Eine romantische Komödie warnt vor der Romantikfalle: Die von Lena Dunham und ihrem Ehemann Luis Felber konzipierte Serie »Too Much« ist ein in viel Tüll und Spitze verpacktes Plädoyer für weibliche Selbstbehauptung.
In der Literatur fanden Frauen bereits im 16. Jahrhundert einen Ausdruck ihrer Subjektivität. Warum Liebesromane zu Unrecht mehr als kitschig denn als feministisch wahrgenommen werden und was man aus der Literatur über das Wesen der romantischen Liebe erfahren kann, darüber sprach die »Jungle World« mit der Literaturwissenschaftlerin Annika Nickenig.
Das Konzept exklusiver romantischer Zweierbeziehungen gilt Kritiker:innen in der Regel als patriarchal und bürgerlich. In der zentralen Bedeutung, die das Individuum in der romantischen Liebe einnimmt, steckt jedoch auch subversives, gar antikapitalistisches Potential.
Im Internet erfinden sich Menschen ständig neue Geschlechter und sexuelle Orientierungen, um ihren Leiden Sinn zu geben. Der neueste Schrei ist »Aromantik«: Wer keine romantischen Gefühle empfindet, gehört nun auch zu einer diskriminierten Gruppe.