Jana Lantratowa ist Russlands neue »Menschenrechtsbeauftragte«. Aufgefallen war sie mit Vorschlägen, Arbeitslager für Alkoholabhängige einzurichten, die Generalstaatsanwaltschaft zu ermächtigen, Medien ohne Gerichtsbeschluss zu schließen oder in Abwesenheit verurteilte emigrierte russische Staatsangehörige fundamentaler Rechte zu berauben.
Der russische Anarchist und Mathematiker Azat Miftakhov wurde nach eigenen Angaben in Haft gefoltert. Sein Fall steht beispielhaft für den Umgang mit aufmüpfigen Gegnern des autoritären russischen Regimes.
Die Allianz zwischen Jihadisten und Tuareg-Rebellen setzt Malis Militärregierung und ihre russischen Verbündeten unter Druck. Die Aufständischen griffen Dörfer an und blockieren wichtige Handelsrouten.
Nach dem dreitägigen Waffenstillstand setzt Russland seinen Krieg gegen die Ukraine ungebremst fort. Wladimir Putins Bemerkungen über mögliche Verhandlungen wurden in Deutschland aufgeregter diskutiert als in Russland selbst.
In Mali haben aufständische Milizen trotz russischer Militärpräsenz an Boden gewonnen. Der Plan des Kreml, als Schutzmacht Stabilität gegen Rohstoffzugang zu liefern, droht, sich an der Realität zu blamieren.
Regelmäßig schlagen ukrainische Drohnen in russischen Erdölanlagen ein und auch die traditionelle Militärparade am 9. Mai in Moskau soll mit Verweis auf die ukrainische Bedrohung ohne Militärgerät abgehalten werden. Immer deutlicher zeigen sich die Folgen des Kriegs im russischen Alltag.
In Osteuropa laufen teilweise stark überalterte Atomkraftwerke sowjetischer Bauart. Um für deren Versorgung mit Brennstäben nicht länger vom russischen Staatskonzern Rosatom oder dem US-Anbieter Westinghouse abhängig zu sein, soll nun in Lingen eine neue Fertigung aufgebaut werden, allerdings ebenfalls mit Rosatom.
Die russische Influencerin Wiktorija Bonja hat mit einem viralen Video eine Debatte ausgelöst, die bis selbst den Kreml erreicht. Darin hat sie sich gegen die Internetblockade in Russland ausgesprochen, ein Thema, das für wachsende Spannungen im Machtapparat sorgt.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Rainer Rothfuß engagiert sich seit zehn Jahren bei alljährlichen Propagandareisen nach Russland, den »Druschba-Fahrten«. Die offen putinistische Szene in Deutschland ist jedoch nicht nur rechtsextrem.
Durchsuchungen bei unabhängigen Gewerkschaften, Festnahmen von Journalisten und neue Vorwürfe wegen angeblicher Auslandsverbindungen: In Russland sind Polizei, Staatsschutz und Denunzianten sehr aktiv.
Ein Institut in München präsentiert sich als wirtschaftspolitisches Forschungsinstitut, das Parlamentarier und Parteien beraten will. Sein Auftritt ist seriös, man gibt sich konservativ. Ein Blick auf seine Vertreter verrät hingegen eine Nähe zur AfD, zum Kreml und zur Neuen Rechten.
Russlands Wirtschaft steht unter Druck. Die Verschuldung von Privatpersonen steigt rasant, während die Konjunktur schwächelt und das Haushaltsdefizit wächst.
Die EU-Sanktionen gegen Hüseyin Doğru kann man mit guten Gründen kritisieren. Aber man muss dabei nicht unter den Tisch fallen lassen, was ihm vorgeworfen wird. Eine Kolumne für mediale Restmülltrennung.