Beiträge zu Intellektuelle

Erst verehrt, dann bekehrt. Pankaj Mishra, 2015
2025/23 dschungel Eine Rezension von Pankaj Mishras Buch »Die Welt nach Gaza«

Jungle+ Artikel Ansichten eines Konvertiten

Der indische Essayist Pankaj Mishra, der für den »New Yorker« und den »Guardian« regelmäßig über Indien, Afghanistan und China berichtet, hat sich nun den israelisch-palästinensischen Konflikt vorgenommen. In dem Buch »Die Welt nach Gaza« schildert er seine Wandlung vom Bewunderer zum glühenden Gegner des jüdischen Staats. Was den Essay so aufschlussreich macht, ist der Umstand, dass der Autor sämtliche Missverständnisse der postkolonialen Linken in Bezug auf die Gründung Israels und den Kampf der Palästinenser übernimmt und weiterträgt.
Collage mit Ausrissen aus den Originalseiten des Übersetzungsmanuskripts (hier zur besseren Darstellung bunt eingefärbt), Foto von Jacques Derrida (1985) und dem Buch, das Rheinberger damals zugeschickt wurde: die Erstausgabe von »Grammatologie«, erschienen in der Weißen Reihe bei Suhrkamp
2025/09 dschungel Hanns Zischler und Hans-Jörg Rheinberger, Übersetzer, im Gespräch über Jacques Derridas »Grammatologie«

»Die Schrift ist kein Schatten der Sprache«

Jacques Derridas »De la grammatologie« von 1967 gilt als Grundlagenwerk des Poststrukturalismus. 50 Jahre nach dem Erscheinen der deutschen Ausgabe verfolgen deren Übersetzer Hanns Zischler (78) und Hans-Jörg Rheinberger (79) im Gespräch mit der Autorin und Performance-Künstlerin Olga Hohmann (32) und dem Journalisten Fritz von Klinggräff (65) Denkwege eines Buchs, das gerade im Nachmai für Erschütterungen sorgte, die bis heute nachbeben.
Aktivismus im Anzug. Siegfried Unseld (r. ) neben Theodor W. Adorno (Mitte) und Heinrich Böll bei einer Protestveranstaltung zur Notstandsgesetzgebung am 28. Mai 1968
2024/47 dschungel Flaschenpost vom Verleger – die Briefe von Siegfried Unseld lesen sich wie ein Kommentar über die gegenwärtige Lage bei Suhrkamp

Es gibt keinen Wein bei Suhrkamp

Eine Auswahl von »Hundert Briefen« des Verlegers Siegfried Unseld spiegelt die intellektuellen Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik in den Jahren 1947 bis 2002. Angesichts des jüngsten Eigentümerwechsels des Suhrkamp-Verlags liest sich die Korrespondenz wie eine Flaschenpost.