Thema

Maziar Bahari
2026/07 Maziar Bahari, iranischer Journalist, im Gespräch über die Probleme der iranischen Opposition

Jungle+ Artikel »Die Opposition ist zersplittert«

Der Journalist Maziar Bahari war einst selbst Gefangener des iranischen Regimes und betreibt aus dem Exil das Online-Medium »Iranwire«. Die »Jungle World« sprach mit ihm über die verzweifelte Lage im Iran, Probleme der Opposition und mögliche Risse im Regime.
Soldaten der Revolutionsgarden auf der Straße in Teheran
2026/07 Das iranische Regime ist geschwächt und verschärft die Repression

Die Luft wird dünn

Das iranische Regime ist geschwächt: Die Wirtschaftskrise verschärft sich, Regimegegner drücken immer noch Widerstandsbereitschaft aus und die USA drohen mit einem Militärschlag. Der Oberste Führer Ali Khamenei sendet Durchhalteparolen per Videobotschaft und meidet ansonsten die Öffentlichkeit.
Tom Barrack (l.) und Ahmed al-Sharaa schütteln sich die Hand
2026/06 Wie Tom Barrack die syrischen Kurden fallen ließ

Trumps Tycoon im Nahen Osten

Vormals hatten die USA durch die Kooperation mit den SDF zwei Ziele verfolgt: Zunächst sollten die Reste des »Islamischen Staats« niedergehalten werden. Außerdem sollte das mit Iran verbündete Assad-Regime geschwächt werden, indem die SDF die syrischen Ölquellen kontrollierten. Nach Assads Sturz im Dezember 2024 und aufgrund der Kooperationsbereitschaft seines Nachfolgers al-Sharaa wurde beides hinfällig. Welche Rolle Tom Barrack beim Verrat der SDF spielte.
Hilfsgüter werden gesammelt
2026/06 Die Türkei bekämpft die kurdische Selbstverwaltung in Syrien und befürchtet sie im Iran

Jungle+ Artikel Erdoğan stützt die Mullahs

Die Türkei will verhindern, dass in Nachbarländern autonom regierte kurdische Gebiete entstehen, und unterstützt deshalb das Vorgehen der syrischen Regierung gegen Rojava. Auch einen US-Angriff auf die Islamische Republik Iran will die türkische Regierung deshalb möglichst verhindern.
Regierungstruppen vor dem Einrücken in die Stadt Qamishli am 3. Februar
2026/06 Die autonomen Gebiete in Nord- und Ostsyrien werden in den syrischen Staat eingegliedert

Rojava droht das Ende

Die syrische Zentralregierung und die kurdisch dominierte Demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das vorsieht, die Truppen Rojavas dem Kommando der syrischen Armee zu unterstellen, und Rechte für die kurdische Bevölkerung verspricht, sonst aber vieles im Unklaren belässt. Insbesondere Minderheiten wie Yeziden befürchten neue islamistische Gewalt.
Trump und sein Kabinett bei einer Sitzung im Weißen Haus
2026/05 Seva Gunitsky, Politikwissenschaftler, im Gespräch über die derzeitige Außenpolitik der USA

Jungle+ Artikel »Das ist hegemonialer Selbstmord«

US-Präsident Donald Trump droht Nato-Verbündeten mit Zöllen und Annexionen; die USA ziehen sich aus internationalen Institutionen zurück. Der Politikwissenschaftler Seva Gunitsky spricht im Interview über die Logik von Trumps Außenpolitik und darüber, warum er glaubt, dass sie der Macht der USA schaden wird.
General Assimi Goïta, Staatspräsident Malis, beim Gipfel der Allianz der Sahelstaaten (AES) am 23. Dezember in Bamako
2026/04 Étienne Fakaba Sissoko, malischer Oppositioneller, im Gespräch über das Versagen der Militärjunta im Kampf gegen die Jihadisten

»Eine implizite Kohabitation«

Malis Militärregime hatte versprochen, mit Hilfe Russlands die Jihadisten der JNIM zurückzudrängen. Étienne Fakaba Sissoko der Sprecher der neu gegründeten oppositionellen Koalition der Kräfte für die Republik (CFR), kritisiert im Gespräch mit der »Jungle World« die Tendenz des Regimes, sich mit den Jihadisten zu arrangieren.