Beiträge zu Small Talk

Small Talk
2026/28 Small Talk Erste repräsentative Studie zur Gewalt an Schulen

»Es bräuchte ein einheitliches Verständnis davon, was Gewalt ist«

Gewalt an Schulen wird immer häufiger. Bisher fehlten umfassende Untersuchungen. Ende Juni haben der Berliner Senat für Bildung, Jugend und Familie und das Meinungsforschungsinstitut Allensbach das »Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer« vorgestellt. Für die repräsentative Studie wurden berlinweit Schulen befragt. Die Jungle World sprach mit Marc Grimm von der Bergischen Universität Wuppertal, der mit anderen die Studie wissenschaftlich geleitet hat, über die Ergebnisse.
Small Talk
2026/27 Small Talk Sandra Müller vom Psychosozialen Zentrum über die Traumatisierung von Flüchtlingen

»Nicht jede traumatisierte Person zeigt offen Symptome«

Viele Flüchtlinge haben in ihren Herkunftsländern und auf der ­Migrationsroute Gewalt erlebt. Über die psychischen Folgen und die Auswirkungen einer immer repressiveren Migrationspolitik auf ­traumatisierte Menschen sprach die Jungle World mit Sandra Müller*, Psychotherapeutin beim Brandenburger Psychosozialen Zentrum (PSZ) für geflüchtete Menschen und Mig­rant:in­nen.
Ein Sticker mit der Aufschrift «Gegen jeden Antisemitismus» hängt an einem Laternenmast im Berliner Stadtteil Pankow
2026/25 Small Talk Marco Siegmund vom Bundesverband Rias im Gespräch über die Entwicklung der antisemitischen Bedrohung

»Antisemitische Gewalt erhält weniger Aufmerksamkeit«

Der Jahresbericht 2025 der Recherche- und Informationsstelle Anti­semitismus (Rias) ist erschienen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 8.725 Vorfälle dokumentiert, etwa so viele wie im Vorjahr. Die »Jungle World« sprach mit Marco Siegmund vom Bundesverband Rias über die Entwicklung der antisemitischen Bedrohung.
Eine studentische »Vollversammlung« an der Universität Leipzig, im Vordergrund mehrere Personen mit Kufiya
2026/24 Small Talk Julia Bernstein, Soziologin, im Gespräch über Antisemitismus an Hochschulen

»Manche arbeiten unter Personenschutz«

Eine neue Studie untersucht die Angriffe auf jüdische und israelische Wissenschaftler an Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober 2023. Die »Jungle World« befragte dazu die an der Studie beteiligte Julia Bernstein, Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Science. Sie forscht zum Thema Antisemitismus.
Screenshot von 2 Menschen, die jeweils in einem Insta-Video etwas über Antisemitismus erklären
2026/23 Small Talk Philipp Kothe von der Grünen Jugend Österreich im Gespräch über ihren Einsatz gegen Antisemitismus

»Die Moderation der Hasskommentare hat uns einiges abverlangt«

Die Grüne Jugend Österreich veröffentlicht derzeit Videos in den sozialen Medien, in denen sie Antisemitismus und den Boykott Israels kritisiert. Darüber sprach die »Jungle World« mit Philipp Kothe, dem Co-Sprecher der Grünen Jugend.
Nina Fuchs
2026/22 Small Talk Nina Fuchs vom Verein Kein Opfer im Gespräch über einen neuen Gesetzentwurf zu K.o.-Tropfen

»Vor K.o.-Tropfen kann man sich nicht schützen«

Die Bundesregierung will härter gegen Sexualstraftäter vorgehen, die K.o.-Tropfen eingesetzt haben. Dafür hat das Kabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach K.o.-Tropfen bei Sexualdelikten fortan rechtlich wie eine Waffe eingestuft werden sollen. Nina Fuchs vom Verein Kein Opfer e. V. hält das für Symbolpolitik. Die »Jungle World« sprach mit ihr darüber, was Betroffene ihrer Meinung nach wirklich bräuchten.
Theresa Lauß
2026/18 Small Talk Theresa Lauß, Beratungsstelle Ezra, im Gespräch über die Situation in Thüringen

»Wir erleben eine Eskalation rechtsextremer Gewalt«

Die Opferberatungsstelle Ezra feiert dieser Tage ihr 15jähriges Bestehen. Neben der Beratung Betroffener rechtsextremer Gewalt führt Ezra eine Chronik über rassistische und antisemitische Übergriffe in Thüringen. Die »Jungle World« sprach mit Theresa Lauß, derzeit noch Beraterin und ab Mai Projektleiterin der Beratungsstelle, über die Entwicklung ihrer Arbeit.
Adbusting Aktion des DFG-VK gegen Antisemitismus
2026/10 Small Talk Max vom anti­militaristischen Aktionsnetzwerk im Gespräch über Kritik an der Friedensbewegung

»Gerade jetzt ist Antimilitarismus wichtig«

Vor zwei Wochen erklärte das Jugendnetzwerk der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), der ältesten Organisation der deutschen Friedensbewegung, seinen Ausstieg aus dem Verein. Das wurde von einer Plakatkampagne in Berlin, Dresden, Stuttgart und Leipzig begleitet, die der DFG-VK vorwarf, mit Antisemitismus »kein Problem« zu haben. Die »Jungle World« sprach mit Max über die Hintergründe des Austritts und ihre neue Gruppe, das Antimilitaristische Aktionsnetzwerk.
Ron Dekel
2026/09 Small Talk Ron Dekel, Präsident der Jüdischen Studierendenunion, im Gespräch über Anti­semitis­mus in den sozialen Medien

»Wer glaubt, Antisemitismus werde einfach verschwinden, irrt«

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten hat in den sozialen Medien eine Welle antisemitischer Verschwörungserzählungen ausgelöst. Schon zuvor waren die jüdische Herkunft von Jeffrey Epstein und seine Kontakte zu jüdischen Persönlichkeiten immer wieder besonders hervorgehoben worden. Die »Jungle World« sprach mit Ron Dekel, dem Präsidenten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD), über antisemitische Dynamiken.
Teilnehmer des TdE, einer hat eine Schwarze Sonne auf dem Ärmel
2026/08 Small Talk Vilmos Hanti, Verband der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten, im Gespräch über das Verbot antifaschistischer Proteste in Ungarn

»Die Ressourcen sind nahezu erschöpft«

Am Samstag vergangener Woche kamen Neonazis aus ganz Europa nach Budapest zum jährlichen Gedenken an die Soldaten der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. Die »Jungle World« sprach mit Vilmos Hanti, dem Präsidenten des Verbands der ungarischen Widerstandskämpfer und Antifaschisten (MEASZ) über staatliche Repression gegen ungarische Antifaschisten.
Tiranke Diallo
2026/07 Small Talk Tiranke Diallo vom Verein Mama Afrika im Gespräch über den Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung

»Hinter verschlossenen Türen geschieht vieles, was wir nicht sehen«

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) wird auch Mädchen in Deutschland angetan. Die »Jungle World« sprach mit Tiranke Diallo, die seit langem gegen die Praxis kämpft, unter anderem als Vorstandsvorsitzende des Vereins Mama Afrika und im Zuge des Präventionsprojekts Chain der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.
Nora Bussigny spricht in ein Mikro
2026/06 Small Talk Nora Bussigny, französische Journalistin, im Gespräch über ihre Recherchen im »propalästinensischen« Milieu

»Man hört nur die Betroffenen, die ins Narrativ passen«

Die Französin Nora Bussigny ist investigative Journalistin. Nach einer längeren Recherche zu sogenannten woken Milieus beobachtete und dokumentierte sie seit dem 7. Oktober zahlreiche »propalästinensische« Proteste. Seit mehreren Wochen stehen ihre öffentlichen Auftritte unter Polizeischutz, ihr Buch »Les Nouveaux Antisémites« (Die neuen Antisemiten) erregt Aufsehen. Die »Jungle World« sprach mit Bussigny über anti­zionistische Netzwerke und linke Milieus in Frankreich.
Junge Frau mit schwarzem MNS, gelbes Fußblalltrikot, im Hintergrund Sitze einer Stadiontribüne
2026/05 Small Talk Josephine von Empty Stands im Gespräch über das Leben mit ME/CFS

»Wir sind nicht einfach nur müde«

Seit einer Covid-Erkrankung vor dreieinhalb Jahren ist Josephines Leben von ME/CFS bestimmt, einer neuroimmunologischen Multisystemerkrankung, die zu extremer, anhaltender Erschöpfung führt. Was für sie früher selbstverständlich war, ist seither nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich – etwa der Stadionbesuch bei Borussia Dortmund. Die »Jungle World« sprach mit der 24jährigen über ihren Alltag und die von ihr mitgegründete Selbsthilfegruppe Emp­ty Stands.
Die Angeklagten (2.v.l. und r) sitzen zu Beginn des Revisionsverfahren im Fretterode-Prozess im Landgericht neben ihren Anwälten Nicole Schneiders (M) und Wolfram Nahrath (2.v.r.).
2026/04 Small Talk Sven Adam, Rechtsanwalt, im Gespräch über den sogenannten Fretterode-Prozess

»Es herrscht eine gewisse Resignation«

Vor dem Landgericht Mühlhausen wird seit dem 22. Dezember ein Angriff von Neonazis auf zwei Journalisten verhandelt. So weit, so normal könnte man meinen – der Angriff im thüringischen Fretterode fand jedoch bereits vor fast acht Jahren statt. Der Göttinger Rechtsanwalt Sven Adam vertritt einen der Geschädigten als Nebenkläger. Die »Jungle World« sprach mit ihm über das Versagen der Thüringer Justiz bei der Aufklärung der Tat.