Artikel über Literatur

Abblätternde Tapete an einer Wand
dschungel Simone Schaberts Roman „Rosa in Grau“ über die Schrecken der Nachkriegspsychiatrie

Zerrissenes Leben

Noch immer liegt ein gesellschaftliches Tabu über der Psychiatrie. Die Literatur hingegen wendet den Blick nicht ab, wie der Roman »Rosa in Grau« von Simone Scharbert eindrucksvoll zeigt. Von mehr...
Ann Quinn
dschungel Der Roman »Passagen« von der fast vergessenen Schriftstellerin Ann Quin

Sinn für die Sünde

Eine fast vergessene Ausnahmeerscheinung der britischen Literatur: »Passagen« von Ann Quin ist im besten Sinne nicht zu verstehen. Von mehr...
Günther Anders in Notizbuch vertieft
dschungel Der Briefwechsel von Günther Anders

Verbrannte Finger

Vor den sprichwörtlichen »hot potatoes« hatte Günther Anders keine Scheu. Davon zeugt auch der kürzlich erschienene und bisher unveröffentlichte Briefwechsel des Philosophen – vor allem die Briefe, die er und Theodor W. Adorno sich schickten. Von mehr...
Colette
dschungel Die französische Schriftstellerin Colette wäre am 28. Januar 175 Jahre alt geworden

Die Autonome

Rollenspiele, Selbstbehauptung und »diese Freuden«. Wie im Spiegel der Nostalgie reflektiert das Werk von Colette die Sehnsüchte und Konflikte unserer Tage. Am Ende dreht sich wieder alles um die Frage, mit wem man seine Zeit verbringen will – und ob Kartäuserkatzen die besseren Ehepartner sind. Zum 150. Geburtstag der französischen Schriftstellerin, Varietékünstlerin und Reporterin. Von mehr...
Michel Houellebecq
dschungel Michel Houellebecq räumt dem Abendland noch eine letzte Chance ein

Vorerst keine Ausweitung der Kampfzone

Seine Aussagen im Gespräch mit Michel Onfray in dessen Zeitschrift »Front Populaire« brachten Michel Houellebecq eine Strafanzeige des Rektors der Großen Moschee von Paris, Chems-Eddine Hafiz, ein. Nach einem Gespräch zog dieser die Anzeige zurück, der Autor beschwichtigte. Aber die Debatte dürfte weitergehen. Von mehr...
Max Frisch und Ingeborg Bachmann
dschungel Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch

»Berühmtes Paar, leider«

Der kürzlich veröffentlichte Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch wird als literaturhistorische Sensation gehandelt, und das nicht ganz zu Unrecht. Denn die Briefe, die sich das Liebespaar schrieb, geben neue Auskunft über ihre Beziehung, die seit jeher Anlass für Spekulation bot. Von mehr...
Stolpersteine für Oswald Levett, Alma J. Koenig, Ber Horowitz und Lili Grün
dschungel Vor 90 Jahren erschien der Roman »Verirrt in den Zeiten« des späteren Nazi-Opfers Oswald Levett

Die Zeit besiegen

Vor 90 Jahren erschien »Verirrt in den Zeiten«, ein Roman über einen Zeitreisenden, geschrieben vom österreichischen Rechtsanwalt und Schriftsteller Oswald Levett, der 1942 von den Nazis ermordet wurde. Von mehr...
Finn Job
dschungel Ein Gespräch mit Finn Job über seinen Roman „Hinterher“

»Ich bin für die Fiktion«

Der Roman »Hinterher« von Finn Job spielt im Sommer 2017 in Berlin und der Normandie. An einem Samstagmittag Ende Dezember 2022 erzählt der Autor in einem französischen Rauchercafé im Westen Berlins von der Generationserfahrung des Rumopferns, den Vorzügen des Archivs und warum er es nicht schafft, ein Buch von Édouard Louis zu Ende zu lesen. Interview Von mehr...
Schreibmaschine
dschungel Ansgar Mohnkern wendet sich gegen die Annahme, die Welt sei ein Effekt der Erzählung

»Ausstieg aus dem Monstrum der Erzählung«

Die Idee, dass jede Erfahrung von Wissen, Handeln und sogar Leben selbst nur als »Story« zu haben sei, hat einen ideologischen Kern. Dieser drängt auf Mitmachen und Weitermachen dort, wo ein Anhalten dringend nötig wäre, sagt der Literaturwissenschaftler Ansgar Mohnkern. Ein Gespräch über die Macht des Algorithmus, die Theorie der narrativen Ökonomie, die Erzählungen Putins, Trumps und Habecks und darüber, wie der Pflastersteinmoment bei Marcel Proust den Ausweg aus der Krise weisen kann. Interview Von mehr...
Cormac McCarthy
dschungel Cormac McCarthy erzählt in seinem Doppelroman die Geschichte eines Geschwisterpaars

Mehr Rätsel als Lösungen

Der Schriftsteller Cormac McCarthy erzählt seit Jahrzehnten Geschichten von den Rändern der US-amerikanischen Gesellschaft. In seinem neuen Doppelroman geht es um ein Geschwisterpaar – und darum, dass die Wissenschaft nicht alle Fragen beantworten kann. Von mehr...
Filmszene mit Häftlingen
dschungel Hermann Borchardt schrieb als Ghostwriter an Ernst Tollers „Pastor Hall“ mit

»Das klingt doch nicht nach Toller!«

Die britische Verfilmung von 1940 machte Ernst Tollers letztes Theaterstück »Pastor Hall« weltberühmt. Dass die Szenen aus dem Konzentrationslager von dem ehemaligen Häftling Hermann Borchardt geschrieben wurden, stritt Toller ab. Der nun erschienene zweite Band der Werkausgabe Hermann Borchardts liefert dazu neue Erkenntnisse. Von mehr...
Elfriede Jelinek mit Sonnenbrille liest in einem Heft
dschungel Eine neue Dokumentation über Elfriede Jelinek erzählt auch über Österreich

Negation in persona

Ein neuer Dokumentarfilm widmet sich dem Leben und Werk der Schriftstellerin Elfriede Jelinek – und erzählt dabei auch die Geschichte des (post)faschistischen Österreich. Von mehr...
Der Autor Édouard Louis
dschungel Édouard Louis’ neuer Roman „Anleitung ein anderer zu werden“

Le sexe et la ville

In einer Reihe mit Derrida und anderen Größen: Édouard Louis schildert in seinem neuen Roman »Anleitung ein anderer zu werden« die schon bekannte Geschichte seines Aufstiegs. Aber wie er sie erzählt, ist immer wieder spektakulär. Von mehr...
Annie Ernaux
dschungel Die Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux unterstützt die BDS-Bewegung

Mit zweierlei Maß

Annie Ernaux hat den Literaturnobelpreis erhalten. Ihre Unterstützung der BDS-Bewegung scheint kaum jemanden zu stören. Von mehr...
Bühnenfotografie einer Aufführung des Stücks Jakob Michael Reinhold Lenz
dschungel Wie der Dichter J. M. R. Lenz durch Riga irrte

Eines kurzen Lebens Reise in die Nacht

Von Riga nach Weimar und zurück: Die Biographie des Dichters J. M. R. Lenz gleicht einem Irr- und Kreisweg, sein Werk einem Ruinenfeld. Eine Erinnerung. Von mehr...