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Die Situation im größten Flüchtlingslager in Lesbos verschlechtert sich zusehends. Eine Bericht:

There are a total of near 8,500 refugees in Lesvos, which has been taking the greater number of refugees among the Greek islands. More than 6,000 have to reside in Moria, which has a capacity for only a bit over than 2,000.

The refugees complain that there are no proper toilets or bathrooms. They are filthy, says Syrian refugee Hassan Aloulou.

Spiegel Online hat den „schiitischen Halbmond“ entdeckt – der Versuch der Redaktion, die mehrheitlich schiitischen Gebiete zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean in einer Landkarte des Nahen Ostens einzuzeichnen, ging unterdessen gehörig schief.

Manchmal hilft ein Blick zurück.

Was etwa konnte man über Syrien, den Iran und die Bedeutung des Aufstandes dort im Fürhahr 2011 wissen? Was wurde geschrieben, wovor gewarnt, was erhofft?

Zwei Beispiele:

Ryan Mauro im März:

Wie es ums Wissen deutscher Kommentatoren im Nahen Osten bestellt ist, führt Malte Leming im Tagesspiegel vor. Sein Kommentar lautet: "Assad hat gewonnen" und er möchte, dass man sich damit nun abfinde, Gitgas und Folteropfer hin und her und zum Wiederaufbau schreite. Schließlich wünscht Assad sich das auch, der ja hofft, dass die EU ihm das alles bezahlt. Also: Schwamm drüber, dann sind wir auch eher früher als später die Flüchtlinge wieder los.

Eine eneue Fatwa aus Saudi Arabien:

The Grand Mufti of Saudi Arabia, Abdulaziz Al Sheikh, issued a surprising religious ruling, saying that fighting against Israel was inappropriate and that Hamas is a “terror organization.”

Im Jemen droht zehntausenden Kindern der Hungertod, bald werden mehr als eine Million Menschen an Cholera erkrankt sein, das Armenhaus der arabischen Welt, wie das Land schon vor Jahren hieß, ist längst zum failed state geworden, in dem der Iran und Saudi Arabien einen langen, extrem brutalen und hässlichen Stellvertreterkrieg aust

Aus der Haaretz:

While speaking to CNN, Rushdie claimed he believes the tide is turning against Islamic fanaticism; it's still a cancer within Islam, but it's "having a bad time right now, and that's good for all of us."

Rushdie noted that while he believed the miltiary defeat of ISIS was inevitable as that militants "made for bad soldiers," he argued that the defeat of their ideology will take far longer, although it is currently underway.

In der taz, die es eigentlich besser wissen müsste war kürzlich von einem "allmählich zu Ende gehenden Bürgerkrieg" die Rede.

Fakt ist, der September war der bislang blutigste Monat in Syrien im Jahre 2017.

Aber wen interessiert das noch. Wen interessieren Meldungen wie diese?:

Kadyrow missbraucht den Islam um die tschetschenischen Sufi-Traditionen zu verfälschen, damit sie seinen eigenen Ambitionen dienen und seine Willkürherrschaft rechtfertigen. Die Ambiguität des Islams besteht für ihn darin, vom selbsternannten Beschützer der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem, respektive Schutzherrn des Massakers an Muslimen in Maynmar zum wainachischen Weihnachtsmann für Patron Putin zu mutieren.

Wird man irgendetwas von den Gegnern des so genannten Unilateralismus, die 2003 nicht müde wurden, vermeintliche außenpolitische Alleingänge der USA zu kritisieren, über dieses Veto hören? Vermutlich nicht. Nur: So sieht dann der von ihnen geforderte Multilateralismus und die Stärkung der UNO real aus.

Der Iran, Assad und Russland haben in Syrien de facto gewonnen? Iranische Milizen dürfen mit Zustimmung der USA an Israels Grenze stationiert werden?

 

Da auch durch ständige Wiederholungen eine Aussage nicht richtiger wird, tut an dieser Stelle noch einmal ein kurzer Hinweis auf die Fakten der so genannten Flüchtlingskrise in den Jahren 2013 bis 2016 not.

Wie die BBC herausgefunden hat, ließen die Syrian Democratic Forces (SDF) und die sie unterstützenden US-Truppen ganz gezielt hunderte von IS-Kämpfern aus Raqqa entkommen: