Staliln hat uns das Herz gebrochen

NFJ Berlin: Stalin hat uns das Herz gebrochen

Edition Assemblage 2017, 208 Seiten, Broschur.

Beschreibung

Antisemitismus in der DDR und die Verfolgung jüdischer Kommunist*innen.

Das Buch soll linksradikale Kritik am Antisemitismus in der DDR im Speziellen und am Realsozialismus im Allgemeinen üben und dazu anregen, sich linke Geschichte wieder anzueignen und die historischen Subjekte dabei ernst zu nehmen.

Voller Hoffnung eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen, remigrierten jüdische Kommunist*innen nach dem Zweiten Weltkrieg in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands. Doch schon bald sollten ihre Träume auf eine bessere Gesellschaft ohne Angst, auch vor antisemitischer Politik, der Realität stalinistischer Verfolgung weichen. Die Welle antisemitisch gefärbter Verdächtigungen gegen angebliche Spitzel, „Kosmopoliten“ und „Diversanten“ erreichte in der DDR Anfang der 1950er Jahre ihren Höhepunkt. Viele Jüdinnen und Juden, die sich selbst kaum als solche sahen, erlebten die Widersprüche der sich doch als antifaschistisch begreifenden Politik am eigenen Leib. Dabei war die Politik nie reiner Import der Sowjetunion. Sie wird in diesem Buch vielmehr aus einer mehrdimensionalen Perspektive begriffen, die theoretische und ideologische Konzepte nicht ohne ihre Entstehungsgeschichte, historische Ereignisse nicht ohne ihre subjektive Rezeption und Biografien nicht ohne ihre sozialen Kontexte betrachtet.

Jetzt ein Abo abschließen und Prämie auswählen*

*Keine Prämie bei Abschluß eines Probeabonnements