HotspotSmall Talk

Theresa Lauß
2026/18 Theresa Lauß, Beratungsstelle Ezra, im Gespräch über die Situation in Thüringen

»Wir erleben eine Eskalation rechtsextremer Gewalt«

Die Opferberatungsstelle Ezra feiert dieser Tage ihr 15jähriges Bestehen. Neben der Beratung Betroffener rechtsextremer Gewalt führt Ezra eine Chronik über rassistische und antisemitische Übergriffe in Thüringen. Die »Jungle World« sprach mit Theresa Lauß, derzeit noch Beraterin und ab Mai Projektleiterin der Beratungsstelle, über die Entwicklung ihrer Arbeit.
2026/16 Initiative Gerechtigkeit für Lorenz

»Das wirkt nicht neutral«

In der Nacht auf Ostersonntag 2025 erschoss ein Polizist den 21jährigen Lorenz A. in der Oldenburger Fußgängerzone. Die »Jungle World« sprach mit Sonî und Josch von der Initiative »Gerechtigkeit für Lorenz« über die schleppende juristische Aufarbeitung und die Demonstration am kommenden Sonntag zum ersten Jahrestag.
Solidrones
2026/15 Unterstützung der Ukraine

»Wir bauen Antifa-Drohnen gegen den russischen Imperialismus«

Das Prager Kollektiv Solidrones sammelt Spenden und fertigt damit Kamikaze-Drohnen an. Die schicken sie in die Ukraine, um antifaschistische Soldat:innen dabei zu unterstützen, sich gegen die russische Invasion zu wehren. Die Jungle World hat Solidrones besucht und mit einem Kollektivmitglied über deren Arbeit gesprochen.
Radio Corax Logo
2026/13 Pläne der AfD zur Medienförderung in Sachsen-Anhalt

»Die Anzahl der Fördermitglieder hat sich erhöht«

Die AfD Sachsen-Anhalt plant für den Fall einer Regierungsbeteiligung oder -übernahme nach der Landtagswahl im September, die Praxis der Medienförderung radikal zu verändern. Besonders stört die Partei sich offenbar am freien Radiosender Corax aus Halle (Saale). Die Jungle World sprach darüber mit Alex und Lena vom Senderkollektiv.
Small Talk
2026/12 Türkischer Islamismus

Jungle+ Artikel »Die Anadolu Gençlik Derneği strebt ein Sharia-basiertes Gesellschaftsmodell an«

Eine islamistische Jugendorganisation aus der Türkei spielt eine entscheidende Rolle bei sogenannten propalästinensischen Demonstrationen in Deutschland. Die Jungle World hat darüber mit Linus ­Kebba Pook, dem Geschäftsführer der Monitoringstelle Democ, gesprochen. Diese hat gerade die erste umfassende Recherche zu den Strukturen und der Einflussnahme der Organisation veröffentlicht.
Adbusting Aktion des DFG-VK gegen Antisemitismus
2026/10 Max vom anti­militaristischen Aktionsnetzwerk im Gespräch über Kritik an der Friedensbewegung

»Gerade jetzt ist Antimilitarismus wichtig«

Vor zwei Wochen erklärte das Jugendnetzwerk der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), der ältesten Organisation der deutschen Friedensbewegung, seinen Ausstieg aus dem Verein. Das wurde von einer Plakatkampagne in Berlin, Dresden, Stuttgart und Leipzig begleitet, die der DFG-VK vorwarf, mit Antisemitismus »kein Problem« zu haben. Die »Jungle World« sprach mit Max über die Hintergründe des Austritts und ihre neue Gruppe, das Antimilitaristische Aktionsnetzwerk.
Ron Dekel
2026/09 Ron Dekel, Präsident der Jüdischen Studierendenunion, im Gespräch über Anti­semitis­mus in den sozialen Medien

»Wer glaubt, Antisemitismus werde einfach verschwinden, irrt«

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten hat in den sozialen Medien eine Welle antisemitischer Verschwörungserzählungen ausgelöst. Schon zuvor waren die jüdische Herkunft von Jeffrey Epstein und seine Kontakte zu jüdischen Persönlichkeiten immer wieder besonders hervorgehoben worden. Die »Jungle World« sprach mit Ron Dekel, dem Präsidenten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), über antisemitische Dynamiken.
Teilnehmer des TdE, einer hat eine Schwarze Sonne auf dem Ärmel
2026/08 Vilmos Hanti, Verband der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten, im Gespräch über das Verbot antifaschistischer Proteste in Ungarn

»Die Ressourcen sind nahezu erschöpft«

Am Samstag vergangener Woche kamen Neonazis aus ganz Europa nach Budapest zum jährlichen Gedenken an die Soldaten der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. Die »Jungle World« sprach mit Vilmos Hanti, dem Präsidenten des Verbands der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten (MEASZ) über staatliche Repression gegen ungarische Antifaschisten.
Tiranke Diallo
2026/07 Tiranke Diallo vom Verein Mama Afrika im Gespräch über den Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung

»Hinter verschlossenen Türen geschieht vieles, was wir nicht sehen«

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) wird auch Mädchen in Deutschland angetan. Die »Jungle World« sprach mit Tiranke Diallo, die seit langem gegen die Praxis kämpft, unter anderem als Vorstandsvorsitzende des Vereins Mama Afrika und im Zuge des Präventionsprojekts Chain der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.
Nora Bussigny spricht in ein Mikro
2026/06 Nora Bussigny, französische Journalistin, im Gespräch über ihre Recherchen im »propalästinensischen« Milieu

»Man hört nur die Betroffenen, die ins Narrativ passen«

Die Französin Nora Bussigny ist investigative Journalistin. Nach einer längeren Recherche zu sogenannten woken Milieus beobachtete und dokumentierte sie seit dem 7. Oktober zahlreiche »propalästinensische« Proteste. Seit mehreren Wochen stehen ihre öffentlichen Auftritte unter Polizeischutz, ihr Buch »Les Nouveaux Antisémites« (Die neuen Antisemiten) erregt Aufsehen. Die »Jungle World« sprach mit Bussigny über anti­zionistische Netzwerke und linke Milieus in Frankreich.
Junge Frau mit schwarzem MNS, gelbes Fußblalltrikot, im Hintergrund Sitze einer Stadiontribüne
2026/05 Josephine von Empty Stands im Gespräch über das Leben mit ME/CFS

»Wir sind nicht einfach nur müde«

Seit einer Covid-Erkrankung vor dreieinhalb Jahren ist Josephines Leben von ME/CFS bestimmt, einer neuroimmunologischen Multisystemerkrankung, die zu extremer, anhaltender Erschöpfung führt. Was für sie früher selbstverständlich war, ist seither nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich – etwa der Stadionbesuch bei Borussia Dortmund. Die »Jungle World« sprach mit der 24jährigen über ihren Alltag und die von ihr mitgegründete Selbsthilfegruppe Emp­ty Stands.
Die Angeklagten (2.v.l. und r) sitzen zu Beginn des Revisionsverfahren im Fretterode-Prozess im Landgericht neben ihren Anwälten Nicole Schneiders (M) und Wolfram Nahrath (2.v.r.).
2026/04 Sven Adam, Rechtsanwalt, im Gespräch über den sogenannten Fretterode-Prozess

»Es herrscht eine gewisse Resignation«

Vor dem Landgericht Mühlhausen wird seit dem 22. Dezember ein Angriff von Neonazis auf zwei Journalisten verhandelt. So weit, so normal könnte man meinen – der Angriff im thüringischen Fretterode fand jedoch bereits vor fast acht Jahren statt. Der Göttinger Rechtsanwalt Sven Adam vertritt einen der Geschädigten als Nebenkläger. Die »Jungle World« sprach mit ihm über das Versagen der Thüringer Justiz bei der Aufklärung der Tat.