quash-death-sentences-12-protesters-single-hearing-halt

[13] Amnesty International: Iran: End escalating campaign of arbitrary executions and death sentences against protesters – Juli 2026 https://www.amnesty.org/en/latest
ews/2026/07/iran-end-escalating-campaign-of-arbitrary-executions-and-death-sentences-against-protesters/

[14] Human Rights Activists News Agency (HRANA): Isfahan: Abolfazl Sepahi and Amirhossein Safari Publicly Executed https://www.en-hrana.org/isfahan-abolfazl-sepahi-and-amirhossein-safari-publicly-executed/

2026 – Zahl der Getöteten

[15] TIME: More Than 30,000 Killed in Iran, Say Senior Officials – 25. Januar 2026 https://time.com/7357635/more-than-30000-killed-in-iran-say-senior-officials/