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Small Talk
2026/35 Religiöse Radikalisierung

»Der Einstieg erfolgt oft über Lifestyle-Content«

Die Bundesarbeitsgemeinschaft »Religiös begründeter Extremismus« (BAG Relex) vernetzt Initiativen aus ganz Deutschland, fördert den Fachaustausch und bemüht sich darum, religiöse Radikalisierung zu verhindern. Die Jungle World sprach mit Kaiya Reisch, ­Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BAG Relex, über die Besonderheit des Islamismus und Möglichkeiten zur Prävention.
Waleri Wassiljewitsch Gerassimow
2026/34 Wie Russland mit Fake News in Wahlkämpfe in Deutschland eingreift

»Russland ist stolz auf seine hybride Kriegsführung«

Wie auch schon in den vergangenen Jahren greift Russland nach Ansicht der Sicherheitsbehörden vor den Landtagswahlen im September mit Fake News in den Wahlkampf ein. Jan Claas Behrends ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina und arbeitet als Historiker am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Er hält es für plausibel, dass Russland versucht, Deutschland als derzeit größten Unterstützer der Ukraine zu destabilisieren.
Deutsche Zeitungen
2026/33 Soziale Herkunft im Journalismus

»Medienhäuser sollten über Quoten für Arbeiterkinder nachdenken«

Nach­wuchs­jour­na­list:in­nen in Deutschland stammen überproportional häufig aus akademischen Elternhäusern. Über die Ergebnisse der neuen Studie »Klassismus im Journalismus« und den Einfluss sozialer Herkunft auf journalistische Karrierewege sprach die Jungle World mit der Co-Autorin Tanja Köhler, Professorin für digitalen Journalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
Small Talk
2026/30 Russischer Deserteur

»Kriegsdienst widerspricht meinen Überzeugungen«

Wer in Russland den Wehrdienst verweigert, macht sich strafbar. Wollen Kriegsdienstverweigerer Russland verlassen, können sie nicht davon ausgehen, in der Europäischen Union Schutz zu fin­den. ­Immer häufiger werden ihre Asylanträge abgelehnt (Jungle World 8/2026). Die Jungle World sprach mit Daniil ­Mucha­metow aus Ufa über seine Flucht aus Russland und den Kampf für sein Bleiberecht in Frankreich.
Small Talk
2026/28 Erste repräsentative Studie zur Gewalt an Schulen

»Es bräuchte ein einheitliches Verständnis davon, was Gewalt ist«

Gewalt an Schulen wird immer häufiger. Bisher fehlten umfassende Untersuchungen. Ende Juni haben der Berliner Senat für Bildung, Jugend und Familie und das Meinungsforschungsinstitut Allensbach das »Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer« vorgestellt. Für die repräsentative Studie wurden berlinweit Schulen befragt. Die Jungle World sprach mit Marc Grimm von der Bergischen Universität Wuppertal, der mit anderen die Studie wissenschaftlich geleitet hat, über die Ergebnisse.
Small Talk
2026/27 Sandra Müller vom Psychosozialen Zentrum über die Traumatisierung von Flüchtlingen

»Nicht jede traumatisierte Person zeigt offen Symptome«

Viele Flüchtlinge haben in ihren Herkunftsländern und auf der ­Migrationsroute Gewalt erlebt. Über die psychischen Folgen und die Auswirkungen einer immer repressiveren Migrationspolitik auf ­traumatisierte Menschen sprach die Jungle World mit Sandra Müller*, Psychotherapeutin beim Brandenburger Psychosozialen Zentrum (PSZ) für geflüchtete Menschen und Mig­rant:in­nen.
Aus der Einzelhaft vor den Richter: Maja T. beim Prozessauftakt, 21. Februar 2025
2026/26 Small Talk mit Wolfram Jarosch, dem Vater von Maja T.

»Maja ist immer noch fast 23 Stunden am Tag isoliert«

Im Februar wurde Maja T. in erster Instanz zu acht Jahren Haft verurteilt. Maja T. soll gemeinsam mit anderen angeklagten Antifaschist:innen Neonazis in Thüringen und Ungarn angegriffen haben (»Budapest-Komplex«). Trotz der rechtswidrigen Auslieferung aus Deutschland befindet sich T. weiterhin in Ungarn in Haft. Die »Jungle World« sprach mit Wolfram Jarosch, dem Vater von Maja T., über die derzeitige Lage.
Ein Sticker mit der Aufschrift «Gegen jeden Antisemitismus» hängt an einem Laternenmast im Berliner Stadtteil Pankow
2026/25 Marco Siegmund vom Bundesverband Rias im Gespräch über die Entwicklung der antisemitischen Bedrohung

»Antisemitische Gewalt erhält weniger Aufmerksamkeit«

Der Jahresbericht 2025 der Recherche- und Informationsstelle Anti­semitismus (Rias) ist erschienen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 8.725 Vorfälle dokumentiert, etwa so viele wie im Vorjahr. Die »Jungle World« sprach mit Marco Siegmund vom Bundesverband Rias über die Entwicklung der antisemitischen Bedrohung.
Eine studentische »Vollversammlung« an der Universität Leipzig, im Vordergrund mehrere Personen mit Kufiya
2026/24 Julia Bernstein, Soziologin, im Gespräch über Antisemitismus an Hochschulen

»Manche arbeiten unter Personenschutz«

Eine neue Studie untersucht die Angriffe auf jüdische und israelische Wissenschaftler an Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober 2023. Die »Jungle World« befragte dazu die an der Studie beteiligte Julia Bernstein, Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Science. Sie forscht zum Thema Antisemitismus.
Screenshot von 2 Menschen, die jeweils in einem Insta-Video etwas über Antisemitismus erklären
2026/23 Philipp Kothe von der Grünen Jugend Österreich im Gespräch über ihren Einsatz gegen Antisemitismus

»Die Moderation der Hasskommentare hat uns einiges abverlangt«

Die Grüne Jugend Österreich veröffentlicht derzeit Videos in den sozialen Medien, in denen sie Antisemitismus und den Boykott Israels kritisiert. Darüber sprach die »Jungle World« mit Philipp Kothe, dem Co-Sprecher der Grünen Jugend.
Nina Fuchs
2026/22 Nina Fuchs vom Verein Kein Opfer im Gespräch über einen neuen Gesetzentwurf zu K.o.-Tropfen

»Vor K.o.-Tropfen kann man sich nicht schützen«

Die Bundesregierung will härter gegen Sexualstraftäter vorgehen, die K.o.-Tropfen eingesetzt haben. Dafür hat das Kabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach K.o.-Tropfen bei Sexualdelikten fortan rechtlich wie eine Waffe eingestuft werden sollen. Nina Fuchs vom Verein Kein Opfer e. V. hält das für Symbolpolitik. Die »Jungle World« sprach mit ihr darüber, was Betroffene ihrer Meinung nach wirklich bräuchten.