Neu gebloggt

von
Knud Kohr

Neues vom schwerbehinderten Blogger Ihres Vertrauens.

Wovon leben eigentlich Blogger? Wie genau werden sie so furchtbar reich, und warum dürfen sie immer zwischen mindestens drei Beilagen auswählen, ohne jemals einen Spaten oder eine Maurerkelle in die Hand zu nehmen?

 

Aus der syrisch-türkischen Grenzstadt Kilis berichtet Inga Rogg für die taz:

Seit Beginn der türkischen Offensive mit dem Namen „Operation Olivenzweig“ auf Afrin am 20. Januar wird das türkische Grenzgebiet beinahe täglich von Geschossen aus Afrin getroffen. Insgesamt haben die Angriffe bisher sieben Tote und mehr als 100 Verletzte gefordert, allein in Kilis wurden 24 Personen verletzt. „Niemand fühlt sich hier sicher“, sagt Bayramoğlu. „Es kann jederzeit wieder passieren.“

Geahnt hat man es schon lange, entsprechende Bilder kursieren seit langem, nun ist es sozusagen auditiert:

As many as nine US tanks provided to Iraq’s military for the fight against the Islamic State (IS) have ended up in the hands of Iranian-backed militants, a government audit revealed on Monday.

Eigentlich kann man – irgend ein x-beliebiger europäischer Politiker wird darüber gerne Auskunft geben – mit iranischen Regimevertretern über so gut wie alles reden, ja oft zeigen sie sich sogar sehr eloquent und manchmal sogar bereit zu Kompromissen. Jahrzehnte des Dialoges haben es bewiesen, hunderte von Delegationen in Teheran es vorgemacht. Aber über zwei Punkte lässt sich nicht reden, die da wären: Die Vernichtung Israels und das Kopftuch.

Die Deutschen und das Giftgas in Nahost, eine never ending story:

In den vergangenen Tagen mobilisierte die türkische Invasion in Afrin tausende von Kurden aus anderen Teilen Rojavas und sogar dem benachbarten Nordirak, die sich auf einen Solidaritätsmarsch in die umkämpfte Enklave aufmachten:

Der wachsende Widerstand gegen das Gesetz sei für das islamische Land besorgniserregend, so der Bericht des strategischen Zentrums im iranischen Präsidialamt. Im Iran müssen Frauen seit der Revolution 1979 in der Öffentlichkeit ein Kopftuch sowie einen langen, weiten Mantel tragen. Das gilt auch für Mädchen ab neun Jahren.

Bülent Mumay in der FAZ über die Jahre 1984 und 2018 in der Türkei:

„Israel sucht Freiwillige, die Jagd auf Flüchtlinge machen“, schlagzeilt Bento am 28. Jänner in der Rubrik „Gerechtigkeit“ und fährt fort: „Interessenten können umgerechnet einen Bonus von bis zu 7000 Euro (30.000 Schekel) verdienen, wenn sie Jagd auf Flüchtlinge machen und auf alle, die sie als Arbeitskräfte anstellen. Das steht in einer Anzeige, die die israelische Migrationsbehörde veröffentlicht hat.“ Für zwei Monate würden diese „Freiwilligen“ gesucht. Dem würden sich jedoch „hunderte Akademiker und Schriftsteller, darunter Amos Oz und David Grossman“ entgegenstellen.

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Frauendemonstration in Tunis, Januar 2011
(Bild: ©Th. v. d. Osten-Sacken)

 

Wie viele Frauen es inzwischen sind, die an Straßenkreuzungen überall im Iran ihr Kopftuch abnehmen, ist unbekannt. Aber es heisst, diese Aktion verbreite sich wie in Lauffeuer und die Twitter-Accounts iranischer Oppositioneller sind voll solcher Bilder.

Besonders angetan hat es ihnen diese alte Dame:

Die taz zur aktuellen Lage in Idlib:

Offizielle Lager für die Flüchtlinge sind überfüllt; ein Großteil der Neuankömmlinge sucht Schutz in einer der 160 provisorischen Unterkünfte. „Die Lage verschlimmert sich immer weiter, weil immer mehr Vertriebene in dieses Gebiet fliehen“, sagt Zuhair Kanjou, Projektkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Idlib. „Eines der provisorischen Lager wurde einige Tage später angegriffen. Die Menschen mussten erneut fliehen. Die Bedingungen sind erbärmlich.“

Im Jemen kämpfen jetzt Verbündete der Vereinigten Arabischen Emirate gegen Verbündete Saudi Arabiens .... beide Länder sind Teil der gegen die Houthis gerichteten Kriegkoalition:

The United Arab Emirates has been accused of actively supporting southern Yemeni separatists with air cover and heavy armour as they seized Aden from forces loyal to the Saudi-backed government of President Abd Rabbuh Hadi.

Der türkische Präsident propagiert ihn und unzählige Menschen in Europa glauben, er fände längst und ungebremst statt: der sogenannte Geburten-Jihad. Muslimische Frauen bekämen einfach mehr Kinder als nichtmuslimische, in wenigen Jahrzehnten gäbe es deshalb, so nicht massiv interveniert werde, in vielen europäischen Ländern eine muslimische Mehrheit.

Während sich also die Behauptung, dass Muslime insgesamt mehr Kinder bekämen als Nichtmuslime, nicht belegen lässt, stimmt auch unter Muslimen, dass sehr religiöse Paare mehr Kinder bekommen als weniger religiöse.

Immer mehr Frauen im Iran schließen sich den Protesten gegen Zwangsverschleierung an:

Via My Stealthy Freedom:

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