Beiträge zu Feminismus

2016/26 Thema Ulrike Heider im Gespräch über patriarchale Gesetze, den Penis als Waffe und linke Selbstjustiz

»Verdächtige Einigkeit zwischen Feminismus und Konservatismus«

Ulrike Heider war Teil der westdeutschen Sponti­bewegung und schreibt seit Jahren Bücher und Essays über Schüler- und Studentenbewegung, Anarchismus, afroamerikanische Politik und Sexualität. Mit der »Jungle World« sprach sie über patriarchale ­Gesetze, den Penis als Waffe und linke Selbstjustiz.
2015/25 Thema Barbara Vinken im Gespräch über deutsche Mütter

»Der deutsche Muttermythos hat gesiegt«

Bereits im Jahr 2001 analysierte Barbara Vinken, Professorin für Literaturwissenschaft und Romanistik an der Universität München, in ihrem Buch »Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos« die Ursprünge der Ideologie der Mütterlichkeit und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Im Gespräch mit der Jungle World erläutert sie, warum sich nach 15 Jahren trotz einer staatsfeministischen Familienpolitik an bestimmten Frauen- und Mutterbildern kaum etwas geändert hat.
2013/16 Interview Anna Khvyl im Gespräch über die ukrainische Frauenbewegung und Feminismus in Osteuropa

»Es geht darum, nicht nur zu reagieren«

Am 9. April hat die All-Ukrainische Vereinigung Swoboda (Freiheit), die 2012 als erste rechte Partei seit der Staatsgründung ins ukrainische Parlament gewählt worden ist, einen Gesetzentwurf eingebracht, der Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellen soll. Die feministisch-separatistische Initiative Feminist Ofenzyva bereitet nun eine Protestaktion für den 1. Mai vor. Gegründet wurde die Gruppe 2010 von 20 Frauen in Kiew. Die Jungle World sprach mit der 28jährigen Aktivistin Anna Khvyl über die Frauenbewegung in der Ukraine und postsowjetische Protestkultur.
2010/09 Interview Gespräch mit Alejandra Ancheita über Gewalt gegen Frauen in Mexiko

»Feminizid ist Alltag«

Alejandra Ancheita ist Vorsitzende der mexikanischen Menschenrechtsorganisation Proyecto de Derechos Económicos, Sociales y Culturales (ProDESC). Sie arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Fachanwältin für Menschenrechte in Mexiko, nahm 2005 am Human Rights Advocates Program der Columbia-Universität in New York teil und übernahm Fälle vor der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte sowie dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte.
2008/09 Interview Ein Gespräch mit der französischen Schriftstellerin und Regisseurin Virginie Despentes

»Porno bedroht die männliche Sexualität«

Seit dem Zensurskandal um den Film »Baise-moi – Fick mich« (2000), den Virginie Despentes gemeinsam mit Coralie Trin-Thi drehte, ist die Schriftstellerin über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt geworden. Im Vordergrund ihrer Romane steht nicht der Tabubruch, sondern die bedingungslose Identifikation mit proletarischen Figuren, die zwischen Wohnungs-, Arbeitslosigkeit und Freundschaft ums Überleben kämpfen. Despentes’ neues Buch »King-Kong-Theorie« ist eine Essaysammlung zu den Debatten um Feminismus und Pornographie, Vergewaltigung und Sexarbeit.