Die Anbiederung an die AfD nützt dem BSW nichts, vielmehr fördert sie die Normalisierung der extremen Rechten. In Umfragen liegt die 2024 gegründete Partei unter fünf Prozent.
Manchen Unternehmern geht der neoliberale Staatsumbau offenbar nicht schnell genug. Der langjährige Siemens-Manager Joe Kaeser, der sich früher noch als AfD-Gegner gab, wirbt nun für eine Minderheitsregierung unter Einbeziehung der AfD.
Beim Bündnis Sahra Wagenknecht kriselt es an allen Ecken und Enden. Die Namensgeberin hat kurz vorm Bundesparteitag ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt. Derweil beschäftigen interne Machtkämpfe die Landesverbände.
Im ländlichen Ostdeutschland spielen die auf Bundesebene relevanten Parteien vielerorts kaum noch eine Rolle – mit Ausnahme der AfD, mit der dann oft vermeintlich unideologische Bündnisse geschlossen werden.
In Nordrhein-Westfalen streiten der vormalige Dortmunder Stadtrat und die Bezirksvertretung von Arnsberg über einen Beschluss, der sich dagegen richtet, gemeinsam mit der AfD abzustimmen. Nach der Kommunalwahl im September, die der AfD Zugewinne bescherte, hat der Streit neue Brisanz gewonnen.
Angesichts der Stärke der AfD mehren sich in der CDU die Stimmen, die eine Zusammenarbeit mit den Rechtsextremen fordern. Die CDU sucht dabei vor allem die richtige Strategie für den eigenen Machterhalt, die inhaltliche Gegnerschaft zu zahlreichen Positionen der AfD gibt sie immer mehr auf.
Die Union hat die AfD zu ihrem »Hauptgegner« erklärt. Ihre Strategie könnte jedoch man folgendermaßen zusammenfassen: Man bekämpft die Rechtsextremen, indem man ihnen recht gibt.