Interview

Matheus Alexandre
2026/37 Einigen brasilianischen Linken gelten Juden als Christusmörder

»Niederknien vor dem antiisraelischen Altar«

In Brasilien lebt die zweitgrößte jüdische Gemeinde Lateinamerikas. Insbesondere in São Paulo gehört jüdisches Leben sichtbar und selbstverständlich zum Alltag. Was sich seit dem 7. Oktober für Brasiliens Juden verändert hat, erklärt der Soziologie Matheus Alexandre im Gespräch mit der »Jungle World«.
Fer de Lance
2026/36 Die Chicagoer Band Fer de Lance im Gespräch über antike Mythen im Metal

»Ikarus wird zu einer subversiven Figur«

Die Chicagoer Band Fer de Lance präsentiert einen Stilmix, den man als Epic Metal bezeichnen kann. Die »Jungle World« sprach mit den Bandmitgliedern Patrick Gloeckle und Matt Papai über antike Mythen im Metal, Rembetiko und das tiefsitzende Bedürfnis, Texte in ein Mikrophon zu schreien.
Francesca Fusaro
2026/35 Francesca Fusaro, Mitarbeiterin der Hilfsorganisation No Name Kitchen, im Gespräch über die Lage in Ceuta

»Vom Essen bleibt nie etwas übrig«

Vor ungefähr vier Wochen kamen in wenigen Tagen Tausende Menschen in der spanischen Exklave Ceuta an. Von den Verbliebenen befinden sich nun viele in einer Notlage, für die sich der spanische Staat nicht zuständig fühlt. Francesca Fusaro von der Hilfsorganisation No Name Kitchen (NNK) berichtet im Gespräch mit der »Jungle World« von sexueller Gewalt gegen Frauen und von Minderjährigen, die auf der Straße leben.
Robert Herr
2026/33 Interview mit KI-Forscher

»Das Schlimmste ist ein Aus­sterben der Menschheit«

KI-Modelle werden immer schneller und besser. Bereits jetzt zeigen manche ein Verhalten, vor dem Experten seit Jahren warnen. Die »Jungle World« sprach mit Robert Herr vom Machine Intelligence Research Institute über die Gefahren, die von einer Super-KI ausgehen könnten, und darüber, warum es Regulierungen braucht.
Antonio Mundaca
2026/31 Mexikanische Lokaljournalisten im Visier des organisierten Verbrechens

»Die Opfer sind Lokaljournalisten«

Die »Jungle World« sprach mit dem mexikanischen Journalisten Antonio Mundaca über die Ermordung seines Kollegen Alejandro Leyva. Der Mord sei für viele Journalisten im südlichen Bundesstaat Oaxaca ein Wendepunkt und werfe einmal mehr die Frage nach den Verbindungen zwischen Staat und organisiertem Verbrechen auf.
Manuel Cuesta Morúa
2026/29 Die kubanische Opposition wünscht mehr Bürgerbeteiligung

»Dieses Dahinsiechen muss ein Ende haben«

Die kubanische Regierung hat weitreichende Wirtschaftsreformen verabschiedet und dazu auch mit der US-Regierung verhandelt. Die »Jungle World« sprach mit dem Oppositionspolitiker Manuel Cuesta Morúa darüber, dass die Bevölkerung bisher nicht an der Ausgestaltung einer gesellschaftlichen Transformation beteiligt wird.
Schlägertrupp vor dem Hausprojekt La Casa in Berlin Hellersdorf
2026/28 Die Besetzung des Hausprojekts La Casa

»Es braucht eine klare Kante gegen Antisemitismus«

Am Samstag fand im linken Hausprojekt La Casa im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine »Besetzung gegen Antisemitismus« statt. Daraufhin versuchten vermummte und mit Knüppeln Bewaffnete, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Nach einigen Stunden gaben die Besetzer auf und verließen noch in derselben Nacht wieder das Haus. Die »Jungle World« sprach mit einer Person, die an der Besetzung beteiligt war.
Sasha Dovzhyk
2026/27 Die ukrainische Schriftstellerin Sasha Dovzhyk über eine Gesellschaft im fünften Kriegsjahr

»Wir machen keine Schlagzeilen mehr«

Die russische Vollinvasion der Ukraine dauert inzwischen länger als der Erste Weltkrieg. Militärisch kann sich die Ukraine halten, aber der Preis ist hoch. Die »Jungle World« sprach mit der Schriftstellerin Sasha Dovzhyk aus Lwiw über den zermürbenden Alltag im Krieg und die Verteidigung der ukrainischen Demokratie.
Drei Reporter von El Bus TV bei ihrer Arbeit in Caracas
2026/26 María José Dugarte Bernal, venezolanische Journalistin, im Gespräch über Berichterstattung in Zeiten der Zensur

»Was zählt, ist die Interaktion«

Seit der venezolanische Diktator Nicolás Maduro in einem US-amerikanischen Gefängnis sitzt, hat sich die Lage für die Journalisten und Oppositionellen im Land vorläufig etwas entspannt. Die »Jungle World« sprach mit der Journalistin María José Dugarte Bernal von El Bus TV über ihren Arbeitsalltag und die Veränderungen im Land.
Logo der UdSSR auf einer roten Fahne
2026/25 Mikhail Akhmetev, Historiker, im Gespräch über die »Bürger der UdSSR«

Jungle+ Artikel »Ein kommerzielles Unternehmen«

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UdSSR, gehört seit bald 35 Jahren der Vergangenheit an. Trotzdem gibt es in Russland nach wie vor Menschen, die sich als »Bürger der UdSSR« bezeichnen. Im Gespräch mit der »Jungle World« erklärt der Moskauer Experte für Gesetzgebung und Praxis des russischen Staats in Sachen »Anti­extremis­mus«, Mikhail Akhmetev, was es mit diesem Phäno­­men auf sich hat.
Wird oft vergessen: der belarusissche Diktator Alexander Lukaschenka (auf dem Plakat rechts von Putin) ist ein Komplize des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine
2026/24 Ales Bjaljazki, belarussischer Friedensnobelpreisträger, im Gespräch über die Repression im Land

Jungle+ Artikel »Die Menschen in Belarus wollen keinen Krieg«

Im Dezember 2025 wurde der belarussische Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki nach über vier Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Im Interview spricht er über die anhaltende Repression in Belarus, seine mögliche Rückkehr nach Belarus und darüber, warum Präsident Aleksandr Lukaschenko ohne die Hilfe seines russischen Amtskollegen Wladimir Putin nicht an der Macht bleiben würde.
Students protest demanding the resignation of Attorney General Maria Consuelo Porras and Interior Minister Gendri Reyes, after the arrest of opposition politicians in Guatemala City, Friday, May 21, 2021
2026/23 Leily Santizo Rodas, Juristin, im Gespräch über Korruption in Guatemala

Jungle+ Artikel »Sie wollten mich bestrafen«

Jahrelang hatte Leily Santizo Rodas gegen Korruption insbesondere in der guatemaltekischen Armee ermittelt, dann wurde sie selbst angeklagt und floh ins Exil. Im Interview spricht die ehemalige Juristin der UN-Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala über den sogenannten Pakt der Korrupten, politische Justiz und ihre Hoffnung auf Reformen. Auch wenn die Amtszeit der umstrittenen Generalstaats­anwältin María Consuelo Porras vor kurzem endete, blickt Rodas skeptisch auf die Entwicklung in Guatemala.