Andreas Benl

Wenn es im Israel und den Iran geht, unterscheidet sich die Spitze der Grünen in ihrer Äquidistanz nicht vom restlichen deutschen Mainstream.

 

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Jung & äquidistant: Das "Nicht Mehr Grünen Wähler Forum" mit Annalena Baerbock & Robert Habeck, Quelle: Youtube

 

Wien war in der Vergangenheit schon öfter Schauplatz islamistischer Anschläge. Ein Rückblick

 

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Gedenktafel für ermordete iranische Oppositionelle, Quelle: Wikipedia

 

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Während  im Nahen Osten vielerorts offen Freude und Erleichterung über das Ende des Chefs der Revolutionsgardisten geäußert wird, üben sich deutsche Medien in Bedenkenträgerei oder warnen vor Eskalation und Chaos.


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(Demonstranten? Schiitische Milizionäre vor US-Botschaft; Bild: Baghdad Post)

 

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) Sachsen hat den deutsch-israelischen Schriftsteller Chaim Noll kürzlich von einer geplanten Veranstaltung in Leipzig wieder ausgeladen.

Das eigentliche Problem kommt in dem, zahlreich in sozialen Medien geteilten Artikel "Jetzt wird ausgedeutscht!" von Mely Kiyak gar nicht vor - dass Deutschland und andere europäische Staaten ihre Djihadisten in der Vergangenheit ziehen ließen und ihre Strafverfolgung nun den Ländern, in denen sie gewütet haben, überantworten wollen, während das Geschrei groß ist, wenn etwa Tunesien mit tunesi

Die Mainstream-Realität der deutschen Vergangenheitspolitik lautet: Man kann mittlerweile eine Auschwitz-Gedenkveranstaltung im Bundestag durchführen und zeitgleich stolz die Installation eines Bezahlsystems für die Islamische Republik Iran verkünden, und kaum eine Prominenz aus Politik und Medien, auch nicht der vermeintliche Stimme der israelsolidarischen Restvernunft im Deutschen Bundestag, wird daran in etwas auszusetzen haben. Die hiesige Lehre aus Auschwitz heißt INSTEX.

Kürzlich verkündete die FAZ in einem Kommentar auf Seite 1

Kein EU-Mitglied will die anvisierte europäische Tauschbörse zur Umgehung der neuen US-Sanktionen gegen das iranische Regime installieren und Exiliraner in Europa fühlen sich zur Kritik ermutigt - nicht an Amerika, sondern an der EU-Kollaboration mit der Islamischen Republik.

Den Vortrag, den ich gestern über den Fall Nazirizadeh hielt, habe ich anlässlich des Datums mit einigen Anmerkungen zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht begonnen. Es war nämlich zu erwarten, dass in den offiziellen Gedenkreden weder Israel noch die antisemitische Bedrohung durch die Islamische Republik zur Sprache kämen.

Der Gegenfilm des WDR zur vor einem Jahr widerwillig gezeigten Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa" heißt "Judenhass in Europa – Antisemitismus in Europa", und die Outline geht in etwa so: die richtigen nationalistischen

Am vergangenen Dienstag wurde in Berlin die Studie „Antisemitismus und Immigration im heutigen Westeuropa. Gibt es einen Zusammenhang?“ öffentlich vorgestellt. Initiiert und gefördert wurde die Studie von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) mit Sitz in Berlin und unter der Leitung von David Feldman vom Pears Institute for the study of Antisemitism, Birkbeck,University of London durchgeführt.

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich meine exiliranischen und israelischen Freunde ein wenig beneide, die sich jetzt auf persisch und hebräisch substantielle Analysen über die Zukunft nach Trumps Irandealentscheidung ansehen/anhören können - anstatt sich Debatten wie hierzulande antun zu müssen, in denen ein Iranregimelobbyist wie Adnan Tabatabei unter lauter Gleichgesinnten spricht.

Der Giftgasangriff von Ghouta 2013 fand genau ein Jahr nach Obamas „red line“ Rede zu chemischen Waffen statt, der gestrige von Douma exakt ein Jahr nach Trumps Bombardement wegen dem Giftgasangriff in Khan Sheikhun. Man hat Sinn für’s timing.