# Homestory

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Wie ist es eigentlich in der Geburtsstadt des verstorbenen Ozzy Osbourne?

Homestory #31/2025

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Nicht nur der Metal-Flügel der Redaktion musste bei der Nachricht vom Tod Ozzy Osbournes kurz mal die Luft anhalten.

Mitten in die Nachwehen unserer Debatte über 50 Jahre Punk platzte vergangene Woche die Meldung vom Tod des Übervaters des Heavy Metal und Black-Sabbath-Mitgründers Ozzy Osbourne. Erst kürzlich hatte er in seiner Heimatstadt Birmingham ein riesiges Abschiedskonzert gegeben, das er wegen seiner Parkinson-Erkrankung vor allem sitzend auf einem Thron absolvierte. Nicht nur der Metal-Flügel der Redaktion musste bei der Nachricht von seinem Tod kurz mal die Luft anhalten.

Zur Punk-Debatte hatte Osbourne übrigens dem Magazin Far Out zufolge beizusteuern, dass Punk »ein Ableger von Sabbath« und wie Osbournes Band gegen das Establishment eingestellt war. Vor dem Punk waren dem Jungen aus Aston die Beatles wichtig, deren zweite Studio-LP »With the Beatles« er sich von seinem beim Birminghamer Autoteilehersteller Lucas sauer verdienten Geld kaufte und dann immer wieder hörte.

Muss Osbourne als pantoffeliger Rockrentner oder als Urvater des Reality TV gelten? Und wie trägt die ohnehin schwarz gewandete Fangemeinde Trauer?

Diesen magischen Moment des Eintritts in die Welt des Rock ’n’ Roll schildert er mit zärtlichen Worten im ersten Band seiner ansonsten schnoddrig erzählten, von unzähligen »Fucks« durchsetzen Biographie, die auch krasses Zeug aus der Zeit enthält, als er im Stadtteil Digbeth in einem Schlachthof jobbte. Aber Vorsicht! Wer schon bei der berühmten Fledermausszene, als Fans und Musiker sich während eines Konzerts 1982 in Iowa gegenseitig mit Schlachtabfällen bewarfen, bis dann ein unglücklicher Flattermann in den Fängen Osbournes landet, ein Würgen in der Kehle verspürt, überblättert die drastischen Schilderungen aus dem Leben eines jungen Hilfsarbeiters besser.

Was ist wahr, was Legende? Und wie war das gleich noch mit den beiden Tauben? Muss Osbourne als pantoffeliger Rockrentner oder als Urvater des Reality TV gelten? Und wie trägt die ohnehin schwarz gewandete Fangemeinde Trauer? Das sind nicht ganz unwichtige Fragen. Sie wurden vergangene Woche am Konferenztisch erörtert, konnten aber nicht geklärt werden. Vielleicht schicken wir ein paar Leute zur Recherche nach Birmingham? Gute Idee. Birmingham ist dran.

Nirgendwo auf der Welt ist der Tribut an den Metal so offensichtlich wie in dieser mit mehreren Denkmälern für Sabbath ausgestatteten Stadt, meint ein mit der Materie vertrauter Kollege. Und kündigt an, jeden Gedenkstein besuchen zu wollen. Wir sind dabei!

Bis dahin: »No More Tears«.