Beiträge zu Maja T.

Protest gegen den rechtsextremen »Tag der Ehre« in Budapest
2026/10 Antifa Antifaschistische Arbeit in Ungarn

Jungle+ Artikel Auf dem Weg zur Meinungsgleichheit

Antifaschist:innen haben es derzeit besonders schwer in Ungarn. Probleme, so berichten sie der »Jungle World«, bereitet ihnen weniger die organisierte extreme Rechte, sondern die Regierung unter Viktor Orbán. Dass antifaschistische Gruppen als Terrororganisationen gelistet wurden, war nur die jüngste einer Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen.
Teilnehmer des TdE, einer hat eine Schwarze Sonne auf dem Ärmel
2026/08 Small Talk Vilmos Hanti, Verband der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten, im Gespräch über das Verbot antifaschistischer Proteste in Ungarn

»Die Ressourcen sind nahezu erschöpft«

Am Samstag vergangener Woche kamen Neonazis aus ganz Europa nach Budapest zum jährlichen Gedenken an die Soldaten der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. Die »Jungle World« sprach mit Vilmos Hanti, dem Präsidenten des Verbands der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten (MEASZ) über staatliche Repression gegen ungarische Antifaschisten.
Noch immer in Ketten gelegt: Maja T. am Mittwoch vergangener Woche bei der Urteilsverkündung
2026/07 Antifa Das Urteil gegen Maja T.

Der Innenminister ist zufrieden

Maja T. wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt und bleibt vorerst in Ungarn. Dort steht die »Antifa-Gruppe« auf der Terrorliste, auch friedlicher antifaschistischer Protest ist kaum noch möglich. Der deutsche Innenminister Dobrindt ist trotz allem der Meinung, gegen T.s rechtswidrige Auslieferung sei »nichts einzuwenden« gewesen.
Nur online
Menschen zeigen ein Transpi mit der Aufschrift "Antifaschismus bleibt notwendig. family & friends hamburg"
2026/03 Reportage Prozessauftakt gegen Antifas wegen Vorfällen in Budapest

Antifaschist:innen vor dem Staatsschutzgericht

Am Dienstag begann im Hochsicherheitssaal des Oberlandesgerichts Düsseldorf das Verfahren gegen sechs Antifaschist:innen. Die Anklage lautet auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung und sogar versuchten Mord. Die »Jungle World« war beim Prozess vor Ort.
Teilnehmer einer Kundgebung stehen vor dem Oberlandesgericht Dresden (OLG) und halten ein Transparent mit der Aufschrift "Free All Antifas"
2025/48 Antifa Die USA setzen antifaschistische Gruppen auf die Terrorliste

Alle auf die Liste

Der Kampf gegen »the Antifa« geht in den USA in die nächste Runde: Die Regierung hat europäische Gruppen auf die Terrorliste gesetzt, auf der auch al-Qaida und die Hamas stehen. Eine juristisch fragwürdige Maßnahme, die sich vor allem gegen linksgerichtete US-Bürger richten dürfte, die man nun der Unterstützung ausländischer Terrororganisationen bezichtigen könnte.
Wolfram Jarosch, Vater von Maja T., im Demonstrationszug auf dem Weg zum Auswärtigen Amt in Berlin. In der Hand die von 100.000 Menschen unterschriebene Petition zur Rückholung von Maja aus ungarischer Haft.
2025/28 Hotspot Der Vater von Maja T. hat vor dem Auswärtigen Amt protestiert

Im Haftkrankenhaus kann Maja die Sterne sehen

Wolfram Jarosch ist von Jena nach Berlin gelaufen, um gegen die Haftbedingungen seines Kindes, Maja T., in Ungarn zu protestieren und dessen Rückführung nach Deutschland zu fordern. Die »Jungle World« war beim Protest vor dem Auswärtigen Amt dabei.
»Free Maja«. Solidaritätskundgebung für Maja T. vor dem Gericht in Budapest
2025/26 Small Talk Sven Richwin, Rechtsanwalt von Maja T., im Gespräch über die kommenden Prozesstage in Budapest

»Beweismittel dienen nicht zur Bewertung der Sachverhalte, sondern als Bestätigung«

Maja T. steht wegen des Vorwurfs, Rechtsextreme im Februar 2023 in Budapest angegriffen haben, in Ungarn vor Gericht. Vor einem Jahr wurde T. dorthin rechtswidrig ausgeliefert. Die »Jungle World« sprach mit T.s Rechtsanwalt Sven Richwin über die nächsten Verhandlungstermine.
Martina Renner
2024/35 Small Talk Martina Renner, Linkspartei, im Gespräch über Maja T.s Haftbedingungen in Ungarn

»Es gibt Bettwanzen und Kakerlaken«

Deutsche Behörden lieferten Maja T. Ende Juni nach Budapest aus. Dort wird T. vorgeworfen, an einem Überfall auf Rechtsextreme beteiligt gewesen zu sein. Politiker der Linkspartei haben T. im Gefängnis besucht. Die »Jungle World« hat ­Martina Renner, die innenpolitische Sprecherin der Bundestagsgruppe der Linkspartei, über ihre Eindrücke befragt.
Angereiste Antifas gegen angereiste Nazis. Protest gegen den »Tag der Ehre« am Samstag vergangener Woche in Budapest
2024/07 Inland Deutsche Antifa-Aktivisten sind untergetaucht, ihnen droht die Auslieferung nach Ungarn

Bloß nicht nach Budapest

Neun sind auf der Flucht, eine wurde im Dezember verhaftet, zwei weitere stehen schon in Budapest vor Gericht: Ungarn lässt nach deutschen Antifaschist:innen fahnden, denen Angriffe auf Nazis ­vorgeworfen werden. Eine Kampagne versucht, die Auslieferung zu verhindern.