Unsere Aboprämien

Matthes & Seitz 2019, 1.200 Seiten, Gebunden.

Männerphantasien

Vor 40 Jahren erschien mit Männerphantasien Klaus Theweleits große Untersuchung über die sexuelle, psychologische und soziopolitische Vorgeschichte des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik. Das Werk, das für viele als Auftakt der Männerforschung in Deutschland gilt, ist längst zu einem Klassiker auch der Gewaltforschung geworden.

Heyne 2019, 432 Seiten, Hardcover.

Face it

Mit ihren strohblonden Haaren, dem coolen Sex-Appeal und lässigen Straßenimage ist Debbie Harry viel mehr als nur eine Frau in einer Band. Sie ist eine Mode-, Musik- und Kunstikone, das Gesicht einer ganzen Ära. Als Sängerin von Blondie führte sie eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Bands der späten Siebziger und frühen Achtziger an, einer Zeit, als New York im Fokus der Aufmerksamkeit stand. Sie war Stammgast im Studio 54, auf dem Cover des Rolling Stone, Objekt von Warhols berühmten Siebdrucken und Anführerin der Musikvideo-Revolution.

Edition Tiamat, 350 Seiten, Broschur

Eike Geisel

Geisels zuletzt erschienenes Buch »Die Wiedergutwerdung der Deutschen« stieß auf große Resonanz, von der auch der Film »Triumph des guten Willens« von Mikko Linnemann über ihn zeugte. In einem weiteren Band seiner Schriften werden enthalten sein u.a. ein längeres Interview mit der KZ-Überlebenden Hannah Lévy-Hass, deren »Tagebuch aus dem KZ Bergen-Belsen« er übersetzt hat, und einige der zahlreichen Artikel und Vorträge, in denen er den Antisemitismus und das Verhältnis der Deutschen zu den Juden analysiert.

Wallstein Verlag 2019, 518 Seiten, Hardcover.

Unerklärte Kriege gegen Israel

Wenn Antizionismus und Antisemitismus aufeinandertreffen: Die DDR als inoffizieller Kriegsgegner Israels. Der US-amerikanische Historiker Jeffrey Herf untersucht das weite Spektrum der Feindseligkeiten seitens der DDR und der westdeutschen radikalen Linken gegenüber Israel: von Propaganda über Waffenlieferungen an arabische Staaten, die sich mit Israel im Kriegszustand befanden, bis hin zum demonstrativen Schulterschluss mit terroristischen Organisationen.

Kalender 2020

Places

Der Kalender präsentiert 12 Orte Berliner Club- und Subkultur, die heute nicht mehr oder nur noch in stark veränderter Form existieren. Schwerpunkt liegt auf den 1970er und 1980er Jahren. Mit dabei sind aus West-Berlin u. a. das Metropol, das La Belle, der Dschungel, das Quartier Latin, das Schöneberger Jugendzentrum Drugstore oder das Zirkuszelt vom ersten Tempodrom am Potsdamer Platz.

Walde & Graf 2019, 128 Seiten, Broschur.

Die Armen und Eldenden Berlins

1887 sorgte ein schmales Buch mit dem Titel Unter den Armen und Elenden Berlins - Streifzüge durch die Tiefen der Weltstadt für Furore.

Querverlag 2019, 368 Seiten, Broschur.

Sexlit

Im allgemeinen Rummel um (queere) Identitäten geht eines oft unter: Sexualität. Der Band SexLit tritt dieser Tendenz entgegen und versammelt Beiträge, die sich mit Sexualität in jeweils einem literarischen Werk befassen. Die Autor_innen zeichnen nach, wie in der Auseinandersetzung mit Sexualität und Literatur fundamentale Gesellschaftskritik geleistet werden kann. Der Mainstream der Queer und Gender Studies hat sich von einer solchen Kritik abgewandt und der Affirmation von Identität, Kollektiv und Leid zugewandt.

ça ira Verlag 2019, 674 Seiten, Hardcover.

Rackets.

Das Racket wurde von Max Horkheimer weder als neutrale Strukturkategorie noch als soziologischer Idealtypus begriffen, sondern als dialektisch-anthropologische »Grundform der Herrschaft«. Zunächst als Kritik des Nationalsozialismus intendiert, sollte sie zugleich die verschiedene Gesellschaften übergreifenden Tendenzen identifizieren, die mit der »steigenden organischen Zusammensetzung des Kapitals« (Marx) wirksam werden, und zwar in politisch höchst unterschiedlichen Formen.

Reprodukt 2019, 320 Seiten, Broschur

charlie

In seinen Träumen begegnet der ehemalige „Charlie Hebdo“-Zeichner Luz seinen früheren Kollegen, die bei dem Terroranschlag vom 7. Januar 2015 ums Leben kamen. Er selbst entging dem Massaker nur durch Zufall, denn er hatte an dem Tag Geburtstag und kam zu spät in die Redaktion. In einer langen, schlaflosen Nacht lässt er seine Zeit bei dem französischen Satiremagazin wieder aufleben: die Persönlichkeiten, die es prägten, die hitzigen Diskussionen – und natürlich den Humor, die raffinierten Pointen wie die beiläufigen Zoten.

Neofelis Verlag 2019, 266 Seiten, Softcover.

Leerstellen

Der deutsche Vernichtungskrieg in der Sowjetunion (1941–1944) spielt in der öffentlichen Wahrnehmung und Erinnerung der Bundesrepublik Deutschland eine marginale Rolle. Zu den blinden Flecken gehören etwa die Politik der ‚verbrannten Erde‘, das Ausmaß der Massenerschießungen von Juden und Jüdinnen, der jüdische Widerstand gegen die ‚Endlösung‘, insbesondere in den Wäldern Weißrusslands, die Dimension der Ermordung der sowjetischen Kriegsgefangenen sowie die konkreten Tatorte und deren damalige und heutige materielle Beschaffenheit.

Verbrecher Verlag 2019, 120 Seiten, Broschur.

Faschistische ideologie

„Es gibt in unserem politischen Vokabular nur wenige Begriffe, die sich einer solch umfassenden Beliebtheit wie das Wort Faschismus erfreuen, ebenso aber gibt es nicht viele Konzepte im politischen Vokabular der Gegenwart, die gleichzeitig derart verschwommen und unpräzise umrissen sind.“ Mit diesem Satz leitete der bedeutende israelische Historiker Zeev Sternhell 1976 seinen Aufsatz „Faschistische Ideologie“ ein. Dieser Satz gilt bis heute – insbesondere für Deutschland.

Kein und Aber 2019, 176 Seiten, Hardcover.

Monster

Am Ende des Romans steht eine Eskalation: ein Faustschlag, mit dem ein Tourguide in Treblinka einen Dokumentarfilmer niederstreckt. Doch wie konnte es dazu kommen? In einem Bericht an seinen ehemaligen Chef schildert der Mann, wie die Menschen, die er jahrelang durch NS-Gedenkstätten führte, mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach Machtverherrlichung und danach, was Menschen zu Mördern macht.