Beiträge zu Israel

CSD-Teilnehmerin in New York City, bekelidet mit Bikinoberteil und Kufiya um den Kopf
2025/40 Thema Die Empörten der Welt ­reagieren sich an Israel ab

Jungle+ Artikel Erlöse uns von dem Bösen

Den spießbürgerlichen Antisemiten kann noch jeder ausmachen. Eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit von Jüdinnen und Juden stellen dieser Tage aber vor allem jene dar, deren Hass auf den jüdischen Staat sich aus entfesselter moralischer Empörung speist und auf der Gewissheit beruht, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen und somit zu jeder Schandtat berechtigt zu sein.
Peter Lerner hält eine Rede
2025/40 Interview Peter Lerner, israelischer Gewerkschafter, im Gespräch über die Zukunft des Gaza-Streifens

»Wir brauchen eine politische Lösung für Gaza«

Peter Lerner arbeitet für den israelischen Gewerkschaftsdachverband Histadrut und fungierte lange als Pressesprecher der IDF. Im Interview mit der »Jungle World« kritisiert er den Fünfpunkteplan für den Gaza-Streifen und äußert sich über die Befreiung der Hamas-Geiseln sowie die Proteste gegen Israels Regierung.
Anhänger der Black Hebrew Israelites bei einer Missionierungsaktion in New York City, 1995
2025/39 Antifa Die Black Hebrew Israelites sehen sich als Nachkommen der biblischen Israeliten

Jungle+ Artikel Weiße Teufel

In Birmingham und anderen britischen Großstädten treten vermehrt Anhänger der Bewegung Black Hebrew Israelites in Erscheinung, bevorzugt mit paramilitärisch anmutenden Paraden. Ihre Anhänger behaupten, die echten Nachfahren der biblischen Israeliten zu sein, und hegen meist eine antisemitische Weltsicht.
Israelischer Kampfpanzer vom Typ Merkava IV
2025/37 Disko Die antisemitismuskritische ­Bildungsarbeit hat ihren einstigen Gegenstand aus dem Blick verloren

Hauptsache praktisch anschluss­fähig und einfach zu vermitteln

Antisemitismus­kritische Bildungsarbeit entstand Anfang der nuller Jahre, als sich zur Kritik des islamischen Antisemitismus die postmodern geprägte ­antirassistische Pädagogik gesellte. Seither beschäftigt sich die Kritik des Antisemitismus kaum noch mit ihrem Gegenstand als vielmehr mit der Frage nach Anschlussfähigkeit und Vermittelbarkeit.
Protestcamp am Mahnmal für die am 7. Oktober ermordeten Beobachterinnen vom Außenposten Nahal Oz
2025/37 Ausland Verwandte und Freund:innen der Hamas-Geiseln verschärfen ihren Protest gegen die israelische ­Regierung

Der Kampf der Angehörigen

Je weiter die israelische Armee auf Gaza-Stadt vorrückt, desto mehr spitzt sich der Konflikt zwischen der Regierung und den Angehörigen der Geiseln zu. Hoffnung auf eine Atempause gibt ein neuer Vorschlag der US-Regierung für eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.
Archäologinnen graben
2025/37 dschungel ‍Der Ausschluss des jüdischen Staates konnte gerade noch abgewehrt werden

Jungle+ Artikel Der europäische Archäologenverband streitet über Israel

Um ein Haar hätten israelische Archäologen und Archäologinnen als Vertreter ihrer Hochschulen und Institute nicht an der Jahrestagung der European Association of Archaeologists teilnehmen dürfen. Entschlossene Fürsprache ließ den Archäologenverband dann einlenken. Doch der Konflikt schwelt weiter.
Trauernde Frauen in Beirut
2025/35 Disko Selektive Solidarität im israelisch-palästinensischen Konflikt macht Antisemitismuskritik unglaubwürdig

Beißreflexe der Hundertprozentigen

Eine Haltung zu Israel, die lediglich als Identitätsmarker für das antideutsche oder antiimperialistische Ticket herhält, degradiert die Menschen, um die es dabei dem Anspruch nach geht, zu einer reinen Projektionsfläche. Den komplexen Verhältnissen in Israel, dem Gaza-Streifen und im Westjordanland wird das nicht gerecht.
Yannay Spitzer
2025/34 Thema Yannay ­Spitzer, Wirtschaftshistoriker, im Gespräch über die Ursachen des Hungers im Gaza-Streifen

Jungle+ Artikel »Wer Geld, Waffen und Macht hat, bekommt mehr«

Seit 2023 erwiesen sich Behauptungen über Hungersnöte im Gaza-Streifen immer wieder als falsch. Doch in diesem Sommer verschlechterte sich die Versorgungslage tatsächlich dramatisch, warnte bereits vor Wochen der Wirtschaftshistoriker Yannay Spitzer. Im Interview mit der »Jungle World« erläutert er, welche Verantwortung die israelische Regierung für die Hungerkrise trägt, wie es jetzt um die Versorgungslage bestellt ist und wie internationale Medien, Hilfs­organisationen und die UN ein verzerrtes Bild der Lage zeichnen.
Die Hamas nicht mit einem Staat zu belohnen. Das fordern Protestierende am 10. August in London
2025/34 Thema Die Anerkennung eines ­palästinensischen Staats als Druckmittel

Prämie für die Hamas

Bislang galt die Anerkennung eines palästinensischen Staats ohne vorangegangenen diplomatischen Prozess in der europäischen Politik als verfrüht. Der nun von Frankreich und Großbritannien forcierte Richtungswechsel beugt sich innenpolitischem Druck und zielt darauf ab, die israelische Regierung zu Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung zu drängen.