Von Tunis nach Teheran

Die Menschen im Irak haben die Schnauze voll. Sie haben sie auch und vor allem im Süden des Landes voll in den heilgen Städten, die für Schiiten von enormer Bedeutung sind. Wenn ausgerechnet in Najaf das iranische Konsulat in Flammen aufgeht, dann heißt das etwas, dann könnte die Botschaft an Teheran klarer nicht sein:

 

Während erneut im Libanon Anhänger der vom Iran gesteuerten Hizbollah gewaltsam gegen Protestierende vorgehen, stellt der oberste Revolutionsführer, der eigentlich längst oberster Führer nahöstlicher Konterrevolution genannt werden müsste, denn das ist er faktisch, klar, was er von der irakischen Regierung erwart

Antideutsche Islamkritik ist inzwischen wie ein verfaulter Zahn. Der Träger scheut den Gang zum Zahnarzt, obwohl er spürt, dass mit dem Zahn etwas nicht stimmt. Dabei bleibt ein übler Mundgeruch, mit dem sich arrangiert wird.

Gnadenlos geht das iranische Regime gegen jene vor, die es in den letzten Tagen wagten gegen es zu protestieren. Neben den Provinzen Kurdistan und Khuzestan richtet sich die Repression auch gegen die Stadt Shiraz, die kurzfristig der Kontrolle der Sicherheitskräfte entglitt.

 

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(Evin Gefängnis im Iran; Quelle: NCR-I)

 

Aus Bagdad berichten Ansar Jasim und Schluwa Sama für OpenDemocracy über die Selbsorganisation auf dem Tahrir Platz.

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(Tahrir Platz im Oktober; Quelle: Wikipedia)

Offener Brief iranischer Oppositioneller an internationale Organisationen

 

Die Islamische Republik führt Krieg gegen die Bevölkerung Irans!

Der Iran ist seit Tagen Zeuge von Massenprotesten gegen die zerstörerische Politik der Islamischen Republik. In den Nachrichten, die uns erreichen, ist die Rede von Hunderten Toten – geschossen wird mit Kriegsmunition – mehr als 3000 Verletzten und von Tausenden Verhafteten. In manchen Regionen gehen die Milizen mit Hubschraubern und Maschinengewehren gegen wehrlose Bürgerinnen und Bürger vor.

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Seit den Benzinpreiserhöhungen am 15. November gehen die Menschen im Iran wieder massenhaft gegen das Regime auf die Straße. Im ganzen Land fanden Demonstrationen statt, deren Parolen sich nicht auf ökonomische Forderungen beschränken, sondern die Islamische Republik politisch angreifen.

Das iranische Volk ist bekannterweise chronisch unglücklich mit dem islamistischen Regime, welches das Land regiert. Es ist ein ideologisch totalitäres Regime, das in das Leben der Menschen eingreift und sie unterdrückt, während es ihre Steuereinnahmen für Terrorismus und Stellvertreterkriege im Nahen Osten ausgibt. Und der jüngsten Sanktionen hat das Regime den Benzinpreis verdreifacht. Aus Protest hiergegen, ist das von dieser Maßnahme schwer getroffene iranische Volk landesweit gegen die Tyrannei des Regimes auf die Straße gegangen.

 

Seit vergangenem Freitag befindet sich der Iran in Aufruhr. Auslöser waren Benzinpreiserhöhungen, der Grund sicher nicht.

 

Satire geht in diesem Land nicht. Vermutlich sind deshalb Satiriker in diesem Land auch so notorisch unkomisch. Die Realität holt sie nämlich dauernd ein.

„Special Representative of the Secretary-General for Iraq and Head of the United Nations Assistance Mission for Iraq“, nennt sich jenes Amt, das Jeanine Antoinette Hennis-Plasschaert innehat. Die hochrangige Funktionärin der „Vereinten Nationen“ gibt mit Blick auf den Irak den europäischen Weg vor. So äußerte sie über Twitter ihre Sorge, die irakische Ökonomie könne Schaden an den wochenlangen Protesten nehmen.

Demonstranten aus dem Irak haben heute diese Bot