Laut eigener Website ist das »BMW Guggenheim Lab« ein »mobiles Laboratorium«, in dem »Lösungen für das städtische Leben« gefunden werden sollen. Auf seiner Tour durch neun Städte weltweit in sechs Jahren hätte es ab Mai dieses Jahres für zwei Monate im Berliner Stadtteil Kreuzberg Station machen sollen. Doch dann kamen die »Autonomen« (Die Welt), »Linksextremisten« (Tagesspiegel) oder einfach nur »Mieterinitiativen und stadtpolitische Gruppen« (Taz) und haben es vertrieben. Der Berliner Senat hat das Projekt allerdings noch nicht ganz aufgegeben und sucht nun fieberhaft nach einem Ausweichort – im Gespräch sind die Stadtteile Prenzlauer Berg und Lichtenberg. Die Jungle World sprach mit Andrej Holm, Soziologe an der HU Berlin und Betreiber des »Gentrification Blogs«, darüber, was genau die Gegnerinnen und Gegner des »Lab« an dem Projekt auszusetzen haben.