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»Free Maja«. Solidaritätskundgebung für Maja T. vor dem Gericht in Budapest
2025/26 Sven Richwin, Rechtsanwalt von Maja T., im Gespräch über die kommenden Prozesstage in Budapest

»Beweismittel dienen nicht zur Bewertung der Sachverhalte, sondern als Bestätigung«

Maja T. steht wegen des Vorwurfs, Rechtsextreme im Februar 2023 in Budapest angegriffen haben, in Ungarn vor Gericht. Vor einem Jahr wurde T. dorthin rechtswidrig ausgeliefert. Die »Jungle World« sprach mit T.s Rechtsanwalt Sven Richwin über die nächsten Verhandlungstermine.
Eine russische Gleitbombe als Mahnmal in Lwiw
2025/25 Valentyn Bordun im Gespräch über ihre Hilfsarbeit für Vertriebene im Lwiw

»Um ehrlich zu sein, hatten wir keinen Plan«

Im westukrainischen Lwiw kamen seit Beginn der russischen Großinvasion Hunderttausende Menschen an, die vor den Kämpfen im Osten des Landes flohen. Die »Jungle World« sprach mit Valentyn Bordun. Die 26jährige Ärztin engagiert sich seit drei Jahren für Binnenvertriebene. Sie ist Mitgründerin des Freiwilligenprojekts »Medizinische und psychologische Hilfe« mit Sitz am Bahnhof von Lwiw.
Repräsentant des Landes: Der rechte Kandidat Karol Nawrocki mit seiner Familie nach seinem Wahlsieg. Warschau, 1. Juni
2025/24 Anna Alboth, Journalistin und Menschenrechtlerin, im Gespräch über die Wahl in Polen

»Nawrocki sagte, dass Deutschland Polen Flüchtlinge aufzwingen wolle«

Am 1. Juni gewann der rechte Kandidat Karol Nawrocki die Stichwahl zur polnischen Präsidentschaft. Eine wichtige Rolle spielte im Wahlkampf die Entscheidung der neuen deutschen Bundesregierung, Asylsuchende an den Grenzen zurückzuweisen. Die »Jungle World« sprach darüber mit der polnischen Journalistin und Menschenrechtlerin Anna Alboth. Sie hat die Grupa Granica mitgegründet, ein Bündnis von Organisationen, die Flüchtlinge an der polnisch-belarussischen Grenze unterstützen.
Die Stiefelnazis werden immer jünger. DJV-Aufmarsch in Magdeburg im August
2025/23 Andreas Funk und Sandy Mies, Mitorganisator:innen der Demonstration »Antifa ist notwendig«, im Gespräch über die geplante Kundgebung

»Wir lassen uns nicht in Gut und Schlecht spalten«

Nach Antifaschist:innen wird gefahndet, während rechtsextreme Kräfte erstarken. Dagegen soll es am 14. Juni unter dem Motto »Antifa ist notwendig« eine bundesweite Demonstration in Jena ­geben. Die »Jungle World« sprach mit Andreas Funk und Sandy Mies vom Organisationsbündnis.
2025/22 Gespräch mit Jennifer Anlauf von der Initiative Pride Soli Ride über CSD-Paraden in der ostdeutschen Provinz

»Die Bedrohung durch Neonazis ist Normalität«

Die Pride-Saison hat begonnen. In einigen ländlichen Orten in ­Ostdeutschland wird es erstmals eine CSD-Parade geben. Seit einem Jahr unterstützt die Initiative Pride Soli Rides kleinere Prides und ­organisiert Anreisen aus Berlin. Die Jungle World sprach mit Jennifer Anlauf* über die Beweggründe der Initiative.
Grabdenkmal über Massengrab für Suizidopfer 1945 in Demmin
2025/20 Guido Fröschke, Aktionsbündnis 8. Mai Demmin, im Gespräch über einen Trauermarsch der extremen Rechten

»Die Schuld an dem, was in Demmin geschah, liegt bei den Deutschen«

Alljährlich mobilisiert die extreme Rechte am 8. Mai in die Kleinstadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Auch in diesem Jahr organisierte die Partei Die Heimat (vormals NPD) einen Trauermarsch unter dem Motto »8. Mai 1945 – Wir feiern nicht!«. Die Jungle World sprach mit Guido Fröschke, Mitglied im Aktionsbündnis 8. Mai Demmin, das die Gegenproteste organisiert.
Schild auf einer Demo zum Weltfrauentag in Nürnberg, 8. März 2025, mit der Aufschrift "362 Femizide - das sind keine Einzelfälle"
2025/19 Maria und Luise, zwei Mitarbeiterinnen von Antigewaltprojekten, im Gespräch über ihren Streik und den Kampf gegen Femizide

»Es gab allein im April drei Femizide in Berlin«

Ein Bündnis aus Mitarbeiterinnen der Antigewaltprojekte in ­Berlin legte am 30. April die Arbeit nieder und protestierte vor dem Rathaus Tiergarten. Die »Jungle World« war dabei und sprach mit ­Maria und Luise*, zwei der Organisatorinnen, über die Gründe für die Aktion.
Gedenken in Halle am 9. Oktober 2024 mit Kränzen
2025/18 Thilo Manemann vom Think Tank Cemas im Gespräch über das rechtsterroristische Netzwerk »Terrorgram«

»Der Zusammenbruch würde in einem sogenannten Rassenkrieg enden«

In einer Dunkelfeldstudie hat der Think Tank Cemas die »Aktivität deutscher User im Militanten Akzelerationismus« untersucht. Damit liefert er erstmals empirische Ergebnisse über die Einbindung Deutscher in das transnationale rechtsterroristische Netzwerk »Terrorgram« auf Telegram. Die »Jungle World« sprach mit Studienautor Thilo Manemann über das Konzept »Terrorgram«, dessen Gefährlichkeit und Verbindungen zwischen rechtsterroristischen Strukturen und der AfD.
Janusz Walus, 1997 bei einer Anhörung vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Pretoria
2025/17 Anna Tatar von der Organisation Nigdy Więcej im Gespräch über die Popularität des Attentäters Janusz Waluś in Polen

»Janusz Waluś zeigt bis heute keine Reue«

Janusz Waluś war 1981 von Polen nach Südafrika ausgewandert. Der Verfechter der Apartheid ermordete 1993 einen prominenten Kämpfer gegen das erodierende rassistische System. In Polen wird er von Rechten und Rechtsextremen geradezu verehrt. Die »Jungle World« sprach mit Anna Tatar von der politisch unabhängigen Organisation Nigdy Więcej (Nie wieder) über den öffentlichen Zuspruch für Waluś. Anfang April hatte die Organisation, die sich gegen Rassismus und Antisemitismus in Polen einsetzt, einen Report zum Thema veröffentlicht.
»Eigentlich sollte der Buchladen »Aspirin« heißen nach einem damals schon existierenden Kino.« Doch die Firma Bayer hatte was dagegen, so wurde es »Jos Fritz«
2025/16 Tina Bolg und Heidemarie Schlenk, Buchhändlerinnen, im Gespräch über 50 Jahre »Jos Fritz« in Freiburg

»Der Buchladen sollte ›Aspirin‹ heißen«

Seit 50 Jahren gibt es den Buchladen »Jos Fritz« in Freiburg am Breisgau. Benannt wurde er nach einem Revolutionär des Bauernkriegs. Am 15. April feierte der Buchladen sein Jubiläum. Die Jungle World sprach mit den Buchhändlerinnen Tina Bolg und Heidemarie Schlenk.
Beschädigter Briefkasten des Hausprojekts Zelle79
2025/15 Caroline Schmitt und Fabi Buchholz, Zelle79 in Cottbus, im Gespräch über rechtsextreme Angriffe auf ihr Hausprojekt

»Junge unbekannte Leute mit Bock auf Eskalation«

In der Nacht vom 28. zum 29. März wurde das linke Hausprojekt Zelle79 in Cottbus angegriffen. Eine Gruppe vermummter Personen bewarf das Haus in der Nacht zweimal mit Pflastersteinen und rief rechtsextreme Parolen. In jüngster Zeit häufen sich Angriffe auf linke und alternative Projekte in Südbrandenburg. Die Jungle World sprach darüber mit Caroline Schmitt und Fabi Buchholz von der Zelle79.
Stand des Ça-ira-Verlags, dessen Mitbetreiber Joachim Bruhn war, auf der Leipziger Buchmesse 2025
2025/14 David und Tom vom Verein Disput im Gespräch über eine neue Bibliothek in Dresden

»Wir sind keine Joachim-Bruhn-Gedenkbibliothek«

Der Nachlass von Joachim Bruhn, zu Lebzeiten Mitbetreiber des Verlags Ça ira, soll künftig Teil einer neuen Bibliothek in Dresden sein: der »Disputhek«. Die »Jungle World« sprach mit David und Tom vom Verein Disput, der hinter dem Projekt steht, über die Idee einer Bibliothekseröffnung, Bruhns Nachlass und die Pläne des Vereins.
Katharina Oguntoye bei einer Veranstlatung mit Buch und Mikro
2025/13 Katharina Oguntoye, Historikerin, im Gespräch über die Geschichte schwarzer Menschen in Deutschland

»Anerkennung und Diskriminierung«

Katharina Oguntoye ist Historikerin und Schriftstellerin und setzt sich für die Belange schwarzer Menschen in Deutschland ein. Vergangene Woche hielt sie in Köln einen Vortrag im Rahmen der Ausstellung »Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg« über die Erlebnisse schwarzer Menschen während des NS-Regimes. Die Jungle World sprach mit Katharina Oguntoye über die oft vergessene Geschichte schwarzer Menschen in Deutschland.
Protest am Wittenbergplatz, auf einem Transpi steht "Freedom for Palestine"
2025/12 Jörg Reichel, DJU, im Gespräch über Pressefeindlichkeit in der antizionistischen Szene

»Journalisten werden als Feind markiert«

Die zur Gewerkschaft Verdi gehörende Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) hat 2024 bundesweit mehr als 100 Angriffe auf Pressevertreter bei Demonstrationen dokumentiert, ungefähr die Hälfte davon in Berlin bei sogenannten Palästina-Protesten. Die »Jungle World« sprach mit Jörg Reichel von der DJU über die Pressefeindlichkeit der antizionistischen Szene.
Demonstration von Mitarbeiter:innen der Krankenhäuser der Charite und Vivantes in Berlin, 6. März
2025/11 Anja Voigt, Intensivpflegerin und Mitglied von Verdi, im Gespräch über den Arbeitskampf an Berliner Krankenhäusern

»Die Streikbereitschaft nimmt bundesweit zu«

Im Tarifstreit des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen kam es am Donnerstag und Freitag vergangener Woche erneut zu Warnstreiks. Ihnen angeschlossen hatte sich unter anderem das nichtmedizinische Personal der Berliner Charité und der landeseigenen Klinikgruppe Vivantes. Die »Jungle World« sprach mit Anja Voigt, Intensivpflegerin bei Vivantes und Mitglied der Bundestarifkommission von Verdi.